Springreiten: Julian Sass gewinnt die Regenschlacht in Buckow

Julian Sass, Faerdel

Max Maiwald, Sir Sergio L

Martin Jurisch, Sadora FS

Kati Lekander, Queenie

Heiko Brehmer, Captain Olympic

Julian Sass und Faerdel in der Siegerehrung Springtage Buckow 2017

Es fing alles so schön an in Buckow bei Beeskow bei den Springtagen. Am Samstag noch waren es nur ein paar kleine Schauer, die den Springplatz besuchten. Am Sonntag war es den ganzen Tag warm und angenehm. Bis…nun ja…bis kurz vor dem Beginn des Großen Preises. Da ging in Buckow bei Beeskow im Landkreis Oder-Spree ein Wolkenbruch nieder, wie man ihn selten erlebt. Das ganze wurde noch garniert mit ein wenig Blitz und Donner. Fertig war die Szenerie für den Großen Preis, einer Springprüfung der Klasse M** mit Siegerrunde.

Um 15.15 Uhr war der erste Start geplant. In der halben Stunde davor wurde der Platz unfreiwillig gewässert, die Zuschauer hatten im großen Zelt geradeso alle Platz. Trotzdem fanden sich elf mutige Paare, die sich den Umlauf zutrauten. Vier von ihnen zogen dann während des Rittes die Notbremse und checkten vorzeitig aus. Blieben noch sieben, von denen zwei die Runde fehlerfrei absolvierten. Das waren Glanzlicht FS unter Martin Jurisch sowie Queenie 25 mit Kati Lekander im Sattel. Und ausgerechnet diese beiden verzichteten auf einen Start in der SR wegen des Wetters! Zwei andere Teilnehmer mit jeweils einem Abwurf wollten das Ding aber ausreiten und bereiteten sich für Runde zwei vor.

Julian Sass machte auf dem siebenjährigen Oldenburger Wallach Faerdel (First Edition / Frappant) den Anfang und ließ alles in den Auflagen. Das war eine ordentliche Ansage. Ihm folgte als einziger Konkurrent Max Maiwald auf Sir Sergio L; einem zehnjährigen Hannoveraner Wallach von Stalypso / Don Juan. Max Maiwald beendete seinen Ritt vorzeitig, nachdem eine Stange den Boden erreicht hatte und konnte sich trotzdem freuen. Da er angetreten war, wurde es Rang zwei. Ohne die SR wäre es der dritte Platz gewesen.

Julian Sass lag nach dem Umlauf auf Rang vier und hatte auf einmal den Sieg in der Tasche. „Ich bin dreieinhalb Stunden von Neubrandenburg bis hierher unterwegs gewesen, da höre ich nicht einfach auf“, erklärte ein sichtlich erfreuter Julian Sass, gegenüber pferdefreunde.co. Völlig durchnässt brachte er seine Pferde in den LKW und packte noch eine weitere goldene Schleife dazu, denn das Punkte-M* davor hatte er mit dem gleichen Pferds gewonnen.

Fotos von Jan-Pierre Habicht © - Anm. d. Redaktion: Die Fotos stammen aus dem Punkte-M*. Im Großen Preis gab es nicht viel zu fotografieren…außer der Siegerehrung.  J