Reining: Grischa Ludwig Vize-Champion auf der ARHA-Futurity in Wiener Neustadt

 

Mit drei Quarter Horses im Finale

(HPV). Im Finale der österreichischen ARHA-Futurity in Wiener Neustadt, zirka 50 Kilometer südlich der Landeshauptstadt Wien gelegen, belegte der Bitzer Professional Grischa Ludwig die Plätze zwei, sieben und acht. „Bisher war das Jahr für mich durch die vielen Siege und Platzierungen sehr erfolgreich“, stellte der Baden-Württemberger nach dem Finale fest und freut sich nun „auf die Weltreiterspiele in der Normandie“, dem saisonalen Höhepunkt.

Nachdem der 40-Jährige im Vorlauf der Open, Level 4, im Sattel des vierjährigen Quarter-Horse-Hengstes „Lil Smokeing Gun“ („Smart Chic Olena“ x „Playguns Smokin“), der von Jim Babcock gezogen wurde und im Besitz von de Bruin Reininghorses aus den Niederlanden steht, mit einer 219,5 die Akzente setzte, musste Grischa Ludwig beim Schluss-Akkord dem Italiener Nicola Cordioli, der „Playboy Snapple“ aufgezäumt hatte, den Vortritt lassen. Zwar zeigte der Hausherr und Trainer vom Schwantelhof im Finale erneut einen klasse Ritt und steigerte sich um 4,5 Punkte auf eine 223, doch die von Cordioli vorgelegten 225,5 Zähler konnte der WM-Fünfte von 2010 nicht toppen.

„Ich hatte einen Überdreher in meinem Lauf. Aber auch ohne diesem Patzer glaube ich nicht, dass ich an Nicola vorbeigekommen wäre“, sagte fairerweise der Vize-Champion. Francesco Martinotti (Italien, 221,5) mit „Fancy Revolution“ wurde auf Rang drei platziert. Mit Natalie Schaffner Hirschis (Schweiz) „Whiza Streak Of Luck“ und einer 214 wurde der Trainer im Endklassement von den Juroren zudem auf dem achten Platz eingereiht. „Schade. Ein Wechselfehler und Penalty verhinderte eine höhere Wertung“, erklärte Ludwig.

Für den Endlauf bei den dreijährigen Pferde hatte sich Grischa Ludwig mit „SL Customized Grace“ (Besitzerin: Adrienne Speidel, Schweiz) und einem 213er-Score qualifiziert. Trotz einer 218er-Wertung im Finale reichte es für die Reiter-Pferd-Kombination in der Endabrechung lediglich zu Platz sieben. „Mit der Leistung war ich trotzdem sehr zufrieden, denn wir haben den Fokus auf andere Wettbewerbe gelegt. Das Pferd habe ich mitgenommen, damit es Erfahrungen sammeln konnte“, sagte der Chef vom Schwantelhof. Diese Platzierung musste sich der deutsche WM-Teilnehmer allerdings mit Stefano Cerutti mit „Star Whiz It“ und Francesco Martinotti (beide Italien) auf „DJ Ruf“ teilen.

Mit diesen großartigen Leistungen bestätigte der deutsche Vorzeige-Reiner erneut, der bei den Weltreiterspielen mit „Custom Del Cielo“ die deutschen Farben vertreten wird, seine beachtliche Form. Unter anderem gewann Grischa Ludwig im vergangenen Jahr Mannschaftsgold – und im Einzel die bronzene Plakette bei der FEI-Europameisterschaft in Augsburg. Anno 2014 siegte er in der NRHA-Breeder’s-Futurity und im Derby. Außerdem wurde der Schwabe mit dem „Smart Chic Olena“-Sohn „Lil Smokeing Gun“ überlegener Jackpot-Open-Champion beim LQH-Reining-Masters in Bitz.

Der WM-Zeitplan Westernreiten:

Am Donnerstag wird das Pferd im Auftrag vom DOKR (Warendorf) von der Spedition Johannsmann (Gütersloh), mit 15 Transportern Europas größtes Pferdetransport-Unternehmen, auf dem Schwantelhof verladen. Gleichzeitig wird sich auch das LQH-Team auf den Weg in die Normandie machen. Der Mannschaftswettbewerb findet am 25. und 26. August 2014 statt. Die besten Reiter werden dann am 30. August zum Einzelfinale antreten.

Foto von © Dirk Büttner: Grischa Ludwig mit Lil Smokeing Gun