Pferderennen: Es geht los in Hamburg mit Pferden, Hüten, Wetten, Emotionen

Freuen sich auf das IDEE 147. Deutsche Derby (v.l.n.r. Albert Darboven, Dennis Schiergen, Rainer Hupe, Eugen-Andreas Wahler) (Foto: comtainment GmbH)

„Tout Hamburg“ ist in Bewegung, wenn der Hamburger Renn-Club (HRC) vom 2. - 10. Juli zum Derby-Meeting auf die Rennbahn in den Stadtteil Horn bittet. Dort ist die tolle Derby-Woche zuhause seit mehr als hundert Jahren. „Home of the Derby“ prangt als großes, unübersehbares Plakat am altehrwürdigen Tribünengebäude und signalisiert die Verbundenheit der Veranstaltung mit genau diesem Standort in Hamburg. Und beim HRC weiß man sehr gut, dass „die Horner“ bei allem Trubel, den das Derby-Meeting mit sich bringt „ihr“ Derby schätzen und lieben.

Sieben aufregende Tage

Höhepunkt der sieben Renntage ist Sonntag, der 10. Juli, wenn um ca. 17.10 Uhr das IDEE 147. Deutsche Derby in Horn über 2.400 Meter gelaufen wird. Aktuell stehen 19 dreijährige Kandidaten auf der Meldeliste für das mit 650.000 Euro dotierte Spitzenereignis des deutschen Turfs. Und wie immer werden sich die Rennbahnbesucher über die Frage auf wen sie denn wetten, den Kopf zerbrechen… Boscaccio von der Besitzergemeinschaft Rainer Hupe & Friends ist der haushohe Favorit in den Wettbüros nach vier gewonnenen Rennen, gefolgt von Wai Key Star (Stall Salzburg) und El Loco (Gestüt Röttgen)….. Gewettet werden kann übrigens schon ab 50 Cent überall an Wettschaltern auf dem Rennbahngelände im Innenbereich der Bahn und vor den Tribünen.

Die Renntage in Hamburg-Horn bieten wertvolle Gruppe-Rennen, hinzu kommen Specials wie etwa am Dienstag, 5. Juli, das legendäre Alpine Motorenöl-Seejagdrennen. Es ist das meistfotografierte Rennen in Deutschland, denn es führt spektakulär durch den Teich auf dem Horner Rennbahngelände und manchmal gehen die Jockeys auch unfreiwillig baden….

Jeden Tag Spannung pur

Spannung pur birgt bereits der erste Renntag am 2. Juli, der ganz klassisch mit dem Franz-Günther von Gaertner-Gedächtnisrennen ein echtes Highlight bietet. Nur 24 Stunden später, am 3. Juli, ist der pferdewetten.de - Großer Hansa-Preis das Glanzlicht des zweiten Renntages und mit 70.000 Euro dotiert.

Das Derby-Meeting bietet am Dienstag, Mittwoch und Freitag spannende Rennen ab dem späten Nachmittag, am Mittwoch und Freitag erstmals sogar Lunch-Races, das sind Trabrennen zur Mittagszeit. Dann öffnet die Rennbahn bereits ab 11 Uhr ihre Tore für Besucher.

Mit dem Sparkasse Holstein-Cup beinhaltet der dritte Renntag ein mit 55.000 Euro dotiertes Rennen der Gruppe III über die Sprintdistanz von 1.600 Metern. Ein Fest, nicht nur für Fotografen, ist am Dienstag zudem das Alpine Moterenöl-Seejagdrennen. Am Mittwoch und Freitag bietet sich für Neugierige und Trabrennfans erstmals die Gelegenheit, die Mittagspause mit dem Blick in den Sport zu verbinden. Dann starten jeweils zur Mittagszeit die Lunch-Races - schnelle, spektakuläre Trabrennen.  Am Mittwoch findet auch das längste Rennen des gesamten Derby-Meetings statt. Es geht im „Langen Hamburger“ über 3.200 Meter und um 25.000 Euro Preisgeld. 

Ein Höhepunkt des Freitags ist der Große Preis von LOTTO Hamburg (Hamburg-Trophy), das Gruppe III-Rennen über 2000 Meter und dotiert mit 55.000 Euro. Zuvor werden bereits die Lunch-Races zur Mittagszeit die Fans des Trabrennsports locken.

Samstags wird mit dem Hanshin- Cup und dem Hamburger Stuten-Preis großer Rennsport geboten: der Hamburger Stuten-Preis führt über 2.200 Meter und ist mit 55.000 Euro dotiert.

Und dann ist auch schon „Derby-Time“ am Sonntag, 10. Juli mit aufgeregten Pferdebesitzern, um Ruhe bemühten Trainern und meist stillen Jockeys. Die Gefühle fahren „Achterbahn“ und das schon Stunden vor 17.10 Uhr. Das  ist die geplante Startzeit für das IDEE 147. Deutsche Derby…. 

Neues Mitglied in der Rennleitung

Dr. Peter Tasch, der seit Jahrzehnten Chef der Rennleitung auf deutschen Bahnen  und auch beim Derby-Meeting einen Institution war, hat zum Jahresende 2015 diese Tätigkeit aufgegeben. Tasch: „Dann steht im Lebensalter eine Acht bei mir davor. Es ist der richtige Zeitpunkt, die Rennleitertätigkeit aufzugeben.“ Die Nachfolge des erfahrenen Dr. Peter Tasch hat Frank Becker übernommen. Der gebürtige Bühler hat ein gerüttelt Maß an Erfahrung, ist seit 2001 im Bereich Rennleitung tätig. Becker war von 2001 bis 2003 in Berlin-Hoppegarten als Präsidiums-Beauftragter des Rennvereins tätig.

Home of the Derby erwartet viele Besucher

Hamburg-Horns Bürger kennen und lieben ihre Derby-Woche. „Das ist für uns ganz wichtig und wir freuen uns immer wieder darüber, dass doch etliche Horner Bürger in jedem Jahr mit anpacken und helfen“, unterstreicht der HRC-Vorsitzende Eugen-Andreas Wahler. Im „Home of the Derby“ wurde in den vergangenen Wochen alles für das Spitzenereignis im deutschen Galopp-Sport vorbereitet, Bahn und Umfeld kontrolliert und gerichtet, Rails gebaut und der Aufbau von Zelten und Böden für den Marktplatz im Innenbereich der Rennbahn vorbereitet. Gut gerüstet ist der HRC auch für die vielen Besucher, die ein vielfältiges Angebot an Tickets für jeden Geldbeutel vorfinden und auch eine Reihe von Renntagen, an denen Stehplätze zum Nulltarif zu haben sind. Derby-Meeting - das soll immer auch eine offene Veranstaltung für alle sein, die Pferdesport lieben und die Spannung und Aufregung rund um die traditionsreiche Bahn erleben möchten.

Kinderland und Kinderhüte

Das gilt insbesondere auch für die ganz jungen Besucher, für deren Bewegungsbedürfnis ein großes Kinderland aufgebaut wird. Dort können junge Rennbahnbesucher herumturnen, toben, spielen, malen oder schminken. Dort wird auch der Treffpunkt für den Kinder-Hutwettbewerb sein. Der Hamburger Renn-Club möchte den jüngsten Derby-Besuchern (bis 14 Jahre) die Gelegenheit geben, lustige und phantasievolle Kopfbedeckungen zu basteln und am Sonntag, 10. Juli, am Kinder-Hutwettbewerb teilzunehmen. Ab elf Uhr öffnet die Rennbahn ihre Tore und dann wird im Kinderland fleißig fotografiert. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, Mädchen und Jungen bis 14 Jahre dürfen gern mitmachen und tolle Preise gewinnen.