Reitturnier Munich Indoors München 2014: Voltigierer feiern gelungenen Weltcup-Auftakt

 

München - Die Munich Indoors 2014 glänzen mit dem Weltcup-Auftakt des Voltigieren - in insgesamt drei Disziplinen zeigten sich am Donnerstag die besten Voltigierer des Erdballs in der Münchner Olympiahalle mit ihrem ersten Umlauf. Bei den Damen siegte mit deutlicher Überlegenheit die Österreicherin Lisa Wild - die zwanzigjährige Voltigiererin wird in der Szene gefeiert, da sie als erste überhaupt bei einem internationalen Wettkampf einen Salto sprang. An München hat sie beste Erinnerungen - schon 2011 konnte sie dort den Weltcup gewinnen. Bei den Herren setzte sich der deutsche Viktor Brüsewitz mit 8520 Punkten durch - und schaffte damit ein überragendes Comeback nach eineinhalb Jahren verletzungsbedingter Pause. „Ich hatte heute aber noch einen groben Schnitzer in der Übung, den möchte ich mir morgen gerne sparen.“ Beim Pas de Deux schließlich siegte das Paar Engelberty/Jacobs.

 

Geschwisterlich auf Erfolgskurs waren Jessica von Bredow-Werndl und Benjamin Werndl im Preis der Marburg Dressage - dem Grand Prix der Dressurreiter. Ganz Gentleman-Like überließ Benjamin Werndl auf dem Siegerpodest seiner Schwester den Vortritt. Jessica von Bredow-Werndl gewann die insgesamt mit 8.000 Euro dotierte Prüfung mit 1878,5 Punkten mit ihrem 13jährigen niederländischen Hengst Unee. Benjamin Werndl kam mit dem Oldenburger Wallach "Der Hit" mit 1777,5 Punkten auf den zweiten Rang. Dritte wurde die Österreicherin Renate Vogelsang mit der Fabriano und 1776 Punkten.

„Aus familiärer Sicht ein optimales Ergebnis - aber auch im Wettkampf mit dem Bruder habe ich Ehrgeiz und wünsche mir, das es in den kommenden Tagen genauso so ausgeht“, erklärte Jessica von Bredow-Werndl nach dem Erfolg. Die nächste Dressur-Prüfung sieht schon am Freitag mit einem weiteren Grand Prix auf dem Programm.

Zuvor hatten die Munich Indoors 2014 schon ihr erstes Finale erlebt: Eine junge Amazone namens Teresa Jurk sicherte sich den Sieg im Eggersmann Junior Cup 2014 - einer Serie für den Nachwuchs ab dem Jahrgang 1993 und jünger. Im Stechen der begehrten Serie setzte sie sich in 35,72 Sekunden fehlerfrei gegen die insgesamt 23 Konkurrenten durch. Mit der charmanten Straubingerin siegte in der „heimischen“ Halle im Olympiapark eine Nachwuchsreiterin aus Bayern. Sie verwies Anton Lein und Athena Grande, die ebenfalls fehlerfrei blieben in 37,03 Sekunden, auf den zweiten Rang; dritte wurden Anna Kolarik und Sementa (0 Fehler/39,68 Sekunden.

Zufrieden mit dem Auftakt zeigt sich Munich Indoors-Veranstalter Volker Wulff: „Das war heute ein rundes Programm mit einer optimalen Einbindung der Region, mit einem Bespiel für gelungene Nachwuchsförderung und mit dem Weltcup-Auftakt der Voltigierer, der morgen seine Fortsetzung findet. Besonders gefreut habe ich mich über die fulminante Rückkehr der Dressur-Reiter mit ihrem Viersterne CDI - da werden wir in den kommenden drei Tagen noch viel Spitzensport erleben. Und ab Freitag kommen dann ja die internationalen Springreiter angeführt vom aktuellen Weltmeister Jeroen Dubbeldam - das Sahnehäubchen auf unserem attraktiven Turniermix.“

Bilder:

Führt bei den Damen - Lisa Wild (Foto: Stefan Lafrentz)

Pia Engelberty und Torben Jacobs gewinnen im Pas de Deux (Foto: Stefan Lafrentz)