Reitsport: Wachstumsfaktor Dressur in Hamburg

Dressur-Derbysiegerin 2015 Anabel Balkenhol / Foto: Sportfotos-Lafrentz.de

Die Dressur hat seit jeher einen exklusiven Stand beim von J.J.Darboven präsentierten Deutschen Spring- und Dressur-Derby. Doch auf den kultigen Lorbeeren will sich auch dieser Klassiker nicht ausruhen und präsentiert sich 2016 mit neuen Sponsoren und mehr Preisgeld denn je. Neu mit an Bord sind das Familienunternehmen für Vitalkost Almased und die Deutsche Bank. Das Preisgeld wurde auf insgesamt deutlich über 100.000 Euro angehoben.

Die Entscheidung um das Blaue Band, das dem Sieger im Almased Deutsches Dressur-Derby umgelegt wird, ist begehrt und der Titel „Derby-Sieger“ gleicht einem Ritterschlag. Dressurgrößen wie Herbert Rehbein, Hubertus Schmidt, Isabell Werth und im vergangenen Jahr Anabel Balkenhol gehören zu den Siegern. Und in einem sind sich alle Derby-Finalisten einig: Der Pferdewechsel ist unvergleichlich, megaspannend und macht Reitern wie Zuschauern richtig viel Spaß.

Nur wer sich zunächst über den Grand Prix, dem Preis des Helenenhofes, Familie Schwiebert am Donnerstagmorgen qualifiziert, bekommt die Chance am Sonntagvormittag in das Finale mit Pferdewechsel einzureiten. Dort zeigt sich dann, wer mit viel Gefühl und Konzentration das eigene Pferd und das seiner zwei Konkurrenten erneut durch einen Grand Prix pilotiert, im mit 30.000 Euro dotierten Almased 58. Deutsches Dressur-Derby. Der Pferdewechsel ist für Zuschauer und Reiter eine spannende Prüfung, die es so nur in Klein Flottbek gibt, international ausgeschrieben absolut einzigartig auf der Welt.

Die internationale Dressurtour auf Vier-Sterne-Niveau in Hamburg umfasst jedoch noch mehr: Der Grand Prix Special wird in diesem Jahr zum Deutsche Bank Preis am Samstagmorgen, die Grand Prix Kür, gestiftet von Freiherr von Jenisch begeistert traditionell am Samstagnachmittag. Mit Spannung erwartet werden zudem die Günstlinge der neu ins Leben gerufenen Deutsche Bank Akademie, die an zehn aufstrebende Dressurtalente ein Stipendium vergeben hat. In Hamburg wird sich diese junge, vielversprechende Truppe ebenfalls präsentieren.

Talentförderung ist in Hamburg ein großes Thema, denn hier werden - ebenfalls schon im anspruchsvollen Pferdewechsel - auch die Nachwuchsreiter an den Derby-Modus herangeführt. Im U16-Lager treten die Ponyreiter in ihrem eigenen Derby, präsentiert von Selleria Equipe, an. Hier hat der Titelverteidiger Jakob Schenk bereits seine Nominierung durch die Bundestrainerin der Ponyreiter, Cornelia Endres, in der Tasche. In der Klassik Radio Derby-Challenge misst sich die U25-Riege.

Ein in vielerlei Hinsicht wertvolles Engagement haben sich Marina und Toni Meggle einfallen lassen. Die MEGGLE Unternehmensgruppe ist seit jeher ein treuer Unterstützer im Dressursport, bestreitet aber seit dem vergangenen Jahr einen etwas anderen Weg. Mit der Serie MEGGLE Champion of Honour soll nicht einfach der Sieger einer Prüfung geehrt werden, sondern der Reiter oder die Reiterin, der/die durch ihren Umgang abseits der wenigen Minuten im Prüfungsviereck positiv auffällt. Wer durch eine besonders umsichtige, pferdefreundliche und einfühlsame Umgangsform mit seinem vierbeinigen Partner auffällt, gewinnt die Etappe. Hamburg ist die erste von sechs Stationen. Beim Finale in München winken den drei Erstplatzierten satte zusätzliche Preisgelder. Neben einer ausdrucksvollen Pferdeplastik erhält der dann gekürte MEGGLE Champion of Honour over all einen Geldpreis von 10.000,- Euro. Der Zweitplatzierte erhält 7.500,- Euro und der Drittplatzierte 5.000,- Euro. Somit wird der oft ernannte Sieger der Herzen ganz real für sein Handeln belohnt.