Renntag in Mariendorf am 10. Juni 2013: Mensch Theo!

 

Stall Preussens Derby-Hoffnung Theodor Fontane wird auf Herz und Nieren geprüft. Topsport auch beim Viererwetten-Rennen: Die fünfte Tagesprüfung ist eine regelrechte Sahneschnitte.

Berlin-Mariendorf, 10. Juni 2013 (Beginn 18.30 Uhr). Der berühmte deutsche Schriftsteller Theodor Fontane (1819-1898) wurde zwar in Neuruppin geboren, machte aber die Hauptstadt Berlin zu seinem Lebensmittelpunkt. Seinem vierbeinigen Namensvetter, dem Hengst Theodor Fontane, scheint es ähnlich zu ergehen. Nach seinem tollen Debüt gilt der dreijährige Traber des Besitzerehepaares Hans-Joachim und Nicole Kleemann als Berlins Hoffnung für den Kampf um das Blaue Band. Der Dunkelbraune geht gleich im 2. Rennen der wirklich toll besetzten Mariendorfer Veranstaltung an den Start – für alle Traberfans ist am Montag also frühes Erscheinen angesagt!

Sicherlich – einige seiner Jahrgangsgenossen wurden bereits härter geprüft, als der durch seinen Bruder Preussenstolz (62.619 Euro Gewinnsumme) empfohlene Theodor Fontane. „Aber Kilometerzeiten sind Schall und Rauch – die Art und Weise eines Erfolges ist viel wichtiger“, sagt Hans-Joachim Kleemann. Und die war bei Theodor Fontanes Debütsieg in der Tat klasse. Diesmal wird die Latte aber noch ein Stück höher gelegt. Denn der Preussen-Crack trifft auf einen Gegner, dem ebenfalls ein Ruf vorauseilt: Auf den von Josef Franzl präsentierten Hengst Ciao Amore, der bei seinem Karrieredebüt in Pfarrkirchen großartig auftrumpfte und den Erstauftritt zu einer One-Horse-Show gestaltete. Ciao Amore verfügt gleichfalls über ein exquisites Pedigree. Seine älteren Geschwister Miss Chablis, Première de Mai und Cranberry gehen erfolgreich ihren Weg.

Das 2. Rennen ist also ein echtes Highlight und das anspruchsvolle sportliche Niveau zieht sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung. Denn sofort im Anschluss geht es in dem mit 1.000 Euro Siegjackpot aufgestockten 3. Rennen mit einem Dreikampf der Siegertypen Kalido (Thorsten Tietz), Pipilo Jet (Heiner Christiansen) und Apollon (Daniel Wagner) weiter. Sollte einer dieser Favoriten patzen, werden sich auch Vivo per Lei (Christian Zimmermann), der in dieser Saison ebenfalls schon mehrmals auf die Ehrenrunde ging, und Kingfisch Venus (Josef Franzl) in den Endkampf einschalten.

Eine regelrechte „Sahneschnitte“ ist das 5. Rennen, bei dem es um die Viererwette geht. Wie stark diese Prüfung besetzt ist, sieht man am besten anhand eines Blicks auf die größten Außenseiter im Starterfeld. Denn obwohl Höwings Okeanos Z (Christian Zimmermann) den schlechtesten Rekord aller zehn Teilnehmer hat, trabte Carolin Baumgarts Wallach bereits rasante 1:15,8 min. und der nächste Longshot, nämlich Saddlers Titan (Josephine Schiller), strotzt nur so vor Form und belegte bei seinen letzten sieben Auftritten nicht weniger als fünfmal den ersten oder zweiten Rang. Maygirl (Michael Nimczyk), die dritte Außenseiterin im Bunde, taucht ähnlich oft auf den vorderen Plätzen auf. Alle drei sind also Pferde, die man nur ungern auf dem Tippschein auslässt. Doch irgendeinen muss man schließlich aus der Wette streichen – und es bleiben trotzdem noch sieben Pferde übrig, die jeden Experten vor die Qual der Wahl stellen.

Eine knifflige Angelegenheit: Denn wie soll man zum Beispiel einen Zappadeo (Thorsten Tietz) einschätzen, der im letzten Jahr über 16.000 Euro Preisgeld verdiente, beim Saisondebüt aber von den Beinen geriet? Oder einen Herman Nasad (Maik Esper), der beim Vierjährigen-Marathon auf den dritten Platz stürmte und trotz seiner momentan ein wenig enttäuschender Leistung jederzeit überraschen kann? Auch Lord of Magic (Heiner Christiansen) macht es den Freunden einer gepflegten Wette nicht einfach. Der Hengst trifft es zwar schwer an – aber in seinem aktuellen Formenspiegel steht als Referenz immerhin eine „1“. Bei seinem Engagement am 29. April präsentierte sich der Mommert-Hengst bärenstark.

Die Namensliste ist noch nicht zuende, denn erst jetzt kommen die ganz heißen Brenner. Makemefamous MS (Heinz Wewering), die Tochter der 160.000-Euro-Stute Saskia Bisa, scheint für den Mariendorfer Rechtskurs wie geboren zu sein. Ihr dritter Platz nach zweimonatiger Pause war gut genug. Admiral Boom (Josef Franzl) läuft derzeit in der Form seines Lebens. Der Wallach zog auf der Daglfinger Zielgeraden an vorzüglichen Konkurrenten vorbei und würde nach dieser Leistung als nahezu unschlagbar gelten, wenn da nicht noch der spurtgewaltige Pershing Shadow (Manfred Zwiener) und der Fritz-Brandt-Sieger Pretty Ripped (Daniel Wagner) wären. Letztgenannter hat seine immens angewachsene Gewinnsumme problemlos verteidigt und gilt daher als Hauptfavorit.

Mit diesem Premium-Rennen ist die Mariendorfer Afterwork-Party aber noch längst nicht beendet, denn auch der zweite Teil des Abends hat eine Menge Spannung zu bieten. In der sechsten Tagesprüfung messen sich Abano Boy (Heinz Wewering), Zuccero (Daniel Wagner) und Meringo Star (Daniel Goehrke) mit dem zwanzig Meter besser gestellten Halifax (Michael Nimczyk) und das abschließende 9. Rennen (1.000-Euro-Siegjackpot) lockt mit dem Duell von Spicy A. (Thorsten Tietz) und Vulkan (Daniel Wagner).

Unsere Tipps:

1.General Eck – Just like Heaven – Yoran Frisia

2.Theodor Fontane – Ciao Amore – Ventimiglia  

3.Kalido – Pipilo Jet – Apollon

4.Nightfever Diamant – Like a Diamond – Kasella

5.Pretty Ripped – Pershing Shadow – Herman Nasad – Admiral Boom

6.Abano Boy – Halifax – Zuccero    

7.German Gina – Rock of Gibraltar – Kentucky Diamond

8.Robino Bes – Beauty Boszorg – Azarie Ass

9.Spicy A. – Vulkan – Grand Ass