Reitsport: Home is where your horse is – vom Reiterleben auf Reisen

GLOCK Rider Gerco Schröder ist einer der besten Springreiter der Welt und beinahe jedes Wochenende auf internationalen Turnieren unterwegs. Doch dort, wo die ihm anvertrauten Pferde gerade sind, fühlt er sich immer Zuhause. © GHPC / studiohorst

Sie führen ein Leben auf dem Sprung, sind so gut wie jedes Wochenende an einem anderen Ort unterwegs und fliegen dabei nicht selten sogar von Kontinent zu Kontinent. Ob Aachen, Shanghai, Paris, New York, Zürich oder GHPC Austria: Die besten Pferdesportathleten der Welt, ihre Grooms und Reiter absolvieren dabei oft ein gigantisches Reisepensum. Doch welche Herausforderung ist es, diese Reisen zu planen? Und wie schaffen es die Reiter und Pferde, sich so gut wie überall auf der Welt wie Zuhause zu fühlen? Das beleuchten wir hier.

Gute Planung, gutes Teamwork

Mit den vielen Reisen ist auch ein immenser logistischer Aufwand verbunden, der nur durch sorgfältige Planung und ein starkes Team zu bewältigen ist. Denn während ein Reiter mit einem Teil der ihm anvertrauten Pferde noch auf einem Turnier weilt, bereitet das Team Zuhause schon die nächsten Vierbeiner auf die Reise vor. Und dazu gehört mehr als nur das Beladen des LKWs.

Das richtige Trainingsprogramm auch während der Abwesenheit des Profis umzusetzen und die Pferde „in Schuss“ zu halten, ist die Aufgabe der „Homerider“ und Pferdepfleger. Welches Pferd wann, wie und mit wem arbeitet, wann Turniere und die verdienten Pausen vorgesehen sind, wann die Termine bei Hufschmied, Tierarzt oder Physiotherapeut anstehen — all das muss auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Pferdes abgestimmt werden.

Geht es einmal per Schiff oder Flugzeug zum nächsten Event, müssen diese Transportmittel nicht nur für Reiter und Grooms, sondern auch für die Vierbeiner gebucht und die entsprechenden Papiere vorbereitet werden. Dies in die Wege zu leiten, obliegt wiederum dem Reiter mit seinem Team.

Unterwegs mit der (zweiten) Familie

So oft es geht, versuchen die internationalen Profis natürlich ihre Familien mit auf Turniere zu nehmen, um das viele Reisen zu einem gemeinsamen Erlebnis zu machen. Doch selbst wenn der Partner oder die Kinder einmal nicht mit dabei sein können, gibt es Rückhalt. Denn die Aktiven sind unter sich zu einer Art „zweiten Familie“ geworden, die sich gegenseitig unterstützt, Erfolge gemeinsam feiert und Niederlagen zusammen verarbeitet. Nationalitäten und der Konkurrenzkampf im Parcours werden dabei zur Nebensache. Denn die internationale Reiterfamilie verbindet am Ende die eine entscheidende Eigenschaft. Die Liebe zu den Pferden und das Motto: „Home is where your horse is!“