Springreiten in London: Christian Ahlmann Fünfter der Global Champions Tour

Holsteiner Verbandshengst Casall ASK gewinnt elfte Etappe

London (fn-press). Christian Ahlmanns niederländischer Hengst Taloubet Z ist wieder ganz oben. Nach seinem guten Start im Nationenpreis des CSIO Mannheim ein Wochenende zuvor überzeugte der 15-jährige Braune mit zwei Nullrunden in der Global Champions Tour-Etappe in London. Die elfte Station der internationalen Springsportserie gewann der in Deutschland lebende Schwede Rolf-Göran Bengtsson mit dem Holsteiner Verbandshengst Casall Ask (Foto).

In den königlichen Key Gardens unweit des Londoner Stadtzentrums machte die Global Champions Tour (GCT) bei ihrer elften Etappe halt. Die Serie nähert sich ihrem diesjährigen Ende, nur noch drei Turniere (Valkenswaard, Rom und Wien) führen zum Finale ins arabische Doha Mitte November. Christian Ahlmann, der beste deutsche Reiter der Serie, präsentierte einen topfitten Taloubet Z, der die beiden Umläufe ohne Fehler meisterte. Im Stechen kassierte das Paar dann einen Fehler an einem Oxer, das Paar platzierte sich an fünfter Stelle.

Rolf-Göran Bengtsson blieb mit dem Holsteiner Caretino-Sohn Casall im Stechen fehlerfrei. Statt der bei der Global Champions Tour üblichen 99.000 Euro Siegprämie gab’s in London 132.000 Euro, natürlich brutto, denn die Steuern und sonstige Abgaben werden vor Ort einkassiert. Den zweiten Platz belegte der Brite John Whitaker mit dem Arko III-Nachkommen Argento.

Für Christian Ahlmanns deutsche Kollegen lief es nicht so gut in London, sie verpassten den zweiten Umlauf der besten 18 Paare. Meredith Michaels-Beerbaum, Ludger Beerbaum und Marcus Ehning setzen allerdings nur ihre jungen Nachwuchspferde Comanche, For Sale und Funky Fred ein, ließen es mit Blick auf das Alter ihrer Pferde eher ruhig angehen und blieben mit einem oder zwei Abwürfen nicht fehlerfrei. Ganz aus dem „Tritt“ war Daniel Deußers Wallach First Class, mit dem er 2014 Deutscher Meister geworden war. Der Fuchs wirkte schon beim Einritt verunsichert, erschrak sich vor Kameras, drehte einen Haken und ließ gleich beim ersten Hindernis die Stange purzeln. Daniel Deußer gab auf, irgendetwas hatte sein Pferd erschreckt.

Foto von Stefano Grasso / LGCT