Pferderennen: Noch 21 Pferde im 146. Deutschen Derby Hamburg 2015

Hamburg –  Knapp zwei Wochen vor dem „Rennen der Rennen“ , dem IDEE 146. Deutschen Derby im Rahmen des Derby-Meetings in Hamburg vom 27. Juni bis zum 5. Juli, stehen noch 21 Kandidaten im Aufgebot für das mit 650.000 Euro dotierte IDEE 146. Deutsche Derby. Mit Quasillo ist einer der großen Favoriten leider ausgefallen, nachdem eine Hufprellung die geplante Vorbereitung für den dreijährigen Derbykandidaten verhindert hat. Im Fokus stehen damit nun vor allem Karpino und Shimrano vor Molly le Clou und Shadow Sadness, dem Überraschungssieger im Bankhaus Metzler Cup in Frankfurt aus dem Frühjahr 2015.

Trainer Freiherr Christian von der Recke hielt seine Strategie durch und ließ den dreijährigen Shadow Sadness, den in Frankfurt die wenigsten „auf der Liste“ hatten, keine weiteren Vorbereitungsrennen gehen. Wie gut diese Strategie aufgeht, wird sich spätestens am 5. Juli in Hamburg-Horn zeigen. Aber das gilt für alle Derby-Kandidaten, ganz gleich welche Vorbereitung sie erfahren haben.

Zwei Hamburger Ställe sind im IDEE 146. Deutschen Derby vertreten:  Zum einen der Stall Darboven des HRC-Vizepräsidenten und Derby-Sponsors Albert Darboven, zum anderen der Hamburger Stall Margarethe. Sowohl für Albert Darboven – dessen Koffi Prince für das IDEE 146. Deutsche Derby genannt ist -  als auch für Margit Wetzel, deren Fair Mountain am Derby-Sonntag starten soll, wird der 5. Juli ein Tag sein, an dem die Gefühle „Achterbahn“ fahren. Selbst wenn es schon viele Starts in bedeutenden Rennen gab, oder wie für Albert Darboven sogar den Derbysieg -  Hamburgs Rennsportklassiker ist unglaublich aufregend. „I`m shaking – es schüttelt mich“, sagte Albert Darboven vor wenigen Jahren auf die Frage, wie es sich anfühlt, wenn man ein Pferd im Deutschen Derby hat....

Der letzte Streichungstermin ist der Montag vor dem Derby, also der 29. Juni. Starten dürfen am 5. Juli nur die 20 am höchsten geschätzten Kandidaten – Koffi Prince wie auch Fair Mountain sind „drin“ in dieser elitären Gruppe.

Derby-Meeting birgt Klassiker

Auch wenn das IDEE 146. Deutsche Derby klar herausragt im Rennprogramm, Hamburgs Turfereignis bezieht seine Bedeutung aus dem Gesamtprogramm an sieben Renntagen. An fast allen Renntagen werden Grupperennen gelaufen, auf der Horner Rennbahn wird ein hohes Gesamtpreisgeld ausgeschüttet und aus dem Ausland schaut man mit großem Interesse auf Deutschlands Rennsportereignis.  Das drückt sich u.a. in den von der französischen Wettgesellschaft PMU übertragenen Renntagen aus. „Tout les amis de Turf“ fiebern mit, wenn in Hamburg spektakuläre Entscheidungen anstehen.

Zu den großen Rennen in Hamburg zählen etwa schon am Samstag, 27. Juni, das Gruppe III-Rennen im Franz-Günther von Gaertner-Gedächtnisrennen oder der pferdewetten.de – Große Hansa Preis am Sonntag, 28. Juni. Der so genannte Lange Hamburger ist mit 3.200 Metern tatsächlich eines der längsten Rennen des gesamten Derbymeetings und wird am Dienstag, 30. Juni, gelaufen. Ebenso das spektakuläre Alpine Motorenöl Seejagdrennen, das am gleichen Tag als Hindernisrennen stattfindet und unfehlbar durch den großen Teich auf dem Rennbahngelände führt. Weil das Seejagdrennen im vergangenen Jahr aufgrund der Witterung abgesagt wurde, verdoppelte Sponsor Alpine Motorenöl in diesem Jahr das Preisgeld auf 20.000 Euro – generöse Geste des Sponsors.

Eine Premiere erlebt der neue Derby-Partner Sparkasse Holstein am Mittwoch, 1. Juli. Der Sparkasse Holstein-Cup ist ein mit 55.000 Euro dotiertes Gruppe III-Rennen für Sprinter und eines der wertvollsten Rennen des Tages. Am Freitag, 3. Juli, wird das Derby-Meeting nach zwei Tagen Pause fortgesetzt und birgt dann mit dem Großen Preis von LOTTO Hamburg ein mit 55.000 Euro dotiertes Gruppe III-Rennen. Am Samstag, 4. Juli, gilt die Aufmerksamkeit insbesondere dem mit 55.000 Euro  

dotierten Almased-Cup und dem mit 27.000 Euro dotierten Esso-Cup auf der Horner Rennbahn. Dann sirrt die Luft auch schon in freudiger Erwartung des Höhepunktes: Am Sonntag geht es um viel in Hamburg-Horn, um das Hapag-Lloyd-Rennen (52.000 Euro) und um die Antwort auf die Frage, wer am 5. Juli 2015 auf den Derbysieger des Vorjahres, auf Sea The Moon folgt.....

Bild: v.l.n.r Albert Darboven (Stall Darboven), Margit Wetzel (Stall Margarethe), Hans L. Matthießen (HRC), Eugen-Andreas Wahler (HRC) (Foto: comtainment GmbH)