Pferdesport – News mit Springreiten, Parzival, Olympia, Isabell Werth

 

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Olympia für deutsche Springreiter:

Sommerstorf ist vor Aachen

Nach dem Sieg von Carsten-Otto Nagel auf seinem Pferd Corradina beim Großen Preis in Sommerstorf und dem zweiten Platz von Janne-Friederike Meyer auf Holiday by Solitour zeigten beide gegenüber den Medien eine breite Brust und drängten sich in den olympischen Vordergrund. Sommerstorf ist ja noch nicht Aachen und trotzdem haben Meyer und Nagel unmissverständlich erklärt, dass sie in Olympia-Form sind. Sicher sind die beiden Platzierungen von Sommerstorf ein Indiz für eine gute Form, geben aber Bundestrainer Otto Becker noch keinen Grund, sich vorschnell zu entscheiden. Nagel wird am nächsten Wochenende beim CHIO in Rotterdam  wieder mit Corradina starten und erneut versuchen, seine Topform unter Beweis zu stellen. Otto Becker hingegen glaubt noch nicht an einen optimalen Trainingszustand nach der langen Pause wegen einer Zahnverletzung der Stute.

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Was ist mit Parzival los?

Cornelissen startet auch nicht in Rotterdam

Nach der überraschenden Absage von Adelinde Cornelissen für die holländischen Meisterschaften vor einigen Tagen wegen angeblich mangelnder Fitness, kommt nun der nächste Paukenschlag kurz vor Olympia: Cornelissen sagt auch das CHIO in Rotterdam ab. Cornelissen und ihr 15-jähriger KWPN-Wallach Parzival hatten beim Weltcup-Finale in s’Hertogenbosch nach einem gerade so überstandenen VetCheck noch den Sieg eingefahren und waren seit dem auf keinem Turnier mehr. Rotterdam war als Olympia-Sichtungstermin vorgesehen. Der holländische Verband allerdings zeigt für die Situation Verständnis und beschloss zusammen mit Noch-Bondscoach Sjef Janssen, dass Parzival dann beim nationalen Dressurturnier in Ermelo gesichtet werden soll.

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Olympia-Tickets im Reiten:

Jung und Auffarth haben sie

Nach den Leistungen bei den Deutschen Meisterschaften in Luhmühlen am letzten Wochenende konnte Bundestrainer Otto Melzer wohl nicht mehr anders und beugte sich dem Druck der Massen. Er gab bekannt, dass Michael Jung und Sandra Auffarth die Tickets für die olympischen Entscheidungen in der Vielseitigkeit in der Tasche haben. Jung wird sich dann entweder auf Sam oder auch auf Leopin verlassen und Sandra Auffarth ist mit Opgun Louvo am Start. Das deutsche Olympia-Team in der Vielseitigkeit wird aus fünf Reitern bestehen. Aachen ist letzter Sichtungstermin. Danach wird die endgültige Aufstellung bekannt gegeben.

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Olympia und Dressur:

Werth hat noch Hoffnung

Wer fünf olympische Goldmedaillen hat und Isabell Werth heißt, gibt die Hoffnung auf ein Olympia-Ticket nicht auf. Nach eher enttäuschenden Leistungen in Balve bei den Deutschen Meisterschaften sind die Chancen aber wieder etwas kleiner geworden. Da es nur vier Plätze gibt, gilt als sicher, dass vor ihr wohl Helen Langehanenberg, Kristina Sprehe, Anabel Balkenhol und Matthias Rath mit ihren Pferden den Zuschlag bekommen werden. Werth plant für Aachen den Einsatz des zuletzt verletzten 10-jährigen Wallachs Don Johnson, der wieder genesen ist. Zweite Wahl für Aachen ist dann wahrscheinlich El Santo, der in der jüngeren Vergangenheit keine beständig sehr gute Leistung erbringen konnte.

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USA-Springreiter:

Team für Olympia steht

Die United States Equestrian Federation (USEF) hat ihren Kader im Springreiten für London nominiert. Im Team sind die Routiniers Rich Fellers, Beezie Madden und McLain Ward sowie die erst siebzehn Jahre alte Reed Kessler. Die junge Dame wird die Volljährigkeit aber noch bis zum ersten Olympiastart auf ihrem Pferd Cylana erreichen.

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