Riding Berlin: Krehl erster S*-Sieger

Der amtierende Landesmeister im Springen - Steffen Krehl - ging gestern Abend mit seinem Holsteiner Askari-Sohn Asklepios auf den Platz und – gewann. Beim Reitturnier Riding Berlin im Olympiareiterstadion ging es am Freitag hoch her. Das sonnige Wetter und die Wettbewerbe in Dressur und Springen genossen einige hundert Zuschauer auf einer der schönsten Reitanlagen Deutschlands, die unter den Augen des Landesverbandes Pferdesport dem Verfall preisgegeben sind. Trotzdem: Eine kluge Zeiteinteilung des randvollen Turnierplans gab den Freunden des hochklassigen Reitsports Gelegenheit, auch am Freitag wieder alles erleben zu können, was das Herz begehrt.

Aber zurück zu Steffen Krehl und seinen Sieg in der ersten Springprüfung der Klasse S* (Große Tour). Dass Krehl und Asklepios nicht nur für Überraschungen gut sind, sondern auch für schöne und schnelle Ritte, zeigte das Paar gestern eindrucksvoll. Krehl ging bei fast dreißig Starts mit seinem ersten Pferd sehr früh in den Parcours und legte eine schwindelerregende Zeit hin. Die vorgelegten, fehlerfreien 53,33 sec waren nach einhelliger Meinung des Publikums nicht zu schlagen und die Zuschauer sollten recht behalten. Am nächsten kam dem Mann aus Lentzke noch Robert Bruhns auf seinem OS-Star Bond James Bond. Der Abstand betrug allerdings fast vier Sekunden. Hinter ihm reihte sich Ralf Schneider auf Rabea ein, der schon acht Sekunden auf Krehl verloren hatte. Man kann es nicht anders sagen: Der Freitag gehörte Asklepios unter Steffen Krehl, der damit seine Ambitionen zur Titelverteidigung in Neustadt unterstrich.

Am heutigen Samstag geht es im Schatten des Glockenturms weiter. Seit bereits acht Uhr wird geritten und gesprungen, was das Zeug hält. Auf dem Springplatz ist das Highlight um 18.45 Uhr die 2-Phasen-Springprüfung der Klasse S** in der Großen Tour. Im Viereck ist es um 15.45 Uhr der Prix St. Georges - eine Dressurprüfung der Klasse S*.