Springreiten: Christian Ahlmann Vierter der Global Champions Tour in Estoril

Scott Brash siegt auf Hello Sanctos, Ludger Beerbaum wird mit Chaman Fünfter

Estoril (fn-press). Die neunte Etappe der Global Champions Tour führte die Springreiter an die Atlantikküste. Im portugiesischen Cascais, einem Vorort des bekannten Seebades Estoril, zeigte der Schotte Scott Brash, warum er die Nummer 1 der Welt ist: Nach zwei fehlerfreien Umläufen meisterte er auch das Stechen ohne Abwurf und in Bestzeit. Bester Deutscher war Christian Ahlmann als Vierter, Ludger Beerbaum verpasste durch einen Zeitfehler den Einzug ins vierköpfige Stechen – Platz fünf.

Abdullah Al Sharbatly aus Saudi-Arabien, 2010 Vize-Weltmeister in Kentucky, und sein Pferd Domingo hatten mit einer schnellen Runde durch den Stechparcours die Messlatte hoch gehängt (37,9 Sekunden). Dass es noch flotter geht, bewies wenig später Scott Brash. Der Schotte, der in der Nähe von Hickstead in Südengland lebt, ritt mit seinem 13-jährigen Championatspferd Hello Sanctos in unglaublichen 36,29 Sekunden über die Ziellinie und wurde für seinen Sieg mit einem Preisgeld in Höhe von 100.000 Euro belohnt. Hinter Sharbatly folgte der Ire Greg Broderick mit Goping Global auf dem dritten Platz. Christian Ahlmann und der zehnjährige Cornando II, Vollbruder des von Marcus Ehning gerittenen Landbeschälers Cornado NRW, kassierten im Stechen einen Abwurf und wurden Vierte. Immerhin: Bei der Global Champions Tour gibt es auch für dieses Ergebnis noch ein Preisgeld von 30.000 Euro.

Ludger Beerbaum wird sich geärgert haben. Beide Umläufe meisterte sein 16-jähriger niederländischer Hengst Chaman ohne Abwurf, aber dann verhinderte ein einziger Zeitfehler die Teilnahme am Stechen. So wurde der 52-jährige Riesenbecker Fünfter. Sein Bereiter Philipp Weishaupt reihte sich mit dem Wallach Chico aus der Zucht von Madeleine Winter-Schulze an achter Stelle ein, Marco Kutscher und die erst neunjährige westfälische Stute Chaccorina wurden Elfte. Dafür durfte sich Kutscher über den zweiten Platz und 30.000 Euro Preisgeld in einem weiteren Topspringen freuen.

Pech hatte Daniel Deußer im ersten Umlauf. Seine Stute Pironella fand am vorletzten Hindernis, einem kapitalen Oxer, nicht den richtigen Absprung, strauchelte, so dass Deußer das Gleichgewicht verlor und aus dem Sattel kam. Er stand zwar sofort wieder auf, aber die Prüfung war damit für den 32-Jährigen beendet.

Foto von Stefano grasso/LGCT: Scott Brash