Schenkelbrand: Große Teile der CDU-Bundestagsfraktion sind dafür

 

Schenkelbrand: Große Teile der

CDU-Bundestagsfraktion sind dafür

Berlin/Warendorf (fn-press). Die Vertreter der Zuchtverbände kämpfen für den Erhalt des Schenkelbrandes und trafen sich daher jetzt erneut mit CDU-Politikern in Berlin. Lars Gehrmann, Zuchtleiter des Trakehner Verbandes, Dr. Thomas Nissen, Zuchtleiter des Holsteiner Verbandes, Dr. Enno Hempel, Geschäftsführer der Pferdeland Niedersachsen GmbH, und Dr. Klaus Miesner, Geschäftsführer des Bereichs Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) diskutierten mit den Bundestagsabgeordneten aus der CDU-Fraktion Sybille Pfeiffer und Andreas Mattfeldt sowie mit Dieter Stier und Franz-Josef Holzenkamp aus dem Agrarausschuss über den Erhalt des Schenkelbrandes.

Der Agrarausschuss des Bundesrates hatte in einer seiner letzten Sitzungen den Tagesordnungspunkt zum Antrag auf Änderung der Viehverkehrsverordnung (ViehVerVO) vertagt. Ein neuer Entwurf zur Viehverkehrsverordnung sieht nun nicht mehr das Verbot des Schenkelbrandes vor. Dieser Entwurf soll Mitte April dem Kabinett vorgestellt werden. Zuvor sollen Stellungnahmen aus zahlreichen Verbänden und Vereinigungen verarbeitet werden. Nach anschließender Beratung im Agrarausschuss des Bundestages geht der Entwurf in zweiter und dritter Lesung voraussichtlich im Juni ins Plenum. Hierzu äußerten sich die Agrarexperten Holzenkamp und Stier wie auch der Abgeordnete Mattfeldt einstimmig, dass sie diesen Entwurf unterstützen und „große Teile der CDU-Fraktion für den Erhalt des Schenkelbrandes“ seien. Dies bedeutet, dass Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner an diesem Punkt mit deutlichem Widerstand zu rechnen habe.

Wichtig sei jetzt, möglichst vielen Bundestags- und Ausschussmitgliedern sowie den Ländervertretern die sachlichen Gründe zu vermitteln, die für die Eins-zu-eins-Umsetzung der EU-Verordnung sprechen, so die Berliner Politiker. Diese Eins-zu-eins-Umsetzung der EU-Verordnung fordern auch die Zuchtverbände. Das bedeutet, dass der Schenkelbrand in Kombination mit einer DNA-Typisierung als alleinige Kennzeichnungsmethode neben der Regelkennzeichnungsmethode mittels Transponder in Deutschland bestehen bleibt.

Eine neue gutachterliche Stellungnahme bewertet den Schenkelbrand als eine dauerhafte Kennzeichnungsmethode, die der Transponder-Implantation überlegen sei. „Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse müssen nun von den politischen Entscheidungsträgern so berücksichtigt werden, so dass es zu einem sachlich-fachlich korrekten und auf aktuellen Erkenntnissen beruhenden Abstimmungsverhalten kommt“, sagte Dr. Klaus Miesner.               evw