Parcourspapst Wolfgang Meyer wird 75 - …und denkt nicht ans Aufhören…

 

Der Mann ist die Härte. Nur ein paar Stunden vor seinem 75. Geburtstag ist Wolfgang Meyer aus Diehlo (bei Eisenhüttenstadt) noch als Richter auf dem 42. Reit- und Springturnier in Wellmitz tätig. In souveräner und sachlich-kühler Manier werden Reiter, Pferde und Ergebnisse durchgegeben. Mit mindestens einem Auge ist er zwischen den Wettbewerben allerdings auf dem Platz, um zu gucken, ob Erik Schubert als Parcourschef auch alles richtig macht. Kein Zweifel, Wolfgang Meyer lässt auf keinen Fall los - und schon gar nicht ab vom Pferdesport.

Wenn morgen, am 12. August 2013, sein 75. Geburtstag ansteht, werden nach seiner Aussage mehr als einhundert Gäste erwartet. Das scheint Wolfgang Meyer aber nicht aus der Ruhe zu bringen. Der Reiterkreuzträger (Silber, seit 2012), Diplom-Ingenieur und Buchautor ist seit den 70er Jahren in Sachen Parcoursbau und Ausbildung der Parcoursbauer in Ostdeutschland unterwegs. Kann sein, dass man ihn auch als Richter antrifft. Und so war es auch heute. Die 75 ist noch lange kein Grund, an den Tagen davor nicht auf einem Turnier zu sein. Man muss aber fairerweise sagen, dass Wellmitz von seinem Wohnort nur ein Steinwurf entfernt ist und der Heimweg in fünf Minuten erledigt.

 

Wenn dann morgen all die wichtigen und bedeutenden Persönlichkeiten kommen, um ihm die Hand zu schütteln, kann er leider dem Nachwuchs keine frohe Botschaft verkünden. Denn Meyer macht weiter wie bisher, wie er in einem kurzen Gespräch mit pferdefreunde.co betonte. „Da ist noch Luft nach oben“, verkündet er und meint damit auch sein selbst erdachtes Motto für den morgigen Ehrentag.

Herzlichen Glückwunsch und alles Gute – der Papst wird 75!

Fotos von Jan-Pierre Habicht (C): Wolfgang Meyer auf dem Turnier in Wellmitz 2013