Preis der Besten Vielseitigkeit Marbach 2015: Emma Brüssau verteidigt Titel

Schriesheimerin wiederholt Vorjahreserfolg nun auch in Marbach

Marbach (fn-press). Während die Nachwuchsdressur- und Springreiter in Warendorf um den Titel der „Besten“ an den Start gingen, trugen die Ponyvielseitigkeitsreiter ihren Preis der Besten im Rahmen des CCIP2 in Marbach aus. An Platz eins änderte sich dadurch allerdings nicht, denn an Vorjahressiegerin Emma Brüssau (Schriesheim) kam auch auf der Schwäbischen Alb keiner vorbei.

Von Anfang an gab Emma Brüssau, die gerade auch das CCIP2 in Oudkarspel gewinnen konnte, den Ton an. Zwar musste sie in der Dressur noch mit Platz zwei vorlieb nehmen, rückte aber im Gelände dank einer Nullrunde auf die Spitzenpostion auf. Der Abstand auf die Französin Melissa Prevost mit Podeenagh Aluinn war allerdings knapp und diese blieb auch im abschließenden Parcours fehlerfrei (45,0). Da hieß es noch einmal Nerven bewahren. Doch Emma Brüssau ließ sich nicht beirren, machte keinen Fehler und sicherte sich mit 43,3 Minuspunkten den Sieg und den damit verbundenen Ehrenpreis: einen Elektroroller. „So einen wollte sie schon gewinnen, als sie in Marbach noch als Meldereiterin unterwegs sein“, berichtete ihre Mutter Simone Brüssau lachend.

Zweite im Preis der Besten und Dritte in der internationalen Wertung wurde die erst 13-jährige Jana Lehmkuhl aus Voerde. Sie saß im Sattel des neunjährigen westfälischen Ponys On Top, der wie das Siegerpony Rocky den Hengst Oosteinds Ricky zum Vater hat. Lehmkuhl, die im vergangenen Jahr auch am Bundesnachwuchschampionat der Ponydressurreiter teilnehmen durfte, punktete mit einer guten Dressur und einem fehlerfreien Springen. Lediglich im Gelände war sie etwas zu langsam. Die bedeutete einen Endstand von 51,5 Minuspunkten und Platz vier in der internationalen Wertung. Fünfte im CCIP2 wurde mit 51,7 Minuspunkten die 15-jährige Anja Schöniger aus Lengenfeld mit Charlie.

„Ich habe mir die Prüfung genau angesehen. Insgesamt wurde sehr ordentlich geritten“, sagte Hans Melzer. Der Cheftrainer der Vielseitigkeitsreiter musste allerdings auch feststellen: „Für viele war es das erste Mal, in so einer hügeligen Landschaft zu galoppieren. Da machte sich auch schon mal die fehlende Kondition bemerkbar, auch am nächsten Tag im Springen.“