Sieg für Mannschaftsweltmeisterin Fabienne Lütkemeier in Wiesbaden

Sieg für Mannschafts-Weltmeisterin Fabienne Lütkemeier und Qui Vincit Dynamis bei der Premiere der WDM-Kür, dem Henkell Trocken Preis, in Wiesbaden. (Foto: WRFC/Lafrentz)

Tanz zu Pferde im Scheinwerferlicht, Schloss-Romantik im Hintergrund, Dressurfans im Genussrausch – die Flutlichtkür ist ein Herzstück des Internationalen Wiesbadener PfingstTurniers. Das war sie auch beim 80. Geburtstag des PfingstTurniers.

Dieses Herzstück haben in diesem Jahr ganz besonders Mannschaftsweltmeisterin Fabienne Lütkemeier und ihr 17-jähriger Oldenburger Qui Vincit Dynamis genossen. Zweiter Schlosspark-Start, zweiter Sieg. Mit 76,750 Prozent sicherten sich die beiden die goldene Schleife in der Vian Group WDM-Grand Prix Kür, dem Henkell Trocken Preis. „Ich bin absolut glücklich mit Quinci“, jubelte Lütkemeier. „Er hat das so toll gemacht und wir hatten richtig viel Spaß.“ ‚Quinci’ hatte sich für das PfingstTurnier die Kür seines prominenten Boxennachbarn D’Agostino geliehen. „Ich habe D’Agostinos Kür schon beim Weltcup-Finale in Las Vegas mit Quinci geritten. Die Kür ist sehr schwer, aber Quinci kann das und sie passt auch zu ihm.“ Wie viel Spaß der Sieger hatte, zeigte er mit einem kleinen Freudenbuckler im starken Galopp.

Auf den zweiten Platz ‚tanzten’ sich Juliane Brunkhorst und der elfjährige Hengst Fürstano. „Das war Fürstanos Kür-Premiere!“, strahlte die 32-Jährige. „Die Musik hat sein Besitzer ausgesucht, aber ich finde, sie passt wirklich gut zu ihm.“ Dritte wurde die italienische Championatsreiterin Valentina Truppa auf dem ‚Oldie’ der Kür-Prüfung. Ihr Partner Chablis ist bereits 19, zeigte sich aber im Schlosspark noch munter.

Das Wiesbadener PfingstTurnier ist die dritte Etappe der Dressurserie World Dressage Masters. Zum ersten Mal wurden deshalb die Dressurprüfungen auf Fünf-Sterne-Niveau ausgetragen, sowohl die Flutlicht-Kür als auch der Grand Prix Special. „Die Premiere der World Dressage Masters war auch für die Zuschauer noch mal etwas Neues: Die Siegerehrung fand – fast wie bei der Formel eins – mit Podest statt“, freute sich Isabelle Kettner vom WRFC. „Das war ein ungewohntes, aber sehr stimmungsvolles Abschlussbild im Flutlicht und die Zuschauer haben jeden Moment bis zum Schluss genossen – wir auch!“

Bruggink gewinnt Qatar Masters

Eine einzige Hundertstelsekunde hat entschieden: Gert-Jan Bruggink hat das Internationale Zwei-Phasen-Springen, die Qatar Masters, beim 80. Internationalen Wiesbadener PfingstTurnier gewonnen. Mit dem zehnjährigen Schimmelwallach Connelly blieb der ‚Fliegende Holländer’, so Brugginks Spitzname, in beiden Phasen des Parcours fehlerfrei. Seine Zeit in Phase zwei: 29,07 Sekunden! Bei 29,08 Sekunden stoppte die Uhr für den Baden-Württemberger Hans-Dieter Dreher mit Callisto. Mit 29,20 Sekunden folgten der Brasilianer Yuri Mansur Guerios und Amor auf Platz drei.

Turniersplitter

Die Vorstandsmitglieder des Wiesbadener Reit- und Fahr-Clubs (WRFC) nahmen den 80. Geburtstag des Internationalen PfingstTurniers zum Anlass, zwei Reitern die Ehrenmitgliedschaft zu verleihen: Michael Jung und Isabell Werth.

Michael Jung ist Stammgast im Schlosspark, hat die Vielseitigkeitsprüfung bereits viermal gewonnen und hat als Titelträger aller möglichen Titel in diesem Jahr auch noch das Kunststück vollbracht, den Grand Slam zu gewinnen.

Isabell Werth hat bereits im Jahr 1993 zum ersten Mal den Grand Prix Special vor dem Biebricher Schloss gewonnen, damals noch im Sattel von Gigolo. Insgesamt ist die fünffache Olympiagold-Gewinnerin absolute Rekordsiegerin in Wiesbaden: Mit elf goldenen Schleifen im Special und sechs goldenen für die Kür. Das ist der Stand von PfingstTurnier-Sonntag 2016, schon am PfingstTurnier-Montag 2016 hat sie die große Chance, den zwölften Special-Sieg in ihrer Liste einzutragen.

02 Int. Dressurprüfung - Grand Prix Kür unter Flutlicht CDI5*,

WORLD DRESSAGE MASTERS Henkell-Trocken-Preis:

1. Fabienne Lütkemeier (Paderborn), Qui Vincit Dynamis, 76.750%; 2. Juliane Brunkhorst (Hamburg), Fürstano, 74.350%; 3. Valentina Truppa (Italien), Fixdesign Chablis, 73.450%; 4. Thomas Wagner (Bad Homburg), Amoricello, 72.325%; 5. Sönke Rothenberger (Bad Homburg), Favourit, 71.800%; 6. Filipe Canelas (Portugal), Der Clou, 71.525%;

11 Int. Zwei-Phasen-Springprüfung (1.45 m)

CSI4* - FEI Art. 274.5.6, Qatar Masters:

1. Gert-Jan Bruggink (Niederlande), Connelly 2, 0.00/29.07; 2. Hans-Dieter Dreher (Eimeldingen), Callisto 19, 0.00/29.08; 3. Yuri Mansur Guerios (Brasilien), Amor, 0.00/29.20; 4. Mario Stevens (Molbergen), El Bandiata B, 0.00/29.68; 5. Pius Schwizer (Schweiz), Balou Rubin R, 0.00/30.61; 6. Marco Kutscher (Bad Essen), Inliner, 0.00/30.76