Springreiten: Daniel Deußer gewinnt den Großen Preis in Los Angeles

Longines Masters führt über die Turniere in Los Angeles, Paris und Hongkong

Los Angeles (fn-press). Daniel Deußer (Mechelen/Belgien) hat die erste der drei Etappen der hochdotierten Springsportserie „Longines Masters“ in Los Angeles gewonnen. Im Sattel der belgischen Stute Equita meisterte der 35-Jährige das Stechen des Großen Preises in fehlerfreier Bestzeit und wurde mit einem Preisgeld von rund 111.000 Euro belohnt.

„Longines Masters“ beinhaltet ebenso wie der „Rolex Grand Slam“ drei Turniere. Führt die Rolex-Serie über die Fünf-Sterne-Events in Aachen, Calgary und Genf, können die Reiter bei den Hallenveranstaltungen des anderen Uhrenherstellers in Los Angeles, Paris (Dezember 2016) und Hongkong (Februar 2017) einen dicken Bonus für drei Siege in Folge kassieren. Daniel Deußer hat nun den Anfang in der kalifornischen Metropole gemacht. Im dortigen Großen Preis, der zu unserer Zeit mitten in der Nacht zu Montag ausgetragen wurde und mit einem Preisgeld von umgerechnet rund 335.000 Euro ausgestattet war, ritt er die schnellste Runde im Stechen. Die in Belgien gezogene zwölfjährige Stute Equita van’t Zorgvliet, Tochter des Holsteiners Cassini I aus einer Darco-Mutter, galoppierte in fehlerfreien 37,67 Sekunden über die Ziellinie und bescherte ihrem Reiter ein Preisgeld von rund 111.000 Euro. Deußer sagte begeistert: „Ich habe Equita vorher noch nie auf einem Hallenturnier geritten. Die ersten beiden Tage verliefen nicht so toll, da hatten wir Fehler, aber jetzt im Großen Preis war sie einfach großartig.“

Zweiter wurde der Ägypter Nayel Nassar mit dem Hannoveraner Lordanos-Sohn Lordan (0/38,55) vor dem Niederländer Harrie Smolders mit dem Zangersheider Hengst Don VHP (0/39,31). Die übrigen deutschen Reiter verpassten das zehnköpfige Stechen des Großen Preises, für den sich 35 Paare qualifiziert hatten. Philipp Houston aus Leichlingen wurde mit dem Zweibrücker Wallach Löwenherz (v. Lordano) nach einem Abwurf Elfter (4/71,82), Marco Kutscher (Bad Essen) folgte mit dem Oldenburger Wallach Clenur (v. Carinue) an 13. Stelle (4/74,51).

Der Gesamtsieger der Longines-Serie, der alle Großen Preis der drei Turniere gewinnt, bekommt einen Bonus von 2,25 Millionen Euro. Daniel Deußer hat nun in Paris (1. bis 4. Dezember) die nächste Chance, dieser gewaltigen Prämie ein Stückchen näher zu kommen. Schließlich müsste er auch noch in Hongkong siegen, wo die letzte Etappe der Serie Anfang Februar des nächsten Jahres ausgetragen wird.