Springreiten: Andre Thieme und Conthendrix mit Doppel-Null bestes deutsches Paar Im Nationenpreis Falsterbo

Foto von FEI/LOTTAPICTURES: Paul Estermann und Castlefield Eclipse zeigten eine der doppelt fehlerfreien Runden, die der Schweiz den Sieg brachten

Falsterbo (fn-press). Im schwedischen Falsterbo beendete die deutsche Springreiter-Equipe den FEI-Furusiyya-Nationenpreis mit Platz sechs. Die Prüfung gewann die Schweiz vor den schwedischen Gastgebern.

Andre Thieme (Plau am See) und der Holsteiner Conthendrix (v. Contendro) erwiesen sich beim schwedischen Traditionsturnier als bestes deutsches Paar und beeindruckten mit zwei Nullrunden in den beiden Umläufen des Nationenpreises. Ebenso ohne Abwurf meisterten Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) und der belgische Wallach Goya die beiden Runden, kassierten aber in der zweiten einen Zeitfehler. Diese guten Leistungen sollten jedoch nicht für einen der vorderen Plätze reichen. Holger Wulschner (Klein Belitz) mit dem Holsteiner BSC Cha Cha Cha und Mario Stevens (Molbergen) mit dem Westfalen Brooklyn belasteten das deutsche Fehlerkonto mit zwölf Punkten, so dass das Team schlussendlich mit 13 Fehlerpunkten und gemeinsam mit der irischen Mannschaft Platz sechs belegte. Ohne Fehler setzte sich die Schweizer Equipe klar an die Spitze, gefolgt von den schwedischen Reitern, die den Nationenpreis mit vier Fehlerpunkten abschlossen. Den dritten Platz teilten sich die Teams aus Großbritannien, den Niederlanden und Brasilien mit jeweils acht Fehlerpunkten.

Der erste Umlauf des Nationenpreises war gut reitbar und vielleicht auch als etwas zu leicht. 17 Paare beendeten den Kurs ohne Fehler, darunter auch die beiden deutschen Reiter Andre Thieme und Janne-Friederike Meyer. In der zweiten Runde wurden die Hindernisse zwar etwas höher und die Oxer tiefer, aber wiederum kamen 17 Paare ohne Abwurf oder Zeitfehler über die Ziellinie.  

Der Nationenpreis von Falsterbo zählt zur Division 1 der starken europäischen Springsportnationen. Fürs Finale der weltweiten Länderspiel-Serie in Barcelona hätten die deutschen Reiter in Schweden allerdings auch bei besserem Abschneiden nicht punkten können, da dieser Nationenpreis nicht gewertet wird. Für sie relevant waren bislang nur die Prüfungen in La Baule und Rotterdam, eine weitere Qualifikationschance fürs hoch dotierte Finale bietet sich noch in Hickstead Ende Juli.