Pferdesport – News vom 17.12.2012 mit Pferdesteuer, Pferderennen, Dressurreiten, Helmpflicht

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Pferdesteuer in Hessen: Offenbar auf Empfehlung der Landesregierung

Das hessische Ministerium der Finanzen unter schwarz-gelber Führung sieht in der Pferdesteuer eine sehr gute Möglichkeit, um die Kommunen finanziell zu entlasten. In einem internen Papier der Koalition soll davon gesprochen werden, dass die Pferdesteuer als „besonders geeignet“ angesehen wird, so der der SPD-Landtagsabgeordnete Torsten Warnecke.

Wie viel politisches Kalkül tatsächlich von beiden Seiten dahinter steckt, kann man an dieser Stelle wohl nicht genau sagen. Dass die Parteien, deren Vertreter für die angehäuften kommunalen Schulden verantwortlich sind, nun händeringend nach Möglichkeiten suchen, um unter den Schutzschirm des Landes zu kommen, ist die logische Schlussfolgerung für viele Politiker.

Die Einführung der Pferdesteuer ist in Hessen ohne große Probleme möglich, wie man sieht und auch die Deutsche Reiterliche Vereinigung wird wohl wenig dagegen tun können.

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Krefelder Pferderennen: Die Termine für 2013 stehen

Trotz der schmerzhaften Kürzungen in Nordrhein-Westfalen durch die dortige Landesregierung wird es auch im Jahre 2013 Pferderennen in Krefeld geben. Die Termine für die Renntage sind 17.3., 21.4., 26.5., 15.6., 14.7. und 3.11. 2013.

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Galopprennen in Neuss: …finden ebenfalls statt

Auch hier wurden die Zuschüsse gestrichen und ähnlich wie in Krefeld ist der Rennbetrieb für bis zum 03. März 2013 erst einmal gesichert. In Neuss will man sich für die Zukunft noch etwas einfallen lassen, wie Vereinspräsident Vogel gegenüber Medienvertretern bekannt gab. Die Zeit drängt allerdings, denn bis dahin sind es nur noch schlappe drei Monate. Die Landesregierung hatte erst vor einigen Tagen ohne jegliche Vorankündigung die Mittel für das kommende Jahr gestrichen und damit die Rennvereine in arge Bedrängnis gebracht.

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Charlotte Dujardin und Valegro: Neuer Weltrekord

In London passierte das seit einiger Zeit erwartete und nun eingetretene Wunder: Der Weltrekord von Edward Gal und Totilas wurde gebrochen. Schuld daran sind mit 84,447 Prozent Charlotte Dujardin und Valegro.

Dabei lagen die Wertungen der Richter beim CDI-W London zwischen 81,596 und 87,128 Prozent führten am Ende zu dem Rekordergebnis. Die 76,362 Prozent von Isabell Werth und Don Johnson als Zweitplatzierte sehen dagegen leider nicht ganz so glänzend aus. Trotzdem war die Leistung des deutschen Paares sehenswert und lässt für die Zukunft hoffen.

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Tierheim in Hessen: Zwei Pferde angebunden

Im nordhessischen Eschwege staunte man vor einigen Tagen nicht schlecht. Die Mitarbeiter entdeckten vor dem Gebäude zwei Pferde, die dort offensichtlich in der Nacht jemand festgebunden hatte. Das Großpferd und ein Pony, beide in sehr guter Verfassung, standen mit Decken vor dem Tierheim. Den ersten Hunger stillten die Mitarbeiter mit Heu, dass eigentlich für die Nager des Heims vorgesehen war. Vermutet wird, dass die drohende Pferdesteuer in Hessen den Besitzer zu diesem Schritt bewogen hat.

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FEI: Für mehr Sicherheit im Pferdesport

Die FEI startete jüngst eine Medienkampagne für die Sicherheit im Pferdesport. Es geht um die Verwendung von Sicherheitshelmen. Die Aktion startet zwei Wochen vor der verbindlichen Einführung der neuen FEI-Regelungen zur Helmpflicht.  Dabei geht es vorerst nur um Veranstaltungen der FEI. Trotzdem soll die Kampagne auch den nationalen Verbänden Gelegenheit zum Umdenken geben.

Dressurfreunde müssen keine Angst haben. Mal abgesehen von der Para-Dressur, wo der Helm Pflicht ist, müssen ansonsten Reiterinnen und Reiter über 18 Jahren auf Pferden, die mindestens sieben Jahre alt sind, keinen Helm tragen. Da geht auch Zylinder oder Melone.

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Biebertal in Hessen: Pferdesteuer in Diskussion

Das Feuer breitet sich aus in Hessen. In der Gemeinde Biebertal existiert ein Haushaltssicherungskonzept, in dem auch die Einführung der Pferdesteuer eine Rolle spielt. Bei einem Defizit von 1,18 Millionen Euro für das Jahr 2013 werden für die Sanierung des Haushalts Wege gesucht, um neue Geldquellen zu erschließen. DaZU GEHÖREN AUCH DIE Errichtung neuer Blitzerlagen und die Schließung von Standorten der Freiwilligen Feuerwehr.

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