Reitsport: Die PfingstTurnier-Party kann in Wiesbaden starten

Die weiße Zeltstadt steht und wartet auf die Besucher für das 80. Wiesbadener PfingstTurnier (Foto: WRFC/Schäfer)

Die Boxen stehen, beim Aufbau fehlt nur noch der letzte Feinschliff – der Biebricher Schlosspark ist gerüstet für die große Geburtstagsparty, das 80. Internationale Wiesbadener PfingstTurnier kann beginnen.

„Gestern sind schon einige U25-Dressureiter angereist. Sie schieben zwei Trainingstage mit Disziplintrainer Jürgen Koschel im Biebricher Schlosspark ein“, erklärt Albert Schäfer vom Wiesbadener Reit- und Fahr-Club. „Heute kommt der große Schwung von Reitern und Pferden. Einer der ersten, die anreisen, ist heute Olympiasieger Andreas Dibowski mit It’s Me.“

420 Boxen stehen während des PfingstTurniers zur Verfügung. Sechs feste Stallgebäude mit 84 Boxen, der Rest wurde mit insgesamt zehn mobilen Stallzelten errichtet. „Man merkt, dass das Team sehr eingespielt ist“, freut sich Schäfer, „der Aufbau hat völlig reibungslos funktioniert.“

Vier Wochen vor dem Turnier begannen die Aufbauarbeiten, rund 20 Mitglieder des WRFC sind nahezu rund um die Uhr im Einsatz. 10.000 Meter Stromkabel schlängeln sich durch den Schlosspark, 6.000 Quadratmeter Gummimatten wurden unter den Reitflächen verlegt, 3.000 Meter mobile Trinkwasserschläuche versorgen Reiter, Pferde und Zuschauer. Die Logistik hinter dem PfingstTurnier hat sich über 80 Jahre entwickelt, inzwischen sitzt jeder Handgriff.

Besonderes Augenmerk liegt immer auf dem Reitboden. Der große traditionelle Springplatz und die Strecke der Vielseitigkeitsreiter – beides sind Rasenflächen. „Das Gelände ist noch ziemlich trocken“, erklärt Schäfer. „Noch ist der Boden eher zu hart, aber entweder es wird genug regnen oder wir wässern. Das ist mir aber viel lieber als zu nass. Bei zu nass können wir wenig machen, zu trocken kann abgeholfen werden.“ Der genügend tiefen Verwurzelung des Rasens wurde frühzeitig nachgeholfen. Schon im Herbst vergangenen Jahres und auch noch einmal vier Wochen vor Turnierbeginn wurde mit einer speziellen Maschine sechs bis sieben Zentimeter unter der Grasnarbe Flüssigdünger eingespritzt. So werden die Wurzeln zum Wachsen in die Tiefe angeregt. „Wir stecken noch die letzten Deko-Hecken und sperren die Trasse für die Geländestrecke der Vielseitigkeitsreiter ab“, erklärt Schäfer. „Dann kann es losgehen.“

Zum 80. Geburtstag war auch die Nachfrage der Aussteller besonders groß. Deshalb wurde die ‚Weiße Zeltstadt’ erweitert. Statt der sonst 100 Aussteller, laden in diesem Geburtstagsjahr des PfingstTurniers 120 Aussteller zum Bummeln, Shoppen und Flanieren ein.