SPARDA 144. Deutsches Derby Hamburg 2013: Außenseitersieg

 

Hamburg - Der Außenseiter Dabbitse aus dem Stall von Christian Zschache aus Berlin-Hoppegarten gewann vor 11.000 Zuschauern am dritten Tag des Sparda Derby-Meetings auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn den Preis der Deutschen Afrika-Linien. In dem über 1200 Meter führenden Rennen, das mit 55.000 Euro dotiert war, setzte sich Dabbitse mit Andreas Helfenbein im Sattel in einer knappen Entscheidung gegen Smooth Operator (Andreas Helfenbein) und die Favoritin Best Regards (Stephane Pasquier) durch, der Vorjahressieger Govinda wurde Vierter.

Christian Zschache, ein ehemaliger Jockey, sitzt nach einem schweren Reitunfall im Jahre 1999 im Rollstuhl. Er trainiert fünf in eigenem Besitz stehenden Pferde, arbeitet auf der Horner Rennbahn als Auswieger. "Ich habe Dabbitse bisher falsch eingeschätzt, dachte, es wäre ein Pferd für weite Distanzen", erklärte er, "dieses Jahr haben wir ihn mit gutem Erfolg umgestellt." Dabei war Dabbitse für dieses Rennen eigentlich gar nicht gemeldet, wurde erst wenige Tage vorher nachgenannt.

11.000 Zuschauer waren bei besten äußeren Bedingungen vor Ort, sorgten für einen hervorragenden Wettumsatz von 417.000 Euro in neun Rennen. Sensationelle 248.000 Euro wurden nur auf der Bahn gewettet.

Wie immer war das heimliche Hauptereignis das Seejagdrennen, das von der in Bremen-Mahndorf von Pavel Vovcenko trainierten Indian Sun unter Vlastislav Korytar gewonnen wurde -Besitzer Jochen Blohme erfuhr im Urlaub in Thailand von seinem Erfolg.

Nicht von Glück verwöhnt war der italienische Champion Cristian Demuro bei seinem Deutschland-Debut. Er blieb ohne Erfolg, stürzte zudem im Rahmenprogramm und konnte auf ärztliches Anraten auch seine letzten beiden Ritter nicht mehr ausführen.

Zu Gast war in großer Besetzung auch das Team des Hamburger SV mit Vorstand, Sportmanager und Trainer. Selbst René Adler, als Junge oft in Leipzig auf der Rennbahn zu Gast, war aus der Reha nach Horn gekommen, ließ sich nehmen den Ehrenpreis für das siegreiche Team im Preis des HSV zu übergeben - die Siegerin war die aus Hannover angereiste Sugar Babe mit Jennifer Korbus im Sattel.

Foto von Frank Sorge: Der Sieger Indian Sun aus dem Alpine Motorenöl – Seejagdrennen