Sieger und Ergebnisse DJM Springen München 2013: Titel für Volmer, Schoechert, Koch und Lüthi

 

Mission Titelverteidigung in drei Altersklassen erfolgreich

München (fn-press). Noch einmal im wahrsten Sinne heiß her, ging es am Finaltag der Deutschen Jugendmeisterschaften in München. Bei Temperaturen bis 28 Grad fielen im Parcours die Entscheidungen bei den Ponyreitern, Children, Junioren und zuletzt den Jungen Reitern. Sage und schreibe drei der Vorjahressieger konnten in München ihre Titel erfolgreich verteidigen: Lars Volmer (Ponys), Laura Schoechert (Children) und Philipp Koch (Junioren). Bei den Jungen Reitern sicherte sich Kaya Lüthi ihre erste Goldmedaille bei einer Deutschen Meisterschaft.

Lars Volmer neuer Meister der Ponyreiter

Mission Titelverteidigung geglückt! Souverän absolvierten Lars Volmer und sein achtjähriger Schimmel Carrick die beiden Umläufe des Finales und sicherten sich damit zum zweiten Mal in Folge Gold bei den Deutschen Ponymeisterschaften. Wie war das Gefühl? „Gut“, sagte der eher ruhige, neue Deutsche Meister, der aus einer Reiterfamilie im westfälischen Legden stammt. Vor vier Jahren war er als Elfjähriger der jüngste Starter in München, inzwischen zählt er mit seinem Schimmel Carrick mit der Warmblutabstammung Calato – Grand Amour zu den deutschen Topreitern im Ponysattel. Die Silbermedaille ging an Philipp Schulze Topphoff mit Mentos Junior. Wegen eines Abwurfs im zweiten Umlauf des Finales, führte sein Weg zur Medaille über ein Stechen. Strahlend und erhobener Faust kam der eben noch 14-jährige Havixbecker ins Ziel. Mit einem Abwurf landete die zweimalige Gewinnerin des Bundesnachwuchschampionats, Lea Ercken (15, Herten) mit Massaqua T auf dem Bronzerang. Das Nachsehen hatte die vierte Teilnehmerin am Stechen, Chiara Mayer (14, Vechta). Sie musste als Erste in den Stechparcours, war schnell unterwegs, aber mit zwei Abwürfen behaftet. „Alle drei Medaillen für Westfalen. Das ist ein Riesenerfolg für uns nach dem Tief vor zwei Jahren“, freute sich Westfalens Jugendwartin Christa Middendorf. „Damals konnten wir nicht mal die Quote ausschöpfen und dachten schon, uns gehen die Ponyreiter aus.“

Komplettiert wurde der westfälische Triumph durch einen fünften Platz von Ann-Kathrin Dettmer aus Porta Westfalica. Die 16-Jährige, deren eigenes Pony bei den Europameisterschaften erkrankt war, ging in München mit Llaun Bonheddwr an den Start. Der springgewaltige, aber nicht ganz einfache Welshpony-Hengst war ihr von Gilbert Böckmann für ihre letzte Pony-EM kurzfristig zur Verfügung gestellt worden. Nach ein paar Anfangsschwierigkeiten in der ersten Prüfung, die es acht Strafpunkte kosteten, gewann das Paar sowohl die zweite, als auch die dritte Wertungsprüfung.

Zweiter Titel für Laura Schoechert bei den Children

Neue und alte Meisterin bei den Children ist die 14-jährige Laura Schoechert aus dem sächsischen Lossatal mit Linett. Genau drei Paare beendeten die drei Wertungsprüfungen ohne Strafpunkt und machten die Medaillen im Stechen unter sich aus. Nervenstark und einen Tick schneller als Kathrin Stolmeijer blieb Schoechert erneut fehlerfrei und sicherte sich damit zum zweiten Mal in Folge den Titel. „Ich bin total stolz auf mein Pferd, das immer für mich kämpft und auch mal einen Fehler von mir ausbügelt“, sagte die strahlende Siegerin. Auch Schoecherts Erfolg basiert auf einem gut funktionierenden Familienunternehmen: Trainer ist ihr Onkel Carsten Schoechert, ihr Pferd, das siebenjährige Deutsche Sportpferd Linett, stammt aus der Zucht ihres Großvaters.

Starke Nerven bewies auch Kathrin Stolmeijer. Kurz vor dem zweiten Umlauf stürzte sie mit ihrem Pferd Apricot van Spalbeek Z auf dem Abreiteplatz. Glücklicherweise kamen beide mit dem Schrecken davon und absolvierten sowohl den Umlauf als auch das spätere Stechen ohne Fehler. Wie Schoechert zählte auch Kathrin Stolmeijer in diesem Jahr zum deutschen EM-Aufgebot in Spanien. Ab dem kommenden Jahr müssen sich beide im Juniorenlager beweisen.

Noch ein Children-Jahr vor sich, hat dagegen der 13-jährige Bronzemedaillengewinner Marec Dänekas aus Holtland im Kreis Leer. „Marec ist unheimlich nervenstark, was er in diesem Jahr auch schon bei seinem ersten Nationenpreiseinsatz in Frankreich unter Beweis stellen konnte. Er hat einen unheimlich guten Situationsinstinkt, was er im Stechen unter Beweis gestellt hat. Außerdem zeichnet er sich durch viel Gefühl aus. Mit so einem talentierten Reiter macht das Training Spaß!“, sagte der stolze Heimtrainer des DM-Dritten Hendrik Schoo.

Auch Philipp Koch gelingt Titelverteidigung bei den Junioren

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich bei den Junioren die beiden Europameisterschaftsteilnehmer Philipp Koch (Tasdorf) und Guido Klatte (Lastrup). „Am ersten Tag habe ich mich im Parcours etwas vertan, aber das meine Schuld“, sagte Koch, der am Ende als Sieger hervorging. „Aber danach haben wir unseren Rhythmus gefunden. Vor allem der letzte Umlauf war spannend. Guido war mit auf der Euro und ist da schon stark geritten. Ich wusste, dass ich alles geben muss“, um hier zu gewinnen. Am Ende blieb es für den Holsteiner und seinen Hengst Cracker Jack bei den 3,26 Strafpunkten aus der ersten Prüfung, einer Zeitspringprüfung Klasse S*. Klatte konnte zwar die erste Wertungsprüfung und das Finale selbst gewinnen, ein Abwurf am zweiten Tag kostete ihn jedoch den Titel. Mit einem Endstand von nur 4,0 Strafpunkten gewann er Silber. Platz drei ging nach Westfalen an Evelyn Beyer (Westerkappeln) mit Calimba de Luna. Sie war eine von drei Teilnehmern, die in beiden Umläufen des Finales abwurffrei blieben, jedoch Zeitstrafpunkte kassierten. Die Plätze vier und fünf sicherten sich Julia Schacht (Osnabrück) mit Cara Mia beziehungsweise Teike Carstensen (Sollwitt) mit Cara Mia.

Erstes Gold bei DM für Kaya Lüthi

„Das ist meine erste Medaille bei den Deutschen Meisterschaften – und dann gleich eine Goldene. Und das bei den Jungen Reiter“. Kaya Lüthi (19), die frisch gebackene Meisterin aus Aach am Bodensee strahlte übers ganze Gesicht. Mit dem zehnjährigen Franzosen Pret a Tout aus dem Besitz ihrer Sponsor Ruth Krech hatte sie bereits die zweite Wertung gewonnen und damit von Platz drei ins Finale gestartet. Ein Abwurf im ersten Umlauf und eine Nullrunde in der zweiten Runde verhalfen ihr zum Sieg vor ihrem Landsmann Tobias Schwarz aus dem südbadischen Kenzingen. Der 19-Jährige bestritt mit der selbst ausgebildeten La Belle J seine erste Deutsche Meisterschaft und sein erstes S***-Springen. Dennoch ärgerte er sich über den Abwurf im ersten Umlauf. „Mein Pferd war spitze, aber ich habe den Fehler gemacht.“

Keinen Fehler leistete sich im Finale Josef-Jonas Sprehe (20) aus Oldenburg mit Contendro-Star. Damit gewann er nicht nur die Prüfung, sondern rückte vom 15. Platz vor dem Springen auf den Bronzerang vor. Nicht mehr in den Titelkampf eingreifen konnte die bis zum Finale führende Kendra Claricia Brinkop (Neumünster) mit Leonardo B, da sich der 18-jährige Wallach, der an den Vortagen zwei Mal Zweiter geworden war, im Parcours so schwer vertrat, dass das Paar abbrechen musste.