PARTNER PFERD Leipzig 2016: Wenn Lokalmatadore die Weltbühne erobern

Laura Schoechert mit Lichtblick

Die PARTNER PFERD (14. - 17. Januar 2016), präsentiert von der Sparkasse Leipzig und der Finanzgruppe Sachsen, ist ein Weltklasse-Turnier und das bedeutendste Hallenreitsportevent in Deutschland. Neben dem Longines FEI World Cup der Springreiter sowie den FEI World Cup-Qualifikationen im Fahren und Voltigieren bekommen aber alljährlich auch regionale Reiter die einzigartige Chance, sich den Turnierplatz in der Leipziger Messe mit Beerbaum, Ehning, Brash & Co. zu teilen.

Es ist schöne Tradition, dass bei der PARTNER PFERD Reitsportlegenden auf aktuelle Top-Stars und Newcomer gleichermaßen treffen. Dafür sorgen vor allem drei ganz spezielle Prüfungen, die auch vom 14. bis zum 17. Januar 2016 wieder in der Leipziger Messe ausgeritten werden.

Da wäre zunächst das Finale im Eggersmann Junior Cup. Auf sieben ausgesuchten Turnieren in den ostdeutschen Landesverbänden konnten sich U22-Reiter der Leistungsklassen 2 bis 4 für dieses Top-Event qualifizieren. Für die Nachwuchsreiter ein außergewöhnliches Erlebnis, quasi Steigbügel an Steigbügel mit ihren Idolen wie zum Beispiel der sechsfachen Deutschen Meisterin Eva Bitter reiten zu dürfen. Die ist das ganz große Vorbild von Laura Schoechert (Hohburg). Die 16-Jährige hat bereits drei Mal das Finale im Eggersmann Junior Cup gewonnen und freut sich, auch im Januar 2016 wieder dabei sein zu dürfen: „Es macht mir einfach große Freude, bei so einem großen internationalen Turnier zu reiten.“ Laura Schoechert könnte sich theoretisch noch bis 2021 für das Finale im Eggersmann Junior Cup empfehlen, doch sie liebäugelt auch schon mit dem W. Seineke PARTNER PFERD CUP.

Diese Serie, die ebenfalls ihr Finale in Leipzig feiert, ist die logische Fortführung des Junior Cup. Auch der W. Seineke PARTNER PFERD CUP richtet sich an Springreiter und -innen in den ostdeutschen Bundesländern, allerdings ohne Altersbeschränkung ausgeschrieben für die Leistungsklassen 2 und 3. Ein Stammgast im Finale des W. Seineke PARTNER PFERD CUP ist Dominik Jahn (Greppin), der bereits mehrfach auf das Treppchen in diesem Finale gesprungen ist. Mit seinem Top-Pferd Levist hat er sich erneut qualifiziert und der Start in der Leipziger Messe ist für ihn ein absolutes Highlight: „Für mich sind die Qualis zum W. Seineke PARTNER PFERD CUP fester Bestandteil meiner Turnierplanung. Die Bedingungen in Leipzig sind einfach ideal und es ist etwas ganz Besonderes, sich mit den besten der Welt auf dem Abreiteplatz tummeln zu dürfen. Da versuche ich auch immer etwas mit den Augen zu klauen“, schwärmt Jahn.

Bisher war auch Philipp Schober (Rothenburg) gerne beim W. Seineke PARTNER PFERD CUP dabei und hat das Finale zum Beispiel 2014 gewonnen. Doch inzwischen ist er in der Leistungsklasse 1 angelangt. Der 28-Jährige hofft dennoch auf einen Start in Leipzig. Besonders die Wertungsprüfung für die Baker Tilly Roelfs Trophy lockt Schober. Diese Trophy richtet sich an aufstrebende deutsche Reiter, die noch in der zweiten Reihe hinter den international etablierten Größen stehen. In ausgesuchten Prüfungen der so genannten internationalen Mittleren Tour liefert die Baker Tilly Roelfs Trophy eine Sonderwertung für deutsche Reiter. Die besten drei dürfen sich über ein Extra-Gewinngeld freuen. Noch wichtiger für die meisten Reiter sind jedoch die Startplätze auf den nachfolgenden internationalen Turnieren, bei denen die Baker Tilly Roelfs Trophy vertreten ist: „Das ist für mich echter Ansporn: Zum einen ist es gigantisch, in Leipzig reiten zu dürfen. Die Bedingungen sind perfekt und wir können gegen die Topstars reiten. Zum anderen hätte ich die Chance, mir über die Baker Tilly Roelfs Trophy einen Startplatz für das Deutsche Spring-Derby in Hamburg zu sichern“, strahlt Schober.

Foto: Die Dreimalige Siegerin im Eggersmann Junior Cup, Laura Schoechert mit Lichtblick (Sportfotos-Lafrentz.de)