PASTORIUS - bester deutscher Dreijähriger - der Star im Westminster 22. Preis der Deutschen Einheit

Traumbesetzung mit vier weiteren Gruppesiegern und zwei ausländischen Gästen

Starkes Sprint-Finale mit 15 Pferden und EUR 20.000 in der Viererwette

Der „Westminster 22. Preis der Deutschen Einheit“ mit einem Preisgeld von EUR 80.000 ist das bestdotierte Rennen der Europa-Gruppe III für dreijährige und ältere Pferde in Deutschland und hat in diesem Jahr eine Traumbesetzung gefunden. PASTORIUS, das beste dreijährige Pferd Deutschlands und Zweitbester seines Jahrgangs in Europa, ist klarer Favorit. Als 321:10-Außenseiter bezwang er im Deutschen Derby den heißen Favoriten NOVELLIST, dann ließ er im Münchener Grossen Dallmayr-Preis mit einem Acht-Längen-Sieg der Konkurrenz keine Chance, beim letzten Start im Longines Grossen Preis von Baden war er nur eine Länge hinter Deutschlands Ausnahmestute DANEDREAM.

Besitzer Franz Prinz von Auersperg: „Ich lebe gerne in Berlin, ich liebe Hoppegarten und es ist mir ein Anliegen, PASTORIUS dem Berliner Publikum und den Mitgliedern des Renn-Klub Hoppegarten auf ihrer Bahn zu präsentieren. 2000 m sind für mein Pferd eine ideale Distanz, das Rennen ist ein guter Aufgalopp für die Champion Stakes in Ascot am 20. Oktober.“ Die Champion Stakes sind das neue Monstre-Rennen des britischen Turfs geworden - sagenhafte 1.278.810 Britische Pfund (ca. 1.6 Mio. Euro) beträgt das Preisgeld, das Rennen soll der letzte Start des besten Pferdes der Welt, des in dreizehn Starts ungeschlagenen FRANKEL werden. Vier Wochen vor dem Rennen bieten die Buchmacher nicht mehr als 11:10 für FRANKELs Sieg an, doch das schreckt den Prinzen und seinen umtriebigen Trainer Mario Hofer aus Krefeld wenig. „Wir fahren nach Ascot, um FRANKEL zu sehen - nicht um ihn zu schlagen.“ Selbst der zweite Platz ist mit umgerechnet 350.000 Euro fürstlich dotiert, nach seinen Formen hat PASTORIUS durchaus eine Chance auf eine Platzierung im Vorderfeld.

Im Neunerfeld des „Westminster 22. Preis der Deutschen Einheit“ sind neben PASTORIUS noch vier weitere Pferde, die bereits Sieger in Gruppe-Rennen (vergleichbar mit einer europäischen Champions League des Rennsports) sind: RUSSIAN TANGO, Doppelsieger im Einheits-Preis (2010 und 2011), DURBAN THUNDER (Gruppe I-Sieger in 2011), WASIMAH (Gruppe II-Siegerin im Hoppegartener Diana-Trial) sowie LINDENTHALER (Gruppe III-Sieger). Mit dem ungarischen Derby-Sieger 2011 OSTINATO und der französischen Stute VIOLANTE hat das Rennen auch eine internationale Note. Trotzdem steht PASTORIUS klar über den Konkurrenten.

Rennbahn-Eigentümer Gerhard Schöningh: „Die deutsche Einigung hat eine besondere Bedeutung für Hoppegarten. Nur dadurch wurde es möglich, dass Menschen und Pferde aus allen Teilen Berlins und Deutschlands wieder nach Hoppegarten kommen können, dass Hoppegarten bei Besucherzahlen und der Qualität des Sports  wieder in der Spitzengruppe der deutschen Rennbahnen ist.“ Hoppegarten am Einheitstag ist für die Berliner und Brandenburger und viele Fans aus ganz Deutschland „Kult“, die Gästeschaaren sorgen an diesem Tag jedes Jahr für eine tolle Stimmung.

Auch das Rahmenprogramm kann sich sehen lassen. Im vierten Rennen geht es um das extrem offene Finale der Sparkassen-Sprintserie über 1200 m der Geraden Bahn. 15 Pferde ziehen in die Boxen, mit SHOT TO NOTHING und TEMBO sind die Finalsieger 2010 und 2011 am Start, im restlichen Feld bewerben sich fünf Vorlaufsieger und jede Menge Formpferde. Nur in diesem Rennen gibt es die Viererwette mit einer Garantieausschüttung von EUR 20.000 einschließlich eines Jackpots von über EUR 7.000. Wenn es einem Wetter gelingt, die ersten vier Pferde in richtiger Reihenfolge vorherzusagen, winken ihm mindesten EUR 20.000, bei mehreren Gewinnern wird die Summe entsprechend geteilt. Der Mindesteinsatz in der Viererwette beträgt nur 50 Cent - mehrere Kombinationen sind daher empfehlenswert.

Spannende Rennen, lukrative Wettmöglichkeiten und interessante Besucher erwarten Sie inmitten grüner Natur, alten Bäumen und  historischen Tribünen.  Mit Hüpfburg, Ponyreiten, Kinderschminken und der lustigen Kinderwette ist Hoppegarten am Tag der Deutschen Einheit auch ein toller Familienausflug.

„Westminster 22. Preis der Deutschen Einheit“

Europa-Gruppe* III, 2000 m, für 3jährige und ältere Pferde. Dotierung: 80.000 Euro (45.000, 17.000, 7.500, 5.000, 3.500, 2.000), Gewicht: 57 kg für Dreijährige, 59 kg für ältere Pferde

Das Rennen wurde eigens für den anlässlich der deutschen Wiedervereinigung neugeschaffenen Nationalfeiertag am 3. Oktober konzipiert und 1991 erstmals ausgetragen. In den neunziger Jahren waren der charismatische „Zigarrenkönig“ und Berlin-Freund Zino Davidoff mit seinem „Prix Zino Davidoff“ die großen Besuchermagneten, inzwischen hat diese Rolle der „Westminster 22. Preis der Deutschen Einheit“ übernommen. Mit einem Preisgeld von EUR 80.000 ist dieses internationale Rennen der Europa-Gruppe III das bestdotierte Rennen dieser Klasse für dreijährige und ältere Pferde in Deutschland.

Ein Jahr nachdem die spätere „Arc“-Siegerin DANEDREAM Hoppegarten mit ihrem Auftreten beehrte, ist es jetzt der Superstar PASTORIUS, der die Hauptstadtrennbahn in den Mittelpunkt des rennsportlichen Geschehens rückt. Der diesjährige Sieger im Deutschen Derby  soll am 20. Oktober in Ascot bei London bei der Abschiedsvorstellung des weltbesten Galoppers FRANKEL antreten. Theoretisch wird das Hoppegartener Rennen durch den Auftritt von PASTORIUS zu einem Ein-Pferde-Rennen, aber Theorie ist bei Pferderennen nicht alles.

Das Rennen ist als klassisches Zuchtrennen ausgeschrieben – alle Pferde tragen das gleiche Gewicht (59 kg), die Dreijährigen haben eine Erlaubnis von 2 kg bzw. Stuten von 1,5 kg. Damit werden alters- und geschlechtsbedingte Nachteile ausgeglichen, sodass unter gleichen Bedingungen die Besten ermittelt werden koennen.

* Gruppe-Rennen sind die wichtigsten vier Prozent aller in Deutschland gelaufen Rennen. Im System der europäischen Gruppe-Rennen werden zwischen den führenden europäischen Rennsportländern die Ausschreibung und die Abfolge der wichtigsten Rennen genau abgestimmt, auf Qualität kontrolliert und bei Bedarf modifiziert. Dies geschieht jeweils getrennt für die Rennen, bei denen alle Pferde zugelassen sind bzw. für die reinen Stutenrennen, für Rennen für zwei-, dreijährige sowie ältere Pferde sowie für alle Distanzbereiche.

Die Starter im Einzelnen:

1 DURBAN THUNDER 6j. H. v. Samum – Donna Alicia - 59 kg, GAG 96

Besitzer/Trainer/Reiter

Stall Tinsdal/Paul Harley, Warendorf/Robert Havlin (39)

Mit einem dritten Platz im Hoppegartener Preis von Dahlwitz begann für ihn eine glanzvolle Saison 2011, die in einem Gruppe 1-Sieg gipfelte. In diesem Jahr ist er nicht ganz an diese Glanzform herangekommen. Trotzdem, er vertritt hohe Klasse. Sein englischer Jockey kommt in Deutschland glänzend zurecht.

2 FREEMASON 4j. W. v. Second Set – Fortezza -               59 kg, GAG 76

Besitzer/Trainer/Reiter

Thomas Gehrig/Roland Dzubasz, Hoppegarten/Jozef Bojko (41)

In einem Olympiajahr muß olympisch gedacht werden: Dabeisein ist alles. Unter diesem Motto steht die Teilnahme dieses Wallachs aus Hoppegarten. Bisher hat er keine Leistungen gezeigt, die ihn hier chancenreich erscheinen lassen, aber in Form ist der Lokalmatador.

3 LINDENTHALER 4j. H. v. Azamour – Lasira - 59 kg, GAG 93

Besitzer/Trainer/Reiter

Gestüt Ebbesloh/Peter Schiergen, Köln/Andrasch Starke (38)

Die 100jährige Geschichte des westfälischen Gestüts Ebbesloh ist mit Hoppegarten besonders eng verbunden. Lindenthaler wurde in diesem Rennen im Vorjahr Dritter. Danach war er glücklos, aber das Team Ebbesloh/Schiergen/Starke ist in Form, holte mit Girolamo soeben den Preis von Europa. Spektakulär gewann man 2011 in Hoppegarten mit Eigelstein.

4 OSTINATO 4j. H. v. Ransom O’ War – Oxotica - 59 kg, GAG ohne

Besitzer/Trainer/Reiter

A 36 Szindikatus/Sandor Kovacs, Alag/Budapest/Karoly Kerekes (34)

In der Lenau-Apotheke in Köln-Ehrenfeld fiebert man diesem Rennen besonders stark entgegen, dort arbeiten Ostinatos Züchter Claudia und Alexander Rom. Für den in Ungarn trainierten Hengst ist es erst der zweite Start in seiner deutschen Heimat. Zu seinen fünf Budapester Siegen gehören das Derby und das St. Leger. Trotzdem hat er es hier nicht leicht.

5 RUSSIAN TANGO 5j. H. v. Tertullian – Russian Samba - 59 kg, GAG 93

Besitzer/Trainer/Reiter

Rennstall Darboven/Andreas Wöhler, Gütersloh/Eduardo Pedroza (38)

Als Gewinner der beiden letzten Austragungen dieses Rennens ist er das Pferd der Herzen. Drei Siege bei vier Starts auf der Hauptstadtrennbahn zeigen: Genau wie sein Züchter und Besitzer Albert Darboven, sein Trainer und sein Jockey liebt dieser Hengst Hoppegarten. In diesem Jahr gelang ihm noch kein Volltreffer, aber vielleicht klappt es nun auf „seiner“ Bahn. Trainer Andreas Wöhler hat auch den einzigen anderen Doppelsieger des Rennens, TERRE DE L’HOMME (2002 und 2003) vorbereitet, einen Dreifachsieger gab es in der kurzen Geschichte des Rennens noch nie.

6 TECHNOKRAT 4j. H. v. Oratorio – Tech Engine                - 59 kg, GAG 90,5

Besitzer/Trainer/Reiter

Stall Grafenberg/Waldemar Hickst, Köln/Alexander Pietsch (40)

Zu Technokrats Besitzern gehört Galopperpräsident Albrecht Woeste, der zum Rennen auch nach Hoppegarten kommt. Von seinen 12 Starts hat der Hengst die letzten 8 in Frankreich absolviert, dabei dreimal gewonnen. Ihn einzuschätzen ist nicht einfach. Theoretisch liegt die Latte für ihn reichlich hoch, aber sein Trainer Waldemar Hickst verschätzt sich selten.

7 VIOLANTE 4j. S. v. Kingmambo – Allez Les Trois - 57,5 kg, GAG ohne

Besitzer/Trainer/Reiter

Scheich Mohammed al Maktoum/Henri-Alex Pantall, Beaupreau/FR/Fabrice Veron (33)

Den Stall des bedeutendsten Rennpferdebesitzers der Welt vertritt diese Stute. Theoretisch ist die Aufgabe mindestens eine Nummer zu groß für sie, aber ihr Trainer ist ein Meister darin, in deutschen Rennen viel zu erreichen. Der Franzose, dessen Großmutter zeitweise in Hoppegarten lebte,  schickt ein Pferd nur in absoluter Topform auf eine so weite Reise.

8 PASTORIUS 3j. H. v. Soldier Hollow – Princess Li - 57 kg, GAG 101

Besitzer/Trainer/Reiter

Stall Antanando/Mario Hofer, Krefeld/Adrie de Vries (43)

Er ist eines der besten Pferde, die in Hoppegarten in den letzten Jahrzehnten gelaufen sind. Wie die internationalen Ranglisten zeigen, ist Deutschlands Derbysieger auf der Grasbahn der zweitbeste (einsatzfähige) Dreijährige der Welt. Über jede seiner letzten drei Leistungen gerechnet, muss er gewinnen. Sein Trainer Mario Hofer und sein Besitzer, der Hoppegarten-Liebhaber Franz Prinz von Auersperg, sehen dieses Rennen als Vorbereitung auf den 20. Oktober: Dann soll Pastorius in Ascot gegen Frankel antreten, den besten Galopper der Welt.

9 WASIMAH 3j. S. v. Desert Prince – Waleria - 55,5 kg, GAG 92

Besitzer/Trainer/Reiter

Dr. Dr. Christiane Otto/Hans-Jürgen Gröschel, Hannover/Wladimir Panov(31)

In Hoppegarten gelang dieser Dreijährigen Ende Mai die beste Leistung ihrer bisherigen Karriere: der zweite Platz im Diana-Trial (Gruppe 2). Durch ein Protestverfahren wurde sie später sogar zur Siegerin befördert, doch laufen hiergegen noch Rechtsmittel. Auch ihre Mutter WALERIA ist in Hoppegarten keine Unbekannte – sie gewann den Einheits-Preis für Trainer Gröschel und Besitzerin Otto als 223:10-Außenseiterin im Jahr 2007.