Reiterspiele in Rio de Janeiro 2016: Unklare Veterinärbestimmungen sorgen für Verzögerung

Weltreiterverband will brasilianisches Ministerium in die Pflicht nehmen

Warendorf (fn-press). Der Reitsport-Weltverband FEI hat auf Medienberichte über eine mögliche Absage der Olympischen Reiterspiele in Rio 2016 reagiert und gibt vorsichtig Entwarnung: Die FEI betont, dass es derzeit nicht zur Diskussion stehe, die olympischen Reiterspiele an einem anderen Ort als Rio auszutragen. Jedoch verzögerten sich die Planungen und Vorbereitungen auf die Wettbewerbe, da von Seiten des brasilianischen Agrarministeriums noch keine konkreten Veterinärbestimmungen sowie Ein- und Ausfuhrkriterien für die Pferde vorliegen.

FEI-Präsident Ingmar De Vos sagte, das Genehmigungsverfahren für die Gesundheitszertifikate habe bisher viel Zeit in Anspruch genommen und sei noch immer nicht abgeschlossen. Dennoch werde auch mit Hilfe von Luiz Robert Giugni, Präsident der brasilianischen Reitervereinigung, Druck auf das Ministerium ausgeübt.

Erst Anfang dieser Woche gab es weitere Gespräche zu diesem Thema und De Vos erwartet nun vom brasilianischen Landwirtschaftsministerium die erforderlichen Zertifikate schnellstmöglich auszustellen. „Deshalb sind wir zuversichtlich, dass unsere Pferde sicher die Hin- und Rückreise antreten dürfen, um an den Olympischen Spielen 2016 teilnehmen zu können. Wir freuen uns auf erfolgreiche Olympia-Reiterspiele in Deodoro im nächsten Jahr."

Dr. Dennis Peiler, Geschäftsführer des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR), sagte, dass eine Absage der Olympischen Reiterspiele in Rio weder von Seiten des Nationalen Olympischen Komitees noch der FEI thematisiert worden sei. „Deshalb werden wir uns weiterhin wie vorgesehen auf die Olympischen Spiele vorbereiten“, so Peiler.