Reitsport: Zwischenstand Preis der Besten Warendorf 2016

Insgesamt werden ein Dutzend "Beste" gekürt

Warendorf (fn-press). Rund 300 Nachwuchsreiter und –voltigierer sind an diesem Wochenende in Warendorf am Start, um ihre „Besten“ zu ermitteln. „Die Plätze sind gut, die Bedingungen sind gut und mit dem Wetter hatten wir bisher auch Glück. Auch Zuschauer hatten wir heute mehr als sonst“, zieht Turnierleiter Carsten Rotermund ein erstes positives Fazit vor den Finals am Sonntag.

Eine erste Entscheidung ist bereits gefallen. Bei den Children, den U14-Springreitern, ging erstmals nach 29 Jahren, in denen der Preis der Besten in Warendorf ausgetragen wird, der Sieg nach Sachsen-Anhalt. Joan Wecke aus Möser gewann mit Corina gleich beide Wertungsprüfungen – so eindeutig wird der Preis der Besten nicht immer gewonnen.

Bei den Jungen Reiter setzte Theresa Ripke (Steinfeld/Schleswig-Holstein) mit Calamdo ein Zeichen. Sie war mehr als eine halbe Sekunde schneller im Ziel als die zweitplatzierte Finja Bormann mit A crazy of Lavina. 38 U21-Reiter bewerben sich in diesem Jahr um den Titel der Besten, beinahe die Hälfte blieb in dem von Peter Schumacher gebauten S**-Springen ohne Abwurf.

Ähnlich gut sieht die Bilanz bei den Junioren aus. Auch hier gab es 23 Nullrunden bei 60 Startern. Als Schnellste erwies sich Justine Tebbel (Emsbüren/Weser-Ems), die bereits als Ponyreiterin zwei Mal den Preis der Besten in Folge gewinnen konnte. In diesem Jahr sitzt sie im Sattel von Casa Clara. Auf den Plätzen zwei und drei ordneten sich Zoe Osterhoff (/Westfalen) mit Quasi Formia Z und Philipp Houston (Leichlingen/Rheinland) mit Chalanda ein.

Bei den Ponyreitern führt Victoria Steininger aus Feldkirchen in Bayern mit Nugget das Feld an, gefolgt von Johanna Beckmann (Freiburg/Schleswig-Holstein) mit Neila und Pia Alfert (Ahaus/Westfalen) mit Harry. Für diese Altersklasse heißt es morgen, früh aufstehen, denn ihr Finale beginnt bereits ab 8 Uhr. #

Rothenberger und Abbelen dominierten die Dressur

Auf dem Viereck bahnt sich ein Wiederholungserfolg von Semmieke Rothenberger (Bad Homburg/Hessen) an. Im Sattel von Geisha führte die 16-Jährige das aus 20 Paaren bestehende Starterfeld mit 75,189 Prozentpunkten an und belegte darüber hinaus mit Zweitpferd Dissertation Platz drei (74,919). Auf Platz landete Europameisterin Hannah Erbe aus Krefeld mit Carlos mit genau 75 Prozentpunkten.

Ein vergleichbares Ergebnis gab es bei den Jungen Reitern. Hier war es Mannschaftseuropameisterin Anna-Christina Abbelen (Kempen/Rheinland), die sich mit Fürst on Tour (73,974) bzw. First Lady (72,526) auf den Plätzen eins und drei behaupten konnte. Auf Platz zwei sahen die Richter mit 73,289 Prozentpunkten Jill-Marielle Becks (Senden) mit Damon’s Satelite, einem Sohn von Damon Hill NRW, mit dem sie im vergangenen Jahr den Preis der Besten gewinnen konnte.

Eine Reihe neuer Kombination setzte sich bei den Ponydressurreitern durch. Inga Katharina Schuster aus Frankfurt gewann mit dem NK Cyrill mit 73,769 Prozentpunkten die erste Wertungsprüfung vor ihrer hessischen Kollegin Tabea Schroer (Groß-Gerau) mit dem nicht minder bekannten Danilo (73,282). Beide rangierten auch im vergangenen Jahr mit Nadine Krause (Bad Homburg) unter den Top Drei des Preises der Besten. Mit Massimiliano ebenfalls einen Routinier unter dem Sattel hat auch Lucie-Anouk Baumgürtel aus Nottuln/Westfalen. Sie belegte mit 72,282 Prozentpunkten Platz drei.

Vielseitigkeit mit neuem Gelände

Neu war auch die Geländestrecke, die Karl-Heinz Nothofer als Parcourschef den Ponyvielseitigkeitsreitern als Aufgabe gestellt hatte. Die Preis-der-Besten-Teilnehmer waren die ersten, die den nagelneuen großen Teich auf dem Warendorfer Vielseitigkeitsplatz bei einem Turnier einweihen durften. Darüber hinaus führte die Strecke gleich drei Mal über den bekannten Platz hinaus in den umliegenden Wald, in dem in den letzten Jahren ebenfalls verschiedene neue Hindernisse entstanden sind. An der Spitze gab es nach einer Punktlandung von Libussa Lübbeke (Wingst) mit Nadeem, die bereits mit 34,8 Minuspunkten die Dressur gewonnen hatte, keine Veränderungen. Die 15-Jährige benötigte exakt die vorgebebenen sechs Minuten und 50 Sekunden für den Geländekurs. Sogar noch etwas schneller war Europameister Calvin Böckmann (Lastrup), der mit Askaban B mit 35,5 Minuspunkten aus der Dressur weiterhin auf Platz zwei rangiert. Insgesamt kamen neun Paare ohne Hindernisfehler ins Ziel, allerdings schieden auch fast ebenso viele aus oder gaben auf. Insgesamt verbleiben 19 Paare in der Wertung.

Voltigieren erstmals mit Zukunfts-Trophy

Zum dritten Mal tragen auch die Nachwuchsvoltigierer ihren Preis der Besten in Warendorf aus. Bei den Mannschaften führt Mainz-Ebersheim/Rheinland-Pfalz vor Brakel/Westfalen vor Ingelsberg/Bayern. Im Pas de Deux liegt nach erst einer Runde das Duo Julian Kögl (Blankenfelde/Mahlow) und Diana Harwardt (Bernau) aus Berlin-Brandenburg in Führung. Im Einzelvoltigieren setzte sich nach der Pflicht und ersten Kür der Bayer Gregor Klehe (Grasbrunn) an die Spitze, bei den Damen gab Premieren-Vizeweltmeisterin der Junioren, Franziska Peitzmeier aus Langenberg/Westfalen den Ton an. Erstmals ausgetragen wird in diesem Jahr die "Zukunfts-Trophy" für Einzelvoltigierer von zwölf bis 14 Jahre. Hier konnte sich nach der Pflicht Ronja Kähler(13) aus Stahnsdorf Berlin-Brandenburg an die Spitze turnen.

Entscheidungen am Sonntag

Für alle Teilnehmer steht der Sonntag im Zeichen der finalen Wertungsprüfungen. Alle Springen – mit Ausnahme der dritten Teilprüfung der Ponyvielseitigkeit - werden dann mit einem Stechen ausgetragen. In der Dressur wird in allen Altersklassen die Aufgabe geritten, die bei den Europameisterschaften bei der Vergabe der Einzeltitel verlangt wird. Im Voltigieren werden die Junior-Teams noch einmal ihre Kür zeigen, ebenso die Doppelvoltigierer und die Jüngsten, die Teilnehmer der "Zukunfts-Trophy". Die Einzelvoltigierer müssen noch einmal in Pflicht und Kür an den Start.