Springreiten: Aufholjagd im Nationenpreis von Rom

Foto von FEI/Stefano Secci: Die Sieger von Rom aus UK mit (v.l.n.r.) Michael Whitaker, Di Lampard Chef d’Equipe, Ben Maher, Jessica Mendoza und John Whitaker

Deutschland platziert sich an vierter Stelle / Sieger sind die Briten vor Frankreich und den USA

Rom (fn-press). Das deutsche Springreiterteam hat den Nationenpreis des CSIO5* von Rom auf Platz vier beendet. Das Länderspiel der Springreiter gewannen die Briten. Beste deutsche Paare waren Marcus Ehning (Borken) und Cornado NRW sowie Marco Kutscher (Bad Essen) und Van Gogh, die jeweils eine Null-Runde in der über zwei Umläufe ausgetragenen Prüfung schafften.

Die Piazza de Siena im Park der berühmten Villa Borghese des italienischen Herrschergeschlechts in Rom ist ein wahrlich historisches Terrain. Hier fanden die großen Nationenpreise der Coppa d’Oro statt. Den mächtigen, vom damaligen italienischen Staatschef Mussolini gestifteten Pokal aus purem Gold gewannen 1933 die deutsche Offiziere. Das edle Teil steht als Kopie im Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR), das Original wird im Safe einer Warendorfer Bank aufbewahrt. Heute ist der CSIO Rom fernab von aller Politik und imperialistischem Machtstreben eines der besten Springturniere Europas. Natürlich hätten die deutschen Springreiter an diesem historischen Platz gerne gewonnen, aber es sollte nur Platz vier hinter den Briten, Franzosen und US-Amerikanern werden.

Marcus Ehning beeindruckte im Sattel des NRW-Landbeschälers Cornado NRW im ersten Umlauf mit einer schönen Nullrunde, das gleiche schaffte Marco Kutscher in der zweiten Runde mit dem niederländischen Hengst Van Gogh. Doch insgesamt sammelte die Mannschaft zu viele Fehler. Nach dem ersten Umlauf auf Platz acht (von acht Teams), gelang noch eine Aufholjagd, so dass sich die Equipe am Ende auf Platz vier behaupten konnte. Die Teamergebnisse: Marco Kutscher mit dem niederländischen Hengst  Van Gogh v. Numero Uno (4/0 im ersten bzw.zweiten Umlauf ), Mario Stevens (Molbergen) mit dem Westfalen-Wallach Brooklyn v. Balout du Rouet (5/4), Patrick Stühlmeyer (Osnabrück) mit dem Oldenburger Hengst Lacan v. Lando (8/1) sowie Marcus Ehning mit dem Westfalen Cornado NRW v. Cornet Obolensky (0/4). In der Summe hatte die deutsche Equipe 14 Fehlerpunkte auf dem Konto (Großbritannien 4, Frankreich und die USA gemeinsam auf Platz zwei mit 12 Fehlerpunkten).