Pferdesport – News vom 08.06.2012 mit Schenkelbrand, Hauptgestüt Graditz, Aachen und Brieselang

 

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Landwirtschaftsminister Till Backhaus:

In der Klemme zum Thema Schenkelbrand

Der Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) steckt ein wenig in der Klemme. Backhaus befindet sich zur Zeit zwar in den Flitterwochen, seine Partei muss sich aber in Sachen Schenkelbrand positionieren. Backhaus ist ein bekennender Pferdefreund und als solcher auch für den Erhalt des Schenkelbrandes. Das sieht seine Partei und mittlerweile auch das schwarz-gelbe Bundeskabinett anders. Nur der Koalitionspartner CDU im Schweriner Landtag ist gegen das Verbot. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) will bis Anfang Juli eine Entscheidung treffen, berichten verschiedene Medien. Dann kann sich Mecklenburg-Vorpommern im Bundesrat eindeutig positionieren.

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Hauptgestüt Graditz:

Vortrag zur 325-jährigen Geschichte

Der Leiter des Hauptgestütes Graditz Steffen Bothendorf wird am 11. Juni ab 19.00 Uhr einen Vortrag halten. Im Zuge des geplanten Gespräches des Kentmann-Vereins der Kleinen Galerie findet die Veranstaltung in Torgau in der Schlossstraße 11 statt. Der Autor eines Buches über die Pferdezucht in Torgau gab seinem Vortrag den Titel „Hauptgestüt Graditz - 325 Jahre Gestütspferdezucht“.

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Europameisterschaften Pferdesport 2015:

Heute fällt die Entscheidung in Lausanne

Nach den äußerst erfolgreichen und hervorragend organisierten Weltreiterspielen 2006 hat sich Aachen erneut für ein Großevent beworben. Es geht um die Europa-Meisterschaften im Pferdesport im Jahre 2015. Als Aachen seine Bewerbung angekündigt hatte, zog sich der ärgste Konkurrent Rotterdam sofort zurück. Heute entscheidet die FEI in Lausanne über die Vergabe der EM in drei Jahren. Der Aachen-Laurensberger Rennverein beweist Jahr für Jahr seine Kompetenz und hat mit dem CHIO wahrscheinlich Aachen sowieso schon zum Mittelpunkt des Pferdesports in der Welt gemacht. Da wäre eine EM keine große Herausforderung. Für dieses Event sollten aber einige Neuerungen ins Spiel kommen. Die Aachener sind in fünf Disziplinen die einzigen Bewerber, wollten aber noch mehr: Neben dem Springen, der Dressur, der Vielseitigkeit, dem Gespannfahren und dem Voltigieren soll endlich auch das Reining einen angemessenen Platz erhalten. Also auch das Westernreiten bekommt einen würdigen Rahmen der längst fällig war. Nur in der Vielseitigkeit gibt es weitere Bewerber aus Großbritannien, Belgien, Holland und Polen. Die Spannung steigt also heute.

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Reit- und Fahrturnier Brieselang:

Rekordverdächtige Teilnehmerzahlen

Geht es denn noch größer? Der RFV Brieselang richtet ab heute sein bekanntes und gleichermaßen beliebtes Reit- und Fahrturnier am nordwestlichen Stadtrand von Berlin aus. Im letzten Jahr waren mehr als 1.200 Starts registriert worden. Wie aus Vereinskreisen zu hören ist, könnte sich die Zahl der Starts inklusive Nachnennungen auf bis zu 1.500 erhöhen. Das wäre dann Rekord und der Beweis für den hohen Stellenwert der Veranstaltung in der Region. In Brieselang sind Wettbewerbe im Springen, in der Dressur und im Fahrsport auf dem Programm. Besonders die Fahrwettbewerbe sind in jedem Jahr ein Anziehungspunkt. Neu ist in diesem Jahr das Dämmerungsfahren am Samstag ab 20.45 Uhr auf dem Springplatz. Im Anschluss startet das Springen der Klasse A** mit Siegerrunde unter Flutlicht.

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