Springreiten in Monte Carlo: Britischer Doppelsieg in der Global Champions Tour

Christian Ahlmann als bester deutscher Reiter auf Platz 7

Monte Carlo (fn-press). Vor malerischer Kulisse gleich am Yachthafen von Monte Carlo wurde die siebte Etappe der Global Champions Tour (GCT) ausgetragen. Die Briten feierten einen Doppelsieg: Scott Brash ritt an die Spitze, gefolgt von Altmeister John Whitaker. Christian Ahlmann (Marl) und Taloubet Z wurden nach zwei fehlerfreien Umläufen, aber einem Abwurf im Stechen, Siebte. 

Neun der 44 Teilnehmer an der Global Champions Tour-Etappe in Monte Carlo beendeten die beiden Umläufe ohne Abwurf, unter ihnen auch Christian Ahlmann. Sein 15-jähriger niederländischer Taloubet Z, der fast zwei Jahre  verletzungsbedingt ausgefallen war, hat wieder zu alter Leistungsstärke zurückgefunden. Die beiden Umläufe des 1,60 Meter hohen Parcours auf der sehr kleinen Reitfläche meisterte der Hengst fehlerfrei und souverän. Im Stechen fiel einmal die Stange, aber mit Platz sieben hat sich Taloubet Z an der Spitze zurückgemeldet und seine gute Form, die er schon mit Platz zwei im Großen Preis von Wiesbaden gezeigt hatte, erneut bestätigt.

Für Ahlmanns deutsche Mitstreiter verlief die Prüfung nicht ganz so erfolgreich. Hans-Dieter Dreher schaffte zwar auch mit dem fleißigen Hannoveraner Embassy im ersten Umlauf eine Nullrunde, aber in der zweiten kassierte das Paar einen Fehler. Am Ende wurde es Platz 13. Marco Kutscher (Bad Essen) und der westfälische Wallach Cornet’s Cristallo, der drei Wochen zuvor den Großen Preis beim Fünfsterne-Turnier in St. Tropez gewonnen hatte, ließ in beiden Runden einmal die Stange fallen (Platz 15). Ludger Beerbaum (Riesenbeck) hatte an der Mittelmeerküste seinen Youngster Colestus gesattelt. Der neunjährige Sohn v. Cornet Obolensky aus einer Stakkato-Mutter bringt gewaltig viel Potenzial mit. Diesmal reichte es bei einem Abwurf nur zu Platz 28, da Beerbaum das noch nicht so erfahrene Pferd nicht allzu schnell durch den Parcours steuern wollte.

Seine Klasse spielte einmal mehr die Nummer 1 der Welt, Scott Brash, aus. Der 29-jährige Schotte beendete im Sattel der neunjährigen belgischen Stute Hello M’Lady das Stechen in 28,45 Sekunden, einen Wimpernschlag vor dem britischen Altmeister John Whitaker, der im August 60 Jahre alt wird. Sein Arko III-Sohn Argento galoppierte in 28,83 Sekunden über die Ziellinie, ebenso fehlerfrei.