Reitturnier Waldesruh: Klein Kimbi und der Große Preis

 

 

Der Sonntag in Waldesruh beim Dressur- und Springturnier hatte alles zu bieten, was man für einen actionreichen Nachmittag so braucht: Rettungswagen, Notärzte, Hubschrauber, Feuerwehr, aber vor allem tollen Sport.

Als die Glocke für den ersten Starter im Großen Preis von Waldesruh erklang, wusste noch niemand, was da Spannendes auf ihn zukommt. Hinter der Bande saß eine dreistellige Zahl an Zuschauern, die sich trotz der tropischen Wetterverhältnisse nicht abschrecken ließen und im Preis der Sparkasse Märkisch-Oderland auf M*-Level fast zwanzig Paare ansehen durften. Dabei war es anfangs im Parcours von Erik Schubert gar nicht so einfach, wie es schien.

 

Bis zum 17. Starter mussten sich die Anwesenden gedulden, um den ersten Nuller erleben zu dürfen. Franziska Kraus vom RC Grüne Linde aus Rüdersdorf um die Ecke und Ashley hatten einen feinen Lauf und zogen zusammen recht harmonisch über den Platz. Ohne Abwurf war selbst die Zeit im Vergleich zu den vorherigen Sportlern mit Hindernisfehlern recht passabel und ließ schon ein wenig Hoffnung auf die Goldene Schleife aufkommen. Franzi jedenfalls konnte sich noch auf dem Platz über ihre Leistung freuen.

 

Nun, die Freude währte allerdings nur recht kurz, denn das nächste Paar hatte es eindeutig auch auf das oberste Treppchen abgesehen. Kimberley Alexandra Gibson, genannt Kimbi, hatte Aida Vita unter dem Leder und den Siegeswillen im Kopf. Das alleine reicht noch lange nicht aus, um vorne dabei zu sein. Es stellte sich jedoch schnell, nämlich sehr schnell heraus, dass Kimbi mit Aida Vita zum Favoritenkreis gehörte. Es ging durch die Bahn mit ordentlich Speed und oben blieb auch alles. Am Ende waren es mehr als zwei Sekunden, die Kimbi der Franzi abnahm.

 

Zwei Pferde plus Reiter waren noch in Lauerstellung. Stefanie Klaar und Duchesse Trinity erwischten keine optimale Runde und hatten ein Abwurf (am Ende Platz 8).

 

Letzter Starter war der anlageneigene Sohn Philipp Lyck, der seine ersten beiden Pferde in diesem Springen nicht ohne Fehler durchbrachte. Er ging die Sache ziemlich vorsichtig an, was man von ihm so sonst eher nicht kennt. Und vielleicht war es gerade diese Vorsichtigkeit, die ihm auf Careful diesen Null-Fehler-Ritt bescherte. Und selbst die Zeit brachte am Ende sogar noch die Führung in Gefahr. Es reichte aber trotzdem für Kimbi und Aida Vita. 77 Hundertstel waren noch Luft nach unten… Der Philli wurde Zweiter. Dafür durfte er als Schnellster mit einem Abwurf auf Ardan noch Platz vier feiern.

 

Fotos von Jan-Pierre Habicht ©

Ergebnisse Großer Preis von Waldesruh – Springprüfung Klasse M*:

Pl. Pferd Reiter Fehler Zeit
1 Aida Vita Gibson,Kimberley Alexandra  0 53.52
2 Careful 46 Lyck,Philipp  0 54.29
3 Ashley 120 Kraus,Franziska  0 55.56
4 Ardan 3 Lyck,Philipp  4 47.98
5 Chagall 215 Lengemann,Nic  4 53.59
6 Lantania 2 Waldow,Dustin  4 57.33
7 Larissa K 2 Hollstein,Randy  4 59.44
Nicht platziert
8 Duchesse Trinity Klaar,Stefanie  4 62.56
9 Dashing HBC Piehl,Wolfgang  4 63.58
10 Tingirl Gibson,Kimberley Alexandra  5 74.12
11 Van Nassaue Hollstein,Randy  8 61.42
12 Rivera 33 Kraus,Franziska  8 66.81
13 Shutterfly's Boy Börner,Carsten  8 68.24
14 Tamino 231 Oelschläger,Ulrike  8 69.90
15 Cera 46 Laurent,Laura  12 56.26
16 Donation of sky Klaar,Stefanie  12 56.73
17 Graf von Grabenstern Waldow,Dustin  12 65.46
18 Leonardo 809 Demircan,Aylin  18 78.90
Ausgeschieden/Aufgabe/Verzicht
--- Kenzou des Lunes Lyck,Philipp