Reitsport: Ergebnisse vom Sonntag aus Mannheim mit Nationenpreis der Para-Dressur

Die Teilnehmer der Führzügelklasse in Mannheim - Foto von Rainer Schmidt

Große Resonanz bei Führzügelklasse um den Preis der GBG Mannheim

(pbb) Riesengroße Resonanz: Über 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter zwischen vier und neun Jahren hatten für die Pony-Führzügelklasse WB um den Preis der GBG Mannheim gemeldet, so dass die Prüfung am Sonntagabend in zwei Abteilungen geritten werden musste. In der ersten Gruppe setzte sich Olivia Yockey auf Naomi durch und erreichte eine Wertnote von 8.2, gefolgt von Hanna Völker im Sattel von Sara (8.1) sowie Amelie Seiller mit Exquisit (8.0).

In Gruppe 2 kam Carino Gigolo unter Gesa Krauß sogar auf eine Note von 8.3. Johanna Gräf und Luna (8.1) sowie Mia Sophie Isaak mit Moritz und Paul Schumacher, der Freddy gesattelt hatte, wurden mit jeweils 8.0 bewertet. „Die Begeisterung, mit der die Kinder dabei waren, konnte man förmlich spüren“, freute sich Peter Hofmann, Turnierchef des 53. Maimarkt-Turniers und Präsident des Reiter-Vereins Mannheim, über den engagierten Nachwuchs.

Kinder und Senioren erlebten

spannenden Tag beim Maimarkt-Turnier

Schon fast traditionell sind am vorletzten Tag des Mannheimer Maimarkt-Turniers auf Einladung der Organisatoren und der Caritas Mannheim Kinder und Senioren im MVV-Reitstadion, um sich von den Leistungen der Para Equestrians und der Springreiter begeistern zu lassen. Die Caritas hatte zirka 500 Bewohner und Betreuer auf das Mühlfeld gebracht und damit für Abwechslung im Alltag der Älteren gesorgt. Diese freuten sich bei herrlichstem Wetter über die Stimmung auf dem Turniergelände und im MVV-Reitstadion.

Schülerinnen und Schüler der Hermann-Gmeiner-Grundschule Waldsee bei Altrip – insgesamt rund 60 aus einer 2. Klasse und aus zwei 4. Klassen, begleitet von drei Lehrerinnen und einigen Eltern – waren am Vormittag fasziniert von den Prüfungen der Para Equestrians. Später erlebten einige der Kinder eine Pressekonferenz mit der Paralympic-Kandidatin für Rio, Alina Rosenberg, und der deutschen Equipe-Chefin der „Paras“, Britta Bando, mit. Zum Schluss feierten alle den Sieger Edwin Smits aus der Schweiz, der beim Barrierenspringen um den Preis der Heinrich-Vetter-Stiftung mit seinem Pferd genau zwei Meter überwand.

Hauchdünner deutscher „Para-Sieg“

im Nationenpreis in Mannheim

Mit einem hauchdünnen Vorsprung von gerade einmal 0,169 Prozentpunkten gewannen die deutschen Para-Equestrians beim 53. Mannheimer Maimarkt-Turnier den Nationenpreis – präsentiert vom Team Rio. „Das ist eine ganz tolle Nummer“, strahlte Equipe-Chefin Britta Bando (Hamburg), „damit haben wir alle drei bisher hier ausgetragenen Nationenpreise geholt.“ Doch so knapp war’s noch nie, denn mit 424,730 zu 424,561 Prozent lag Dänemark nur wenig dahinter. „Damit haben wir im Hinblick auf die Paralympics in Rio ein Zeichen gesetzt“, ist sich Britta Bando sicher. Sie dankte Peter Hofmann für sein Engagement für die Para-Reiter und die Möglichkeit, dass sie in Mannheim seit Jahren in das Regel-Turnier integriert seien. Das ist ein sehr schwieriger, aber ein toller Platz, und wer hier überlebt, kann auf jedem Platz der Welt überleben!“

Eifrigste „Prozentsammlerin“ zum Sieg im Nationenpreis war die 24-jährige Alina Rosenberg aus Konstanz, die in Grade 1b am Samstag mit 74,133 Prozent die absolut Beste aller Teilnehmer und mit insgesamt 146,317 Prozent an beiden Tagen eine zweite Bestmarke aufstellte. Dabei hat sie ihren siebenjährigen Oldenburger Wallach Nea‘s Daboun erst seit Januar in Beritt, „dafür hat er sich schon sehr gut präsentiert“. Er habe noch deutlich Potenzial nach oben, so die strahlende Konstanzerin, die mit ihrem Auftritt in Mannheim nun zu den heißesten Anwärterinnen auf einen Platz im deutschen Aufgebot für Rio zählt. In London war sie noch Ersatz-Reiterin, diesmal sollte es klappen. „Ich bin einfach unheimlich glücklich, hier zu sein und wie es gelaufen ist“, wiegelte sie bescheiden ab.

Edwin Smits Sieger im Barrierenspringen

der Heinrich-Vetter-Stiftung

Hopp Schwiiz: Am höchsten „hoppte“ am Montag beim 53. Mannheimer Maimarkt-Turnier der Schweizer Edwin Smits. Beim Barrierenspringen um den Preis der Heinrich-Vetter-Stiftung übersprang er im Sattel des elfjährigen Wallachs Rouge Pierreville als Einziger der 16 Starterinnen und Starter im dritten Stechen exakt zwei Meter. Gemeinsame Zweite wurden mit übersprungenen 1,90 Metern der Belgier Constant van Paesschen und Laurenz Buhl (Pfungstadt), der als „Lokalmatador“ von den Zuschauern ganz besonders stark angefeuert wurde. Van Paesschen hatte den neun Jahre alten Wallach Hamlet v. Donkhoeve gesattelt, „Lausi“ Buhl war mit Lacidos, einem zwölfjährigen Holsteiner Wallach, angetreten.