Pferdezucht-News: Hengstleistungsprüfung - Änderungen für 2013

Warendorf (fn-press). Seit 2011 werden die zukünftigen Vererber nun schon nach der neu reformierten Hengstleistungsprüfung (HLP) beurteilt. Auch das zweite Jahr mit neuem System verlief erfolgreich. Optimierungsmöglichkeiten gibt es aber nach wie vor. Zum Ende des Jahres beschlossen die Zuchtverbände jetzt neben redaktionellen Anpassungen auch einige Änderungen in den Richtlinien der HLP.

Die Anmeldeschlüsse enden jetzt an den entsprechenden Tagen immer um 18 Uhr und nicht wie bislang um Mitternacht. Dieses ermöglicht es den Anmeldern bis zum Ablaufen der Frist, hilfreiche Tipps bei den Mitarbeitern der FN-Geschäftsstelle zu erfragen. Bei der Anlieferung des Hengstes muss ein Laborattest vorliegen, welches belegt, dass der Hengst kein Ausscheider der Equinen Virusarteritis ist. Das kann entweder mittels eines Spermanachweises (maximal 120 Tage alt) oder mittels Blutprobe nachgewiesen werden. Bislang durfte die betreffende Blutprobe maximal sieben bis zehn Tage vor der Prüfung entnommen werden. Diese Frist wurde auf sieben bis vierzehn Tage verlängert. „Hier gab es oft Probleme, weil manche Labore mehr Zeit benötigt haben und die Ergebnisse nicht rechtzeitig da  waren“, erklärt Katrin Tosberg, die bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) für die Koordination der HLP zuständig ist. Eine weitere Änderungen ist, dass die Gewichtungsfaktoren zur Berechnung der „gewichteten Gesamtnote", der „dressurbetonten Endnote" und der „springbetonten Endnote" für den 30- und den 70-Tage Test überarbeitet und angeglichen wurden.

Im vergangenen Jahr wurden 485 Hengste angemeldet und 365 haben ein Prüfungszeugnis erhalten. Ein Jahr zuvor waren es 529 angemeldete und 388 geprüfte Hengste. Waren es 2011 noch zehn 30-Tage-Tests und zehn 70-Tage-Tests, so kamen 2012 nur noch 18 Prüfungen zustande. „Für 2013 haben die Prüfungsstationen das Angebot an Prüfungsdurchgängen weiter reduziert – das ist durchaus im Sinne des Systems“, so Tosberg. „Es gab in den vergangenen Jahren einige Prüfungen, bei denen die Mindestanmeldezahl nur knapp erreicht wurde, so dass die Anzahl gemeinsam geprüfter Hengste recht klein war.“      evb