Springreiten in Mannheim: Ahlmann eine Hundertstel vor van Asten

 

…der eine weitere Hundertstel vor Etter

(pbb) Das war ein richtiges „Herzschlag-Finale“: Nur zwei Hundertstel lagen in der ersten Prüfung am Dienstag, dem letzten Tag des 51. Mannheimer Maimarkt-Turniers, zwischen den ersten Drei im Preis der Firma Stefan Karcher, Mannheim. Sieger Christian Ahlmann – der erst am Montag nach Mannheim gereist war und am Wochenende in Madrid startete – hatte am Ende den Hauch einer Hundertstel Vorsprung vor dem Niederländer Leopold van Asten, der wiederum eine Hundertstel vor dem Schweizer Daniel Etter lag. Im MVV-Reitstadion, wo der 39-Jährige aus Marl 2007 bei der Europameisterschaft Team-Silber gewonnen hatte, blieb Christian Ahlmann auf Caruso, einem acht Jahre alten Westfalen-Wallach, fehlerfrei und durchbrach nach 57.37 Sekunden die Lichtschranke. 57.38 Sekunden ohne Abwurf hatten am Ende Leopold van Asten und die 15-jährige Stute VDL Groep Amelie auf der Anzeigetafel stehen. Sehr schnell – aber nicht schnell genug – war auch Daniel Etter als Dritter, er hatte den Hannoveraner Wallach Et Is Wie Es Is Kj gesattelt (0/57.39).

Auf den weiteren Plätzen folgten mit Hans-Dieter Dreher, Timo Beck, Johannes Ehning, Tim Hoster und Markus Renzel fünf weitere Deutsche und unterstrichen damit die starken Leistungen der deutschen Reiter in den letzten Tagen auf dem Mannheimer Mühlfeld.

Amazonensieg im Youngster-Finale: Eckermann im Stechen schneller als Marc Houtzager

(pbb) Das Youngster-Finale um den Preis der Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG, Coburg, sicherte sich am Schlusstag des 51. Mannheimer Maimarkt-Turniers Katrin Eckermann (Kranenburg). Die Amazone im Sattel der achtjährigen, in Hannover gezogenen Stute Que Sera blieb als einzige der 12 Stechteilnehmer unter der 40-Sekunden-Marke (38.89) und verwies mit ihrem fehlerfreien Ritt den Niederländer Marc Houtzager und Bylou auf Rang 2 (0/40.15). Auf den dritten Platz kam mit Janika Sprunger (Schweiz) eine weitere Amazone, sie blieb auf dem besten Siebenjährigen, dem Wallach Grand Cooper, ohne Abwurf und benötigte 40.68 Sekunden bis ins Ziel.

„Frühsommerlicher“ Empfang von Stadtmarketing Mannheim und Reiter-Verein Mannheim – „Sport trifft Wirtschaft“

150 geladene Gäste aus Wirtschaft, Politik und Sport konnten der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Stadtmarketing Mannheim GmbH, Dr. Björn Jansen, und der Präsident des Reiter-Verein Mannheim, Peter Hofmann, gemeinsam mit dem Mannheimer Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz zu einem „frühsommerlichen“ Empfang unter dem Motto „Sport trifft Wirtschaft“’ im stilvoll geschmückten VIP-Zelt am späten Montagnachmittag auf dem 51. Mannheimer Maimarkt-Turnier begrüßen. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, die Entscheidung um den Preis der Stadt Mannheim im Springparcours zu verfolgen, der den Deutschen Meister der Springreiter von 2012, Philipp Weishaupt, mit Souvenir als Sieger sah. Einem historischen Moment wohnten die Gäste anschließend bei der feierlichen Siegerehrung des allerersten Nationen-Preises in der Geschichte der Para-Equestrians bei, der Dressurreiter mit Behinderung, den Deutschland vor Dänemark und den Niederlanden gewann.

Die Siegerehrung bildete den würdigen Auftakt zu einem gelungenen Abend, bei dem kein Geringerer als der Co-Vorstands-Vorsitzende der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, der hochkarätige Hauptredner war. Fitschen hatte bereits am Wochenende das sportliche Geschehen auf dem 51. Internationalen Maimarkt-Turnier aufmerksam verfolgt. Er sprach durchaus auch kritisch die Rolle der Banken in den heutigen wechselvollen Zeiten an und die Notwendigkeit, dass die Geldinstitute das während der Bankenkrise verloren gegangene Vertrauen in der Bevölkerung und in der Wirtschaft wieder zurückgewinnen. Er betonte aber auch die Verpflichtung jeden einzelnen Bürgers, sich zu informieren und Eigenverantwortung für sein Handeln in finanziellen Dingen zu übernehmen. Diese Eigenverantwortung forderte

Jürgen Fitschen auch bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung ein, in deren Bemühen, dem Reitsport in der deutschen Öffentlichkeit und in den Medien wieder mehr Aufmerksamkeit und Interesse zu verschaffen und für die Wirtschaft wieder attraktiver zu gestalten. An die Wirtschaftsvertreter richtete er den Appell, sich ihrer sozialen Verantwortung, die auch ein finanzielles Engagement im Sport einschließe, bewusst zu sein und führte einige Beispiele der Sponsor- und sozialen Aktivitäten der Deutschen Bank an. Gleichzeitig stellte Jürgen Fitschen die Bedeutung der Metropolregion Rhein-Neckar für die Wirtschaftsmacht Deutschlands heraus.

Die Möglichkeit, im Anschluss an seine Rede Fragen an Jürgen Fitschen zu stellen, wurde zahlreich genutzt. Peter Hofmann brachte ihm gegenüber seine Freude und seinen Dank zum Ausdruck, dass Fitschen trotz seines engen Terminplans die Zeit zum Besuch des Empfangs und zu seinen aufschlussreichen Ausführungen gefunden und bereits das Versprechen abgegeben habe, im nächsten Jahr beim Reitturnier wieder zu Gast in Mannheim zu sein.