Schleswig-Holstein: Letzte „Rotz“-Untersuchung auch negativ

Pferdebetrieb in Schleswig-Holstein wieder freigegeben

Warendorf (fn-press). Endgültig Entwarnung: Die letzte Untersuchung eines Pferdes auf die Infektionskrankheit „Rotz“ ist nun ebenfalls abgeschlossen. Wie die vorangegangenen rund 70 Beprobungen in mehreren Ställen war das Ergebnis negativ. Der Pferdebetrieb in Schleswig-Holstein, in dem das Pferd lebte, ist wieder freigegeben. Dies teilte das schleswig-holsteinische Landwirtschaftsministerium mit.

Nun sind alle zwischenzeitlich wegen des Verdachts auf Rotz gesperrten Pferdebetriebe und Reitvereine wieder „offen“. Die Untersuchungen auf die Tierseuche „Rotz“ waren notwendig, da in Niedersachsen bei einem aus Schleswig-Holstein stammenden Sportpferd die Infektionskrankheit amtlich festgestellt worden war. Das betroffene Pferd musste getötet werden. Das Landwirtschaftsministerium Schleswig-Holsteins hatte daraufhin in mehreren Bundesländern weitere Ermittlungen und Untersuchungen von Pferden angeordnet, die in den letzten Jahren mit dem erkrankten Tier Kontakt hatten.

Die bakterielle Infektionskrankheit „Rotz" (Burkholderia Mallei) ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Sie war bis Anfang des 20. Jahrhunderts weltweit verbreitet, wurde aber in Westeuropa und Nordamerika in den fünfziger Jahren weitgehend ausgerottet. Die Krankheit kann auf Menschen übertragen werden, aber Ansteckungen waren bislang sehr selten, selbst dann, wenn die Erkrankung in der Pferdepopulation häufig auftrat.