Reitsport: Der CHIO Aachen 2016 mit zehn Tagen Sport und Unterhaltung

v.l. Carl Meulenbergh, Marcel Philipp, Christian Ahlmann, Sönke Rothenberger, Frank Kemperman, Michael Mronz und CHIO Aachen-Maskottchen Karli (Foto von CHIO Aachen/ Holger Schupp)

„Für die Top 10 sollte es reichen. Eigentlich denke ich, die Top 5 sind drin. Ehrlich gesagt: die Top 3 wären super.“ Dressur-Shootingstar Sönke Rothenberger hatte die Lacher auf seiner Seite, als er kurz vor Beginn des CHIO Aachen seine Ziele  beschrieb. Mit ihm auf dem Podium: Springreit-Kollege Christian Ahlmann, der 2014 den Rolex Grand Prix, Großer Preis von Aachen, gewinnen konnte.

Traditionell stellen die Organisatoren kurz vor Beginn des CHIO Aachen (8. bis 17. Juli 2016) Zahlen, Fakten und Neuerungen rund um das Weltfest des Pferdesports im Aachener Rathaus vor. Und so informierten der Hausherr, Oberbürgermeister Marcel Philipp, Carl Meulenbergh, Präsident des ausrichtenden Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV), Turnierleiter Frank Kemperman und der Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH, Michael Mronz, gemeinsam mit den Sportlern über die kommenden Tage.

Allen gemeinsam ist die Vorfreude auf den CHIO Aachen: „Anstrengend, aber schön“, so die Kurzfassung von Oberbürgermeister Marcel Philipp, der beobachtet, dass sich die ganze Stadt auf „ihr“ Turnier freut: „Aachen glänzt in den Tagen des CHIO“, so der Oberbürgermeister, der auch um die Bedeutung der Veranstaltung weiß:

„Das ist einfach das Größte, vor diesem Publikum in dieses Stadion einzureiten“, brachte es Ahlmann für die Sportler auf den Punkt. Natürlich erinnert er sich noch bestens an seinen großen Triumph vor zwei Jahren und ebenso natürlich würde er diesen unglaublich gerne wiederholen: „Ich bin topfit, meine Pferde sind in exzellentem Zustand, ich freu mich riesig auf Aachen“, so Ahlmann, der aber nicht nur auf den Rolex Grand Prix schielt, sondern auch auf den Mercedes-Benz Nationenpreis:

Schon im vergangenen Jahr überzeugte der erst 21-jährige Sönke Rothenberger in Aachen. Wie Ahlmann ist auch er von der Atmosphäre in Aachen angetan:

Auf einen Gast freut sich Carl Meulenbergh, Präsident des ausrichtenden Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV) ganz besonders: „Am Freitagnachmittag werden wir Hans Günter Winkler mit einer Gala ehren, auf diesen tollen Sportsmann und die Show ihm zu Ehren bin ich schon sehr gespannt.“

Die Hans Günter Winkler-Gala (15.7., 15 Uhr) ist nicht die einzige Veranstaltung im Rahmenprogramm. Kurz vor der Eröffnungsfeier (Dienstag, 12.7., 20 Uhr) beginnt die traditionelle Media Night, „zu der wir neben zahlreichen Gästen aus Politik, Medien, Sport und Society auch das schwedische Königspaar erwarten“, so Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH. Die Deutsche Sporthilfe hat entschieden, die renommierte „Goldene Sportpyramide“ in diesem Jahr beim CHIO Aachen zu verleihen. So ist der CHIO Aachen eine Veranstaltung mit einer Tradition seit 1898, die sich stetig weiter entwicklet, ohne dabei ihre Seele zu verlieren: „Die DNA des Turniers“, so Mronz, „wird aber immer der Weltklasse-Sport bleiben.“

Denn nichts Größeres gibt es im Reitsport als einmal an der Siegertafel von Aachen zu stehen, hat Hans Günter Winkler einst formuliert. Das versuchen in diesem Jahr 403 Athleten aus 29 Nationen mit 540 Pferden. Die Gesamtdotierung des CHIO Aachen beträgt knapp 2,7 Millionen Euro.  „Erst CHIO, dann RIO“, kommentierte Turnierleiter Frank Kemperman den sportlichen Stellenwert des Turniers in diesem Jahr, denn für viele Nationen ist Aachen die letzte und entscheidende Sichtung für die Olympischen Spiele in Brasilien.

Doch nicht nur sportlich ist das Turnier außergewöhnlich – im Springreiten hat die komplette Top 10 der Welt gemeldet –, auch die Eröffnungsfeier am Abend des 12.7. wird unvergesslich werden: So eine Eröffnungsfeier“, verspricht Kemperman, „hat es beim CHIO Aachen noch nie gegeben.“