SPARDA 144. Deutsches Derby Hamburg 2013: Ein Rückblick auf Pastorius

Hamburg - Es ist noch nicht mal ein Jahr her, da sorgte der braune Pastorius für eine faustdicke Überraschung auf der Horner Rennbahn. Der dreijährige Soldier Hollow-Sohn sauste am hochfavorisierten Novellist vorbei zum Sieg im SPARDA 143. Deutschen Derby.

Was lehrt das den unbefangenen Besucher des SPARDA Derby-Meetings vom 29. Juni bis zum 7. Juli? Man kann sich nur auf eines verlassen - es wird einen Derbysieger geben. Insofern ist es auch für Nicht-Kenner des Galoppsports ausgesprochen spannend und vergnüglich zu wetten, und zwar mit den tollsten Begründungen....

Viele Kriterien stehen zur Verfügung, die von "ich find den Namen schön", "der guckt so lieb" bis zum berühmten "Bauchgefühl" reichen. Das finanzielle Risiko von solchermaßen untermauerten Entscheidungen ist gering - Wetten kann man schon ab 1 Euro platzieren. Der Erfolg teilt sich auf der Horner Rennbahn meistens durch spitze Schreie der Begeisterung und ausgelassene Freudentänze mit. An sechs Renntagen vom 29. Juni bis zum 7. Juli 2013 gibt es in Hamburg viele Gelegenheiten diese Freude zu erleben, denn jeder einzelne Renntag bietet mindestens acht Rennen und für Besucher aus ganz unterschiedlichen Perspektiven: Vom Stehplatz direkt am Geläuf aus, vom Balkon oder der ersten Tribüne aus und ganz komfortabel geht es aus den Logen heraus. Sogar mitten in der Woche, am Mittwoch, dem 3. Juli, bittet der Hamburger Renn-Club in Horn praktisch zum "Afterwork-Ausflug" auf die Horner Rennbahn. Der Eintritt in den SPARDA Derby-Park ist dann sogar frei!

Übrigens - nicht mal Pastorius` Trainer Mario Hofer hatte im Juli 2012 mit einem Sieg seines dreijährigen Champions nach einer eher unglücklich verlaufenen Vorbereitungsphase gerechnet: "Er war schon als Zweijähriger gut und wir haben schon daran geglaubt, dass er vorne mitlaufen kann im Derby, aber vom Gewinnen haben wir nicht geredet..." Schon gar nicht, nachdem Pastorius bei der Startboxenauslosung die wenig begehrte Außenbahn zog. Seither hat der Derbysieger, den wirklich nicht viele "auf dem Zettel" hatten, mit mehreren Erfolgen in Gruppe 1-Rennen überzeugt, zuletzt im mit 300.000 Euro dotierten Prix Ganay in Paris im April 2013. Als "umgänglich und manchmal ein wenig hengstig" beschreibt Mario Hofer den Derbysieger. "Er möchte schon manchmal zeigen, dass er ein Chef ist, aber wir haben da keine Last mit ihm und er arbeitet sehr gern“, so Hofer. Für den Helden von Hamburg-Horn gab es nach dem Derbysieg und auch in der Folge stapelweise Kaufangebote, die seinen Besitzer, den Stall Antanando von Franz Prinz von Auersberg allerdings nicht "zusammen zucken" ließen.

Der Derbysieger kommt übrigens 2013 nicht zum SPARDA Derby-Meeting nach Hamburg zurück, um dort in einem Gruppe-Rennen zu laufen. Stattdessen liebäugeln Trainer und Besitzer im Oktober mit dem Prix l`Arc de Triomphe in Paris über 2.400 Meter. Und diese Distanz kann er ja, der Derbysieger Pastorius....

Der Trainer ist allerdings beim SPARDA Derby-Meeting. " Logisch komme ich nach Hamburg" sagt Hofer, und plaudert ein klein wenig über seine Kandidaten für das SPARDA 144. Deutsche Derby. Zwei haben sich aus seiner Sicht fest empfohlen: Sowohl der dunkelbraune Global Bang, Zweiter im Mehl-Mülhens-Rennen in Köln, als auch der braune Noble Galileo. Letzterer war Dritter im Derby-Trial im Mai in Hannover. Derlei Informationen kann der geneigte Rennbahnbesucher am 7. Juli 2013 genauso ins Kalkül ziehen wie die Farbe des Pferdes, die detaillierten Informationen aus dem tagesaktuellen Rennprogramm, das der Hamburger Renn-Club für seine Besucher bereit hält oder die Tipps vertrauenswürdiger Galopp-Experten. Man kann allerdings auch konsequent an allen Tagen auf Pferde aus Startbox 7 wetten, weil der HSV die Bundesliga-Saison auf diesem Platz beendet hat. Entweder das klappt - oder auch nicht.....

Mehr Informationen über das Deutsche Derby in Hamburg gibt es unter www.galopp-hamburg.de