Springreiten: Ergebnisse aus Ranshofen und der Große Preis für Tobias Bachl

 

Ganz im Zeichen des nationalen Springsports stand vom 08.-10. August das Ranshofen Sommer Masters, wo sich nicht nur wiederum die deutsche Konkurrenz ordentlich in Szene setzen konnte, sondern auch etliche Heimerfolge in rot-weiß-rot erzielt wurden. Der Große Preis am Sonntag war mit Tobias Bachl zwar fest in der Hand unserer Nachbarn, die Hauptspringen am Freitag und Samstag gingen dafür beide Male an die Gastgeber. Besser gesagt an einen siegessicheren Christoph Obernauer, der sowohl das M am Freitag als auch das Standard-S* am Samstag entscheiden konnte.

Insgesamt 24 Prüfungen von 90 Zentimeter bis mächtig wirkende 1,40 Meter waren vom 08.-10. August im Rahmen des CSN-B*-Turniers in Ranshofen geplant. Dank der perfekten Organisation fanden alle Bewerbe auf einem Platz statt, sodass auch die Einsteiger und Turnierrookies am großen Austragungsviereck reiten konnten. Am ersten Veranstaltungstag kam es mit dem M-Springen über 1,35 Meter zum ersten der drei Hauptbewerbe des Wochenendes. Parcourschef Franz Madl hatte es den Arrivierten nicht leicht gemacht und so gab es schlussendlich nur vier fehlerfreie Ritte zu bejubeln. Die schnellste Nullrunde gelang dem Tiroler Christoph Obernauer, der gemeinsam mit Thomas Frühmann und Stefan Eder trainiert und auf nationaler und internationaler Bühne beständig für sensationelle Resultate sorgt. Seine schicke Fuchsstute „Amitage“ präsentierte sich jedenfalls in Bestform und holte in 61,96 Sekunden den ersten wichtigen Sieg des Wochenendes – wie sich herausstellte, sollte das nicht der Triumph einzige für das Tiroler Duo sein. Große Freude gab es am zweiten Platz, den sich ein aufstrebendes Salzburger Nachwuchstalent holen konnte: Nicole Rieger, Bereiter der KES Sportpferde, zeigte auf „Ariba B“ einen perfekten Nuller und wurde in 64,59 mit einer Top-Platzierung belohnt. Dritte wurde Carina Glatz in 69,86 Sekunden.

Dass sie an diesem Wochenende in absoluter Siegerlaune waren, bewies das Duo Obernauer & „Amitage“ auch prompt im samstägigen Hauptspringen, einer Standardprüfung der Klasse S* (1,40 Meter): In brillant gerittenen 66,59 Sekunden setzten sie sich abermals souverän an der Spitze durch und verwiesen die beiden Deutschen Anton Steiner und Detlef Kaiser auf die hinteren Ränge.

Am Sonntagnachmittag kam es dann mit dem Großen Preis zum Showdown: Ein einmaliges Stechen hatte hier über Sieg oder Niederlage entschieden und machte es so für die Zuseher und Arrivierten gleichermaßen spannend. Nach einem 1,40 Meter hohen Grundparcours qualifizierten sich sieben Pferd-Reiter-Paare für die Entscheidung, wo ein genialer Tobias Bachl nicht zu schlagen war. Im Sattel des Schimmelwallachs „Cobolensky“ sprang der Routinier in phänomenalen 43,51 Sekunden über die Hindernisse und ließ seine Konkurrenz hinter sich. Gut eine Sekunde langsamer war Landsmann Carlo Beisswenger, der auf „Quintus“ in 44,55 Sekunden über die Ziellinie jumpte. Eine hervorragende Performance lieferten die drittplatzierten Christian Juza und „Annabelle 4“ ab: Konnten sie sich in der samstägigen S-Prüfung schon mit einem fehlerfreien Ritt am vierten Platz auszeichnen, so wurden sie am Sonntag mit einem Doppelnuller und dem dritten Rang belohnt. Stolz durfte auch Katrin Esser sein, die auf „Lopster 5“ ebenfalls im Stechen ohne Fehler blieb und sich Rang vier sicherte.

Kommenden Freitag geht’s in Ranshofen schon mit dem nächsten Event weiter: Das hochkarätige Dressurturnier steht am Turnierplan. Weil die Resonanz so überwältigend war und sich die Nennliste wahrlich zeigen lässt, können wir schon verraten, dass auf drei Vierecken parallel geritten wird.

Foto von © Krisztian Buthi: Grand Prix-Sieger Tobias Bachl © Krisztian Buthi