Spendenaktion des RV Trappenfelde: Schnell, direkt, erfolgreich

 

Ja, es hat geklappt. Am vergangenen Samstag gegen 19.00 Uhr waren zwanzig Hände damit beschäftigt, die eingegangenen Sachspenden zu verladen. Benötigt wurden zwei Zugmaschinen samt Pferdeanhänger und ein großer DHL-Transporter. Nach dem Aufruf auf diesen Seiten kamen zu den anderen Gaben etliche Spenden dazu, sodass am Ende drei Stationen mit drei Transportfahrzeugen angefahren werden konnten.

 

Juliane Falbe vom RV Trappenfelde gab pferdefreunde.co mal eine Übersicht über das transportierte Material:

Blaue Säcke und Kisten voll mit Decken/Handtüchern/ Bettlaken     :14

Katzenklos :7

Futternäpfe: 32

Schlafkörbe:8

Leinen/Geschirre: 2 Kisten voll, ca. 60-70 Stück

Spielzeuge f. Tiere: 2 Kisten

Katzenstreu: 18 Säcke (15+20 kg)

Käfige/Transportboxen: 4

Satteldecken: 43

Abschwitzdecken:10

Halfter/Stricke: 22

Fliegendecken: 3

Jeweils 5-10 der folgenden Artikel: Sattelgurte, Trensen, Sättel, Regendecken, Winterdecken, Hilfszügel, Gebisse, Putzkästen, Putzzeug, Fliegensprays, Bandagen, Gamaschen, Heunetze, Longen

Futtermittel:

Hafer: 600 KG, in 25 Säcken

Heu: 45 kleine Bunde

Pferdefuttersäcke (Müsli/Pellets/Heucobs/Mash): 21 ( 20/25/40 kg)

Möhren: 3 Sack

Katzenfutter (Büchsen) :44 Stiegen/Paletten

Katzenfutter (Trocken) : 65 Beutel/Säcke/Pakete

Hundefutter (Büchsen) : 31 Stiegen/Paletten

Hundefutter (Trocken) : 76 Beutel/Säcke

diverse Tüten Leckerlies, Kauartikel, Futterproben

 

Das alles wurde also gerecht geteilt und verladen. Am Sonntag ging es zur besten Dressurzeit um sieben Uhr los. Das Personal des Tages bestand aus Juliane Falbe, Willi Mehnert, Katharina Hinz, Stefan Hinz, Elisabeth Zscherper, Heike Graffenberger und Olaf Graffenberger. Sie alle nutzten den Sonntag nicht zum Sonnen und auch nicht zum Faulenzen, sondern setzten ihre Hintern in Bewegung. Das allein ist unter den gegebenen Umständen und Zeitfenstern beachtlich, aber selbstredend nur die halbe Miete. Schließlich musste das ganze Gerödel ja noch an den richtigen Hot Spots landen.

 

Um halb elf traf die Karawane wie geplant und angekündigt in Drosa beim Tierheim ein. Nach einem kurzen Gespräch mit der Leiterin des Landtierhofes Frau Munk und einer kurzen Besichtigung der Anlage (Zeitdruck) ging es weiter. In Drosa strandeten viele Tiere, die zum Teil schon wieder abgeholt wurden. Aber trotzdem sammeln sich immer wieder neue Vierbeiner, die versorgt werden wollen. Ein Ende ist also dort noch lange nicht in Sicht. Schwierig ist die Identifizierung der Herkunft, wenn die Tiere von Hochwasserhelfern gebracht wurden. Trotz aller Probleme war Frau Munk aber sehr ergriffen von der geleisteten Hilfe und man versprach in Kontakt zu bleiben.

 

Weiter ging es Richtung Tierschutzverein/Tierheim Bernburg OT Plömnitz – Ankunft 11.45 Uhr. Es war also nur ein Katzensprung bis dorthin. Es wurde entladen und Mitarbeiterin Jenny zeigte den Trappenfeldern die Einrichtung. Man lag gut im Zeitplan und konnte sich somit etwas länger umsehen. Mitarbeiterin Jenny konnte sich nicht erinnern, jemals eine so große Sachspende entgegen genommen zu haben. In Plömnitz ist das Problem ähnlich gelagert wie in Drosa. Es gibt Tiere, die zugeordnet werden können und die ohne Herkunftsnachweis. Während die einen meist nach dem Verschwinden des Wassers wieder abgeholt werden, sieht es für den Rest düster aus. Zu den Gästen gehören u. a. eine Gruppe Hühner und Katzenbabys, die ohne Mutter aufgefunden wurden. Es sind harte Zeiten für Tiere im und am Hochwasser…

 

15.00 Uhr war Ankunft in Zeitz. Während die beiden Tierheime vom Hochwasser verschon geblieben waren, schlug das schmutzige Nass beim Reit- und Fahrverein Zeitz-Bergisdorf gnadenlos zu. Die Flutwelle der Weißen Elster war unbarmherzig und schnell. Es war gerade noch genug Zeit, um alle Pferde in Sicherheit zu bringen. Der Rest versank. Das alles ist nun schon zwei Wochen her und die Aufräumarbeiten sind in vollem Gange. Stallbesitzer und Vereinsvorsitzender Ernst Ebenhoch zeigte der Truppe aus Trappenfelde das Gelände. Die Wasserstände an den Gebäuden waren noch sehr gut zu erkennen…und werden wohl auch noch eine Weile zu sehen sein.

Die ersten Pferde sind schon wieder zurück und standen vor leeren Boxen. Alles Zubehör und das gesamte Futter fielen dem Hochwasser zum Opfer. Es muss rangeklotzt werden in Zeitz-Bergisdorf. Und auch Herr Ebenhoch stand im Stress. Man verabschiedete sich nach dem Austausch der Kontaktdaten und bereits am nächsten Tag kam die erste Rückmeldung. Die Medien in Sachsen-Anhalt interessierten sich bereits für die Aktion.

 

Zwölf Stunden nach Fahrtantritt waren alle wieder am heimischen Stall. Erschöpft aber glücklich über so viel Dankbarkeit und nette Gesten, strebt man in Trappenfelde in den nächsten Tagen keine weitere Aktion an. Alle hatten ihren Urlaub geopfert und ihre Freizeit, denn es ist sehr zeitaufwendig, so eine Aktion durchzuziehen. Trotzdem stehen die Mädels und Jungs mit ihrem Know How als Spendensammler und Spendenauslieferer anderen Vereinen gern zur Seite. Sie wollen sich auf diesem Wege auch im Namen der Spendenempfänger bei allen bedanken, die mitgemacht haben. Dem schließt sich pferdefreunde.co an und bedankt sich bei Juliane Falbe vom RV Trappenfelde für die Berichterstattung und die Bilder von der Aktion.

 

Hier ist nochmals eine kleine Liste einiger Spender, die nicht vollständig ist und auf Wunsch der Spender gerne noch erweitert werden kann:

Reistall Verworner

Reitsport Targatsch Neuenhagen

Reitsport Adler Ahrendsfelde

Reitsport Petersen Arendsdorf

Tierarztpraxis Sondermann

Marios Heimtier- und Geträneshop

Westernstall in Klosterfelde

Die nächste Aktion steht schon vor der Tür und die Anhänger beladen mit Heu, Stroh und Hafer bereit. Weitere Informationen folgen, wenn klar ist, wohin die Reise geht.