Partner Pferd 2015: Weltcupturnier Leipzig - Marco Kutscher im Interview

 

Leipzig – “Leipzig war immer gut für mich, ich werde versuchen wieder dabei zu sein,” sagt Marco Kutscher aus Bad Essen. Der Nationenpreisreiter hat den ersten Schritt schon gemacht mit Platz zwei beim Weltcup-Auftakt in Oslo, ab Donnerstag geht er auch in Helsinki auf Punktejagd. Bei der PARTNER PFERD vom 15. - 18. Januar 2015 möchte Kutscher, Olympiadritter 2004 und Doppel-Europameister 2005, auch dabei sein.

Der Erfolg in Oslo ist mit Cristallo gelungen - ist er in dieser Saison das Weltcuppferd von Marco Kutscher?

Kutscher: “Absolut, dafür habe ich ihn vorgesehen. Er springt grundsätzlich besser in der Halle und ist ein Pferd, mit dem man auch mal schnell gehen kann. Der ist sehr wettbewerbsfähig. Oslo war wichtig, weil ich grundsätzlich das Ziel Weltcup-Finale habe und da ist es gut, wenn man gleich bei den ersten Etappen auch Punkte sammelt, um nicht später in Druck zu kommen.”

Die Etappen kann man sich nicht alle aussuchen?

Kutscher: “Nein, wir haben derzeit auch nur einen Reiter in Deutschland in den Top-Ten der Weltrangliste und nur diese können die Etappen frei wählen. Also ist das schon ein echter Wettbewerb bei allen anderen - wer darf wohin… “

Die PARTNER PFERD in Leipzig steuern Sie aber an?

Kutscher: “Das will ich auf jeden Fall versuchen, wäre super wenn das klappt. Ich war dort immer mal Zweiter oder auch Dritter, das ist ein gutes Turnier für mich. Leipzig ist ja auch eines der besten deutschen Reitturniere.”

Mit Cristallo haben Sie schon mehrere große Prüfungen gewonnen. Ist er eigentlich etwas gelassener geworden?

Kutscher: “Nicht wirklich. Er ist ja schon immer guckig gewesen, anders als sein Vater Cornet Obolensky und das wird er auch bleiben….”

Seit August 2014 sind Sie und Eva Bitter gemeinsam selbstständig in Bad Essen. Damit verändert sich viel…?

Kutscher: “Die ersten Wochen waren kein Zuckerschlecken, aber das wussten wir ja auch. Ich war wesentlich mehr unterwegs als früher, man ist verantwortlich für Dinge, um die man sich früher nicht kümmern musste und mit unserem Team muss sich auch erst alles einspielen. Wir sind noch nicht perfekt, aber es läuft sich ein...

Marco Kutscher zählte bis August 2014 zum Team von Top-Reitern auf der Anlage von Ludger Beerbaum in Riesenbeck. Beim Weltcupfinale 2011 in Leipzig führte der 39-jährge souverän bis zur Finalprüfung, hatte dann Pech und katapultierte sich aus den Top-Drei heraus.