Pferdesport-News vom 26.12.2012 mit Springreiten, Dressurreiten, Pferdesteuer, Danedream, Kaltblut

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Reitturnier Gahlen 2013: Inklusive Nummer 1

Letzten Montag hatte Christian Ahlmann bekanntlich Geburtstag und wurde 38 Jahre alt. Als nahezu frischer Familienvater wird er die Zeit um den Jahreswechsel bestimmt fast nur auf den Rücken zahlreicher Springpferde verbringen. Wie jetzt bekannt wurde, startet die Nummer 1 der Weltrangliste am ersten Januarwochenende in 2013 beim Reitturnier in Gahlen.  Da bleibt für das Familienleben nur wenig Zeit...

Vermutlich wird Ahlmann in Gahlen dem Nachwuchs eine Chance geben und sich mit jüngeren Pferden zeigen. Für das beliebte Turnier ist es das erste Mal, dass ein führender Reiter der Weltrangliste in Gahlen startet.

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London: Abschied für

 

 

Carl Hester von Uthopia

In London war es nun endgültig so weit. Carl Hester und Uthopia hatten den letzten gemeinsamen sportlichen Auftritt. Der 11jährige, gekörte KWPN-Hengst sollte bereits nach Olympia verkauft werden. Nur die zeitweilig ungeklärten Eigentumsverhältnisse mussten noch rechtlich geklärt werden. Deswegen durfte das Paar auch nicht außerhalb des britischen Empire starten. Bis der neue Besitzer den Stall hergerichtet hat, wird Uthopia auf der Anlage von Hester in Gloucestershire verweilen. Wer den Hengst erwirbt, ist noch nicht bekannt.

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Valegro: Zukunft nicht klar

Wenn es nach den Besitzern Carl Hester und Roly Luard ginge, soll für Valegro schon im Januar 2013 ein neuer Besitzer gefunden werden. Dieser soll dann die Hälfte der Anteile des Pferdes halten. Nur so kann erreicht werden, dass Charlotte Dujardin das derzeit beste Dressurpferd der Welt weiter reiten kann.

Die britischen Dressurfans betrachten die Angelegenheit unterdessen als nationale Aufgabe und forderten bereits im Netz das Königshaus auf, das Pferd zu erwerben. Außerdem sind Spendenkampagnen geplant, um das Dream Team zu erhalten. Hester prognostizierte vor Journalisten für die nächsten Jahre „noch viele Goldmedaillen“. Bis jetzt entsprachen die Angebote aber so gar nicht den Vorstellungen der Besitzer.

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Bad Sooden-Allendorf: Politiker-Protest

Aus Protest gegen die Einführung der Pferdesteuer in Bad Sooden-Allendorf ist die CDU-Stadtverordnete Christa Niemann in den Reit- und Fahrverein Bad Sooden-Allendorf eingetreten. Die Tochter von frau Niemann reitet selbst. Was Mutter Niemann mit dieser Aktion erreichen will, ist nicht bekannt. Zur Weihnachtsfeier beschenkte die Politikerin den Verein schon mal mit einer Geldspende.

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Schwalm-Eder-Kreis in Hessen:

 

 

CDU-Kreistagsfraktion gegen  Pferdesteuer

Der landwirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion Schwalm-Eder, Matthias Wettlaufer, lehnt die Einführung der Pferdesteuer im Namen seiner Fraktion ab.

In der Presseerklärung der Partei heißt es dazu:

„Eine Pferdesteuer würde vor allem die vielen Freizeitsportler treffen, die ohnehin schon mit Kosten für Unterbringung und Pflege der Tiere belastet sind. Pferdesport ist kein Luxus, sondern eine Tradition, die als Breitensport gelebt wird und gerade Kindern und Jugendlichen Werte vermittelt, die nicht an finanziellen Erwägungen scheitern dürfen. Ein Pferd ist kein Sportgerät wie ein Fußball oder ein Snowboard, sondern ein Lebewesen, das in besonderer Weise Zuwendung und Betreuung braucht. Gerade der Reitsport vermittelt dem Nachwuchs, dass man sich um Tiere kümmern muss und sie mit Verantwortung behandeln muss  …  Aber auch die kommerziellen Pferdebesitzer würden zu Unrecht belastet werden. Pferde erfüllen sowohl in der Landwirtschaft, aber auch in der Psycho- und Verhaltenstherapie eine wichtige Funktion. Gerade aber die Reitvereine leisten einen wichtigen Beitrag zur Kinder- und Jugendarbeit, die gefährdet wäre, wenn eine Pferdesteuer eingeführt würde.  Es kann nicht sein, dass die positiven Aspekte des Pferdesports gefährdet werden aufgrund fiskalischer Überlegungen. Hier muss man an die Verantwortlichen appellieren, eine solche Satzung abzulehnen“ so die Parteimitglieder Weinmeister und Wettlaufer.

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Danedream: Ende der Galopperkarriere

Der Traum ist aus für unsere Danedream. Das Märchen der stolzen, deutschen Stute, die für ein Butterbrot gekauft, entdeckt und berühmt wurde, ist nun zu Ende gegangen. Danedream wird keine Galopprennen mehr bestreiten. Die 4jährige steht wegen der Quarantäne zwar noch in Köln, ist aber bereits an die Zucht des Japaners  Teruya Yoshida verkauft worden.

Fast vier Millionen hat Danedream an Prämien eingefahren und ist damit das erfolgreichste deutsche Sportpferd. Noch gehört sie zur Hälfte dem Japaner und dem Gestüt Burg Eberstein von Familie Volz aus dem badischen Achern.  Mit Beginn des neuen Jahres ist Teruya Yoshida der alleinige Besitzer. Er will Danedream ausschließlich zur Zucht einsetzen.

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11. Mecklenburger Kaltbluttreffen 2013:

 

 

Vorbereitungen laufen

Vom 10. bis 12. Mai 2013 findet in Bad Doberan auf der Galopprennbahn das 11. Mecklenburger Kaltbluttreffen statt. Schirmherr der Veranstaltung wird der Bürgermeister von Bad Doberan sein. Die Organisatoren verfolgen nach wie vor das Ziel, die Kaltblutzucht im Norden Ostdeutschlands zu erhalten. Dafür haben die Vorbereitungen der verschiedenen Vereine und Träger der Veranstaltung bereits begonnen.

An den drei Tagen werden verschiedene Wettbewerbe im Fahr- und Reitsport sowie jede Menge Showeinlagen und Zuchtschauen zu erleben sein. Der Eröffnungstag steht im Zeichen der Familie und soll besonders die Kinder ansprechen:

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