Pferdezucht: Großartige Hengstpräsentation der Station Maas J. Hell

Erst drei Jahre alt und unglaublich nervenstark - Central Park von Casall mit Lisa Kowalski bei der Eröffnung der Hengstpräsentation. (Foto: Stefan Lafrentz)

Stationseigner Herbert Ulonska mit Achaz von Buchwaldt und Harm Sievers mit den vierbeinigen Stars der Station Maas J. Hell, dem Schimmelhengst Calido I und dem braunen Lassergut Cash and Carry. (Foto: Stefan Lafrentz)

(Klein Offenseth) Die Anziehungkraft war groß: die Hengstpräsentation der Station Maas J. Hell  lockte Besucher aus dem In- und Ausland nach Klein Offenseth und sorgte für Fülle auf der eigens aufgebauten Tribüne und im an die Reithalle angeschlossenen Bewirtungszelt. Insgesamt 12 Hengste, vom 25 Jahre alten Star Calido und dem 15-jährigen Athleten  Acodetto bis zu den beiden Youngsten, den gerade mal dreijährigen Prämienhengsten Central Park und Caspian, zeigte die älteste private Hengststation Schleswig-Holsteins in einer rund anderthalbstündigen Vorstellung an der Hand, unter dem Reiter und im Freispringen. Rund 1.800 Zuschauer drängten sich zeitweilig in der Abreitehalle und im Zelt.

Central Park begeistert

Mit einem echten Coup wurde die Hengstschau eröffnet, denn der Reservesieger der Holsteiner Körung 2015, der Casall-Contender-Nachkomme Central Park, galoppierte unter Lisa Kowalski  samt großer Holsteiner Fahne durch die Halle. Der smarte Rappe konnte bereits bei der Körung als Reservesieger überzeugen und zeigte sich Monate später leistungsbereit und locker unter dem Sattel. Mit Caspian aus der Zucht und dem Besitz von Dr. Hansjoerg Andresen steht den Züchtern zudem ein weiterer Prämiensieger der Holsteiner Körung zur Verfügung - beide Junghengste zeigten sich in bester Verfassung und altersgerecht ausgebildet.

Abwechlungsreiche Präsentation

Ein Wiedersehen barg die Präsentation mit dem jungen Casall-Sohn Conditus, der einen hervorragenden Veranlagungstest absolviert hat und sich unter Dirk-Heiner Strobel als hochveranlagtes Springpferd präsentierte. Der junge Calinello erwies sich ebenso als „Hingucker“ wie die arrvierten Hengste Calido I, Lassergut Cash and Carry und der im Januar vom Holsteiner Verband anerkannte Selle Francais-Hengst Hym d`Isigny, der sich mit seinen 21 Jahren frisch und putzmunter unter dem Sattel präsentierte. Mit Lentini hält die Station Hell einen international sportiven Vertreter der Holsteiner L-Linie bereit, dessen Nachkommen in der Kategorie „Sorglospaket“ rangieren, weil sie nicht nur über Vermögen, sondern auch über allerfeinste Umgangformen verfügen.

Wie prägend die Hell-Hengste sich vererben, das verdeutlichten die Video-Einspielungen der jüngsten Weltcup-Erfolge. Acodettos Sohn Acovaro gewann unter Ales Opartny in Dubai die Weltcupqualifikation, PSG Future von Lassergut Cash and Carry gelang Gleiches in Zürich unter Pius Schwizer. Beide Erfolge sind gerade mal eine Woche alt.  Eigens aus dem Haupt- und Landgestüt Neustadt-Dosse war der Elite Hengst Quaterback mit Landstallmeister Uwe Müller nach Klein Offenseth zur Hengstpräsentation gekommen. Der imposante Fuchs verkörpert allerfeinstes Dressurblut und ist über die Station Maas J. Hell exklusiv für die Holsteiner Züchter zu beziehen.

Mit Harm Sievers und Achaz von Buchwaldt holte Stationseigner Herbert Ulonska zwei versierte und in der Zucht wie im Sport gleichermaßen bewanderte Kommentatoren zur Hengstpräsentation, die anschaulich die Blutführung und den jeweiligen Wert für den späteren Sporteinsatz erläuterten.