Pferdesport – News vom 19.01.2013 mit Weltcup, Springreiten, Pferdesteuer, Weltreiterspielen

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Lausanne: FEI verhindert Weltcup-Finale 2015 in 2015

Wie die FEI vor einigen Tagen mitteilte, werden die Finals im Weltcup Springen und Dressur im Jahre 2015 nicht in Guadalajara ausgetragen. Die mexikanischen Organisatoren sind offensichtlich nicht in der Lage, die vereinbarten Anforderungen zu erfüllen, stellte die FEI in der letzten Woche fest. Erst im Juni des letzten Jahres wurde die Millionenstadt von den Funktionären in Lausanne als Austragungsort der Endrunden auserkoren.  Mittlerweile hängen die Ausrichter dem Zeitplan aber so uneinholbar hinterher, dass die FEI die Notbremse zog. Nutznießer ist Mitbieter Las Vegas, das nun automatisch zum Zuge kommt.

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Basel gegen Zürich: Wer gewinnt?

In der Schweiz tobt ein von den Medien initiierter Kleinkrieg um die Vorherrschaft in Sachen Reitsportveranstaltung. Basel konkurriert hier mit Zürich, obwohl Basel nur etwa halb so viel Zuschauer hat und geschichtlich gesehen auch jünger ist.

Vize-Präsident Christoph Socin stellte deshalb unlängst auch ernüchternd fest: „Die breite Öffentlichkeit nimmt uns noch nicht wahr!“

In Basel setzt man eher auf den Sport und in Zürich auf Show und Glamour. Socin dazu: „Wir setzen nicht auf Schickimicki!“ Ludger Beerbaum indessen gab Basel schon mal 98 von hundert möglichen Punkten.

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Zu spät: Junge Liberale gegen Pferdesteuer

Die Jungen Liberalen Rheingau-Taunus in Hessen stellen sich geschlossen gegen die Pferdesteuer. Unter der Überschrift „Mit Galopp ins Haushaltsloch“ sprechen die Nachwuchspolitiker von fehlendem Verständnis für die Haushaltspolitik und machen eine falsche Wahrnehmung der Pferdebesitzer durch die Parlamentarier für die Erhebung der Steuer verantwortlich.

Reiterin  und Vorstandsmitglied der Jungen Liberalen im Rheingau-Taunus Anna Chalupa-Albrecht kritisiert die Vorgehens- und Denkweise in manchen hessischen Kommunen und verweist auf die vielen gesellschaftlichen Aspekte des Reitens von der Therapie bis zum Breitensport.

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Nächste Runde: "Unser Stall soll besser werden"

Die Reiter Revue und die FN rufen seit nunmehr zwanzig Jahren zum nationalen Wettbewerb „Unser Stall soll besser werden“ auf. Wie die Veranstalter mitteilten, geht es auch in diesem Jahr wieder um die Schaffung oder Verbesserung von artgerechten Lebensbedingungen für Pferde. Teilnehmen können Vereine, Betriebe und private Ställe mit mehr als zehn Pferden, die seit mindestens einem Jahr einen neugebauten, rennovierten oder modernisierten Stall betreiben. Die Bewerbungsfrist geht bis zum 31. Mai 2013.

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Kanada bietet für Weltreiterspiele 2018

Im Februar tagt die FEI-Evaluierungskommission in Vorbereitung der Weltreiterspiele 2018. Zu den Bietern gehört nun offiziell auch das kanadische Bromont. Im Jahre 1976 war Bromont schon einmal Austragungsort der Reiterwettbewerbe der Olympischen Spiele. Die entgültige Entscheidung wird aber erst im Juni gefällt.

Überraschung am Rande: Wien hatte sich eigentlich im Vorfeld für die Austragung des Events stark gemacht, aber seine Bewerbungsunterlagen bis zum Ende der Frist nicht abgegeben. Zu Gunsten von Wien hatte vorher bereits Budapest auf die Teilnahme am Bieterverfahren verzichtet.

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