Springreiten: Ehning sorgt doch noch für einen deutschen Sieg in Barcelona

Christian Ahlmann und Reavnir im Großen Preis auf Platz vier

Barcelona/ESP (fn-press). Nicht nur das Nationenpreisfinale wurde an diesem Wochenende im Rahmen des Internationalen Offiziellen Springturniers (CSIO5*) in Barcelona ausgetragen, sondern auch sechs weitere hochklassige Prüfungen, in denen es wichtige Punkte für die Weltrangliste zu sammeln gab. Dabei präsentierten sich die deutschen Reiter und Pferde sehr gut. Am Sonntagmorgen ertönte dann zum ersten Mal die deutsche Nationalhymne im Stadion des Real Polo Club de Barcelona, als Marcus Ehning (Borken) und Singular Ls La Silla die internationale Springprüfung um die „CaixaBank-Trophy“ gewannen.

Ohne Probleme absolvierte der erst 9-jährige Hengst die ihm gestellten Aufgaben. Für Ehning, der als Ersatzreiter für das Nationenpreis-Team mitgereist war, hatte sich die Reise nach Katalonien also durchaus gelohnt, auch wenn er diesen Sieg nicht zu hoch bewerten wollte. „Mit der Art und Weise, wie Singular hier gesprungen ist, bin ich sehr zufrieden. Ganz abgesehen vom Ergebnis“, sagte der Borkener.

Der Höhepunkt des Abschlusstages war jedoch am Nachmittag der mit 153.000 Euro dotierte Große Preis von Barcelona. Dabei schloss Christian Ahlmann mit seinem Nachwuchspferd Reavnir aus deutscher Sicht am besten ab. Der neunjährige westfälische Wallach bestritt in Spanien seinen ersten Großen Preis und überzeugte auf Anhieb. Den beiden gelangen zwei Runden ohne Abwürfe, allerdings kassierten sie im zweiten Umlauf einen Strafpunkt für Zeitüberschreitung – Rang vier. Dennoch war Ahlmann zufrieden mit Reavnir: „Das war ein gutes Turnier für ihn, auch wenn noch nicht alles so exakt war. Ich hatte auch gar keine so hohen Erwartungen, weil er einen solchen Parcours noch gar nicht kannte. Er sollte hier vor allem Erfahrung sammeln.“

Bereits am Samstag belegte das Paar aus Marl den vierten Platz im prestigeträchtigen „Queen‘s Cup“. Dabei gab es für die deutschen Reiter noch einen weiteren Grund zum Jubeln: Daniel Deußer und sein zehnjähriger belgischer Wallach First Class van Eeckelghem belegten in einem spannenden Stechen unter 19 Paaren Platz zwei. Schneller war nur der Brasilianer Doda de Miranda mit der Stute Ad Nouvelle Europe Z. Überrascht war Deußer von der Leistung seines Wallachs: „Eigentlich ist er nicht der Schnellste. Ich hätte nicht gedacht, dass er in einem Stechen mit so vielen Startern so gut mithalten kann. Aber die langen Wege im Parcours kamen ihm entgegen, das hat er sehr gut gemacht.“

Ergebnisse Sonntag:

Großer Preis - Longines Cup of the City of Barcelona

(1.55m) nach zwei Umläufen:

1.Dennis Lynch (IRL) und All Star 1. Umlauf: 0 Fehler/79.31sec, 2. Umlauf: 0/47.63

2.Santiago Lambre (MEX) und Johnny Boy, 0/76.40/0/58.79

3.Ondrej Zvara (RUS) und Cento Lano, 01/80.63/0/53.53

4.Christian Ahlmann (Marl/GER) und Reavnir, 0/76.45/1/60.23

5.Jose Maria Larocca (ARG) und Cornet du Lys 1/80.71/1/59.81

…12. Marcus Ehning (Borken/GER) und Comme Il Faut, 4/75.98/0/52.32

CaixaBank-Trophy (1.45m):

1.Marcus Ehning (Borken/GER) und Singular Ls La Silla, 0 Fehler/66.99sec

2.Laura Renwick (GBR) und Heliodor Hybris, 0/67.37

3.Shane Breen (IRL) und Acoustik Solo du Baloubet, 0/67.55

4.Lorenzo de Luca (ITA) und Gangster de Longchamps, 0/67.58

5.Abdel Said (EGY) und Luron SZ, 0/68.05

Ergebnisse Samstag:

Queen’s Cup (1.50m) - Stechen:

1.Doda de Miranda (BRA) und Ad Nouvelle Europe Z, 0 Fehler/40.19sec

2.Daniel Deußer (GER) und First Class van Eeckelghem, 0/40.53

3.Henrik von Eckermann (SWE) und Gotha FRH, 0/42.27

4.Christian Ahlmann (Marl/GER) und Reavnir, 0/42.68

5.Janika Sprunger (SUI) und Aris Cms, 0/43.10