Spannung pur bei der Deutschen Meisterschaft Reining auf der Q11 - American Quarter Horses nicht zu schlagen!

 


Spannung pur bei der Deutschen Meisterschaft Reining auf der Q11

American Quarter Horses nicht zu schlagen!

 

Oliver Wehnes lässt die Konkurrenz hinter sich

Bereits zum vierten Mal in Folge wurde die Deutsche Meisterschaft Reining im Rahmen der Q11 – International DQHA Championship 2011 am 1. Oktober 2011 auf dem CHIO-Gelände in der Aachener-Soers ausgetragen. Schon die Eröffnungsklasse Senior Reining Open am 30. September machte den Zuschauern Appetit auf Top-Westernsport und läutete das Reining-Wochenende auf der Q11 ein. Der Deutsche Meister Reining 2010 Nico Hörmann konnte diese Klasse in Show 1, gerichtet von Karen Banister, souverän für sich entscheiden und ließ auf einen Siegerritt am folgenden Tag hoffen.

Bis zum letzten Platz war die Albert-Vahle-Halle besetzt und die Reiter wurden von allen Seiten angefeuert. Als erster Starter am Samstagabend legte Oliver Wehnes aus dem rheinland-pfälzischen Kandel mit seinem sorrel Hengst „Lil Ruf Bandit“ und einem Score von 217 ordentlich vor und setzte die Konkurrenz damit unter Druck. Die bestand aus starken Reitern wie Titelverteidiger Nico Hörmann, Oliver Stein, die Ernst-Brüder Emanuel und Elias oder DM Zweiter von 2010 Alexander Ripper. Alle zeigten spektakuläre Ritte mit beeindruckenden Stopps und boten dem Publikum Reiningsport vom Feinsten. Doch den amerikanischen Richtern entgingen auch die kleinsten Patzer nicht.

 

Erfolgreicher Einstieg bei den Senioren

So konnte auch Markus Süchting mit seinem 9jährigen Hengst „Am I Gray“ und einem Score von 214,5 den Führenden nicht toppen, brachte die Halle mit gelungenen Wechseln und rasanten Spins aber trotzdem zum toben und erntete begeisterte Pfiffe. Seit Jahren startet der junge Trainer vom Gestüt Eckershausen schon bei den Deutschen Meisterschaften. „Am I Gray stammt aus unserer eigenen Zucht und ich reite ihn schon seit Jahren. Letztes Jahr bin ich mit ihm noch bei den Jungen Reitern gestartet und dieses Jahr das erste Mal bei den Senioren. Ich bin absolut begeistert von meinem Pferd. Er hat richtig toll mitgearbeitet und sich super angefühlt!“ schwärmt der sympathische Reiner. „Bereits vier Mal wurde ich in den letzten Jahren Vize-Meister. Für das nächste Jahr bin ich jetzt richtig motiviert, endlich die Goldmedaille zu holen!“

 

Nico Hörmann konnte seinen Titel nicht verteidigen

Danach richteten sich alle Augen auf Nico Hörmann mit „Smart Spookster“ der mit gelungenen Manövern das Publikum beeindruckte, aber leider nicht fehlerfrei blieb und besonders bei den Stopps einige Fehler machte. Mit einem Score von 209 reichte es am Ende nur zu einem siebten Platz, was auch ihn überraschte: „ Im Vorlauf hatte ich einen hohen Score erzielen können und mein Pferd war bestens eingestellt“. Als kleinen Trost konnte sich der ehemalige Deutsche Meister dennoch über die Leistung von Championatspferd „Lil Ruf Bandit“ freuen, den er vier Jahre lang betreute. Erst wenige Wochen vor dem Turnier wurde der mittlerweile achtjährige Hengst, im Besitz von Regiona Reuther, Oliver Wehnes anvertraut. Der Trainer ist ein echtes All-Around Talent und bildet Pferde und Reiter von Halter über Pleasure bis hin zu Reining aus. Auch mit dem Powerpferd „Lil Ruf Bandit“ zeigte der einen beeindruckenden Ritt: „Die Pattern (Aufgaben/Anforderungen) hatten es in sich und direkt am Anfang der Prüfung musste ich mit Lil Ruf Bandit in die Vollen gehen, da war von uns beiden absolute Konzentration gefordert“, so Oliver Wehnes.

Die Bronzemedaille sicherte sich mit einem Score von 213,5 Mona Doerr mit „Gatling Gun“, dem einzigen Paint Horse unter all den American Quarter Horses, welcher im Besitz von Steffen Breug ist.

Auch DQHA Präsident Hans-Jürgen Förster zeigte sich hochzufrieden mit der Organisation, dem Ablauf und der tollen Stimmung in der Halle, die durch eine passende musikalische Umrahmung und perfekt abgestimmten Outfits noch ergänzt wurde.

 

Hier die Auflistung der Gold-, Silber- und Medaillengewinner mit dem jeweiligen Score:

1. Oliver Wehnes  „Lil Ruf Bandit“   217

2. Markus Süchting „Am I Gray“      214,5

3. Mona Doerr „Gatling Gun“          213,5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hohes Niveau bei den Jugendlichen

Die Junioren zeigten beeindruckende Leistungen und brachten schon zu Beginn der Deutschen Meisterschaft die Halle zum kochen. Alle fieberten mit, als die Titelverteidigerin Fabienne Krämer mit „Hot Chic Dream“ in die Halle ritt und exzellente Zirkel, Stopps und Roll Backs zeigte. Auch die Richter honorierten die gelungene Vorstellung mit einer 211, die der jungen Reinerin aus Lautertal letztlich den Sieg einbrachte. Auch Niklas Ludwig auf seinem American Quarter Horse „Chick Enterprise“ gab richtig Gas bei den Run Downs und sicherte sich mit einem gelungenen Ritt sowie einem Score von 207 die Silbermedaille. Auch Anna Seger mit „Smart Chico Boy“ zeigte eine sehr gute Leistung und musste sich mit einer 206,5 dem Zweitplatzierten nur knapp geschlagen.

 

Nach einem super Einstieg bei den Junioren ging es mit den Jungen Reitern weiter, die das Publikum ebenfalls in Atem hielten. Vanety Korbus erntete Jubelrufe und sicherte sich mit „Ses Topsail Whiz“ und einem Score von 212 den Titel. Andre Zschau als Deutscher Meister 2010 konnte diesen Ritt mit „Jacs War Leo“ nicht übertrumpfen und landete mit nur einem Punkt weniger knapp auf dem zweiten Platz. Allerdings zeigte er gleich eine doppelt gute Leistung und belegte auch den dritten Platz mit „VR Gotta Be Quick„. Da er allerdings nicht zwei Medaillen in Empfang nehmen durfte, konnte sich Melanie Thoennes mit „Kiss Me Sugar“ und 204 Punkten über die Bronzemedaille freuen.

 

American Quarter Horses auf dem Vormarsch

American Quarter Horses dominierten nicht nur die Q11 als größtes Westernreitturnier dieser Rasse in Europa, sie waren auch bei der rasseoffenen Deutschen Meisterschaft im Reining unschlagbar. Alle Champion- und Vize-Championtitel gingen ausnahmslos an die Reiter dieser vielseitigen und lernwilligen Pferde.

 

Foto: Art & Light