Pferdezucht: Gelungene Premiere des neuen Auktionsformats in Verden

Preisspitze Cedane C kostete 72.000 Euro

Verden. Mit einem dynamischen Verlauf und einem Spitzenpreis von 72.000 Euro für das Springtalent Cedane feierte die Verdener Auktion im März eine rundum gelungene Premiere. Erstmals wurden im März in Verden Hannoveraner für alle Ansprüche - vom Elite-Pferd bis zum zuverlässigen Partner für ambitionierte Freizeitreiter - angeboten. Komplettiert wurde das qualitätvolle Angebot durch eine ausgesuchte Kollektion früh geborener Fohlen, die großen Anklang fand. Für den Höchstpreis von 64.000 Euro wurde ein Finest-Sohn an einen namhaften Hengstaufzüchter versteigert.

Im spannenden Bieterduell um den Cornado I/Florestan-Sohn Cedane C (Z. u. Ausst.: Christine Düstersiek, Vlotho-Exter) erhielt am Telefon ein renommierter Springstall aus Nordrhein-Westfalen bei 72.000 Euro den Zuschlag. Der großlinige Braune hatte bereits bei den Präsentationen über dem Sprung überzeugt. Der Westfale ist Vertreter des Hannoveraner Stutenstammes der Abisunda, aus dem neben etlichen hocherfolgreichen Springpferden der Stempelhengst Ramiro hervorgegangen ist.

Bestbezahlte Offerte für das Viereck war der Bonifatius/Don Vino-Sohn Bourbon (Z.: Guido Meyer, Meppen, Ausst.: Antonius Schulze-Averdiek, Rosendahl). Der braune Beau wurde nach ausdauerndem Bieterduell für 62.000 Euro an den Dressurausbilder Wolfgang Schmitz-Heinen verkauft. Der Zufall wollte es, dass mit Wells Fargo ein Dressurpferd den Titel der Auktionsbroschüre schmückte, das 2006 den Weg in den Käuferstall des Spitzenpferdes angetreten hat. Neben weiteren Auktionskäufen ist dies ein gelungener Beleg für gute Kundenbeziehungen.

Insgesamt erhielten 70 Reitpferde den Zuschlag bei einem Durchschnittspreis von 18.329 Euro. Gut die Hälfte, nämlich 39, werden Deutschland verlassen. Am stärksten waren Käufergruppen aus den USA vertreten, die sich 13 Talente sicherten. "Das Preisgefüge hat gezeigt, dass das neue Auktionskonzept gut angenommen wurde. Wir hatten Elite-Pferde in der Auktion, die entsprechend bezahlt worden sind, genauso wie Pferde für unsere ambitionierten Freizeitreiter. Genau diese Mischung wünschen wir uns und genau diese haben wir erreicht", zog Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener das Fazit der Premierenveranstaltung.

Die 38 Fohlen fanden für durchschnittlich 7.595 Euro neue Besitzer. Einen Traumstart legte dabei der Privatbeschäler Finest hin, der mit seinem Sohn Frenchtown (Z. u. Ausst.: Claus Quast, Hamburg) gleich mit seinem ersten Fohlenjahrgang die Preisspitze von 64.000 Euro stellte. Der bewegungsstarke Braune,der aus einer Diamond Hit-Mutter gezogen ist, begeisterte mehrere Hengstaufzüchter und wurde am Telefon nach Österreich verkauft wurde. "Die Kollektion der Fohlen war größer als bei der Elite-Auktion im vergangenen April. Das hat mit der neuen Auswahlstruktur zu tun. Über dieses Lot habe ich mich sehr gefreut - die Qualität stimmte, ebenso wie die Pedigrees, das Auftreten und die Optik", sagte Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener.

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