Reitmeister Hubertus Schmidt lockt das Deutsche Dressur-Derby nach Hamburg

Reitmeister Hubertus Schmidt kommt nach Hamburg, Foto: Sportfotos - Lafrentz.de

Hamburg – Dass er mit vielen verschiedenen Pferden gut klar kommt und zwar bis in die höchste Klasse hat er mit über 70 Pferden bewiesen. So viele vierbeinige Sportpartner hat Championatsreiter Hubertus Schmidt nämlich alleine in Dressurprüfungen auf Grand Prix Niveau zu Siegen und Platzierungen geritten. Das Almased Deutsches Dressur-Derby ist ihm also durch das Finale mit Pferdewechsel regelrecht auf den Leib geschneidert.

Sie haben 2012 das Dressur-Derby gewonnen, wie finden Sie diese Prüfungsform mit Pferdewechsel?

Hubertus Schmidt: Ich reite den Pferdewechsel unheimlich gerne und finde den Modus toll, deswegen bin ich gerne in Hamburg am Start. Es ist eine ganz besondere Herausforderung, sich in so kurzer Zeit auf ein fremdes Pferd einzustellen und auf diesem Niveau vorzustellen. Natürlich ist es auch reizvoll, die Pferde zuvor im Grand Prix zu beobachten, sich seine Gedanken zum Pferd zu machen und vielleicht auch schon zu überlegen, was man verbessern möchte. Das liegt mir ganz gut und macht mir Spaß.

Sie haben im vergangenen Jahr die allererste Etappe der neuen Dressurserie MEGGLE Champion of Honour gewonnen und dann auch die Gesamtwertung für sich entschieden. Was halten sie von diesem neuen Format?

Hubertus Schmidt: Diese Ehrung war für mich etwas ganz besonderes, vor allem ebendiese erste Station in Hamburg. Ich wusste nämlich vorher gar nichts von dieser neuen Serie und ihrem speziellen Modus. Ich bin also ganz normal abgeritten und habe einfach alles so gemacht, wie ich es immer tue. Mir war ja gar nicht bewusst, dass ich sozusagen unter besonderer Beobachtung stehe. Meine Philosophie in der Ausbildung der Pferde ist, dass die Arbeit beiden - Reiter und Pferd - leicht fallen und Spaß machen soll. Und so wurde meine Art mit Pferden umzugehen anerkannt, das hat mich sehr gefreut.

Sie sitzen seit 45 Jahren im Sattel, vor 28 Jahren haben Sie die erste Grand Prix-Platzierung erlangt und seitdem über 70 Pferde in der Königsklasse in die Ehrenrunde geritten. Wie schaffen Sie es, weiterhin so motiviert zu sein?

Hubertus Schmidt: Die Reiterei macht mir einfach nach wie vor Spaß! Ich habe sicher oft zu viele Pferde zu reiten, aber ich mache es immer noch gerne und ich bilde immer noch gerne Pferde aus. Nimmt man zum Beispiel diese 70 Pferde, die waren ja alle verschieden mit individuellen Stärken und da wird es nie langweilig. Wenn das Ganze dann auch noch so erfolgreich ist, ist es natürlich noch schöner. Aber es ist auch klar, dass ich mir mit 56 Jahren auch Gedanken darüber mache, wie lange ich das wohl noch machen möchte.

Das Derby im TV:

Donnerstag, 5.5. – NDR – Sportclub Live Reiten – 14.30-17.00 Uhr

Freitag, 6.5. - NDR – Sportclub Live Reiten – 15.15-17.10 Uhr

Freitag, 6.5. - NDR – DAS! rote Sofa – 18.45-19.30 Uhr

Samstag, 7.5. - NDR – Sportclub Live Reiten – 15.30-17.30 Uhr

Sonntag, 8.5. - NDR – Sportclub Live Reiten – 14.30 – 16.00 Uhr

Sonntag, 8.5. – ARD – Sportschau Live – 16.30-17.15 Uhr