Springreiten in St. Tropez: Christian Ahlmann auf Platz zwei im Großen Preis

Der Brite John Whitaker gewinnt in der Athina Onassis Horse Show

St. Tropez (fn-press). Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich bei der Athina Onassis Horse Show in St. Tropez der Brite John Whitaker und Christian Ahlmann. Im mit 400.000 Euro dotierten Großen Preis hatte mit einem Vorsprung von neun hundertstel Sekunden letztlich der 60-jährige englische Altmeister die Nase vorn.

Die griechische Springreiterin Athina Onassis gibt sich einmal im Jahr im französischen Nobelbadeort St. Tropez die Ehre, die Topspringreiter zu ihrem eigenen Turnier einzuladen. Aus Deutschland reisten Christian Ahlmann (Marl), Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) und Daniel Deußer (Mechelen/Belgien) an die Cote d’Azur. Die Veranstaltung, nur ein paar Meter vom Strand entfernt gelegen, lockte mit stattichen Preisgeldern. Allein der Große Preis schüttete 400.000 Euro aus. Es sah beinahe so aus, als hätte Christian Ahlmann den Sieg in der Tasche. Mit seinem 16-jährigen Hengst Taloubet Z galoppierte er nach zwei fehlerfreien Umläufen in blitzschnellen 36,36 Sekunden durch den Stechparcours, das Publikum feierte ihn schon als Gewinner. Doch dann ritt als letzter Starter der Brite John Whitaker mit dem Hengst Agento ein. Der 60-Jährige fegte regelrecht über die Hindernisse, pustete, zeigte viel Körpereinsatz und war mit einem Wimpernschlag von neun hundertstel Sekunden schneller im Ziel. Da musste selbst Christian Ahlmann lauthals lachen, so eine Runde des britischen Altmeisters hatte er nicht erwartet. Der Minivorsprung Whitakers war 52.000 Euro teuer, als Sieger wurde er mit 132.000 Euro belohnt, während der zweitplatzierte Ahlmann 80.000 Euro verdiente. Die wiederum nur einen Hauch entfernten Plätze drei und vier blieben in den Händen der französischen Gastgeber: Simon Delestre mit Qlassic Bois Margot (0/36,33) vor Kevin Staut mit For Joy, übrigens Sohn des For Pleasuure (36,96). Meredith Michaels-Beerbaun und die Holsteinerin Apsara verpassten das Stechen und rangierten an elfter Position.

Auch in den anderen Prüfungen des CSI5* verlief das Turnier erfreulich für die deutschen Reiter: Christian Ahlmann wurde in einem 1,55 Meter-Springen mit dem erst neunjährigen Hengst Caribis Z Zweiter, Daniel Deußer ritt mehrere Pferde auf vordere Plätze.