Online - Petition in Brandenburg gegen die Pferdesteuer: Erst 248 Brandenburger unterzeichneten

Man mag es kaum glauben, aber es sind wirklich erst 248 Brandenburgerinnen und Brandenburger bereit gewesen, sich online per Petition gegen die Pferdesteuer in Brandenburg auszusprechen. Mag es an der erfolglosen Medienarbeit des Verbandes pro agro liegen, der die Petition initiiert hat oder daran, dass pro agro selbst nur 350 Mitglieder hat - in jedem Fall ist das Echo auf die Petition noch mehr als mager. Dabei verbleiben bis zum Ende der Aktion nur noch zwanzig Tage.

In der Medienlandschaft haben sich ja viele Gegner der Pferdesteuer organisiert. Auf facebook gibt es eine Aktion, die durch die Deutsche Reiterliche Vereinigung gesteuert zu sein scheint, wo jedes Ausscheren aus der Linie sofort mit bösen Kommentaren belegt wird. Eigene Gedanken oder Aktionen sind dort nicht gefragt. Angeblich kümmert sich nach Aussage der Gruppenadministratoren allein die FN um die Lösung aller Probleme betreffs Pferdesteuer in ganz Deutschland.

Auch der Landesverband Pferdesport Berlin-Brandenburg hat vielleicht eigene Wege gefunden, um gegen die Pferdesteuer vorzugehen. Erfolgsmeldungen liegen allerdings noch nicht vor. Ein selbst entwickelter Fragebogen zur Erlangung von Informationen ist zwar sehr kompliziert aufgebaut, aber leider ohne Hinweis versehen, was mit den erlangten Informationen getan werden soll. Warum der BB - Landesverband nicht auf die Idee einer Petition gekommen ist, lässt sich auch nicht erklären. Außerdem dauerte es mehr als ein Jahr seit dem öffentlichen Aufkommen der Diskussion zum Thema, bis der Landesverband überhaupt reagierte. Es ist wohl das Verdienst des neuen Präsidenten Peter Krause, der sich zwar ebenso selten auf Turnieren in Berlin und Brandenburg sehen lässt, wie sein Vorgänger, aber wenigstens thematisch dichter an den Interessen der Pferde- und Reiterhofbesitzer dran zu sein scheint. Ob das allerdings ausreicht, um die Pferdesteuer im Keim zu ersticken, darf mit Stand heute und der Anzahl der Unterschriften aus Brandenburg bezweifelt werden.

Am Ende wird es so werden wie mit dem Schenkelbrand. Die FN pustet sich ordentlich auf, reißt das Ruder an sich und die deutschen Mitgliedsverbände halten still und kritisieren nur hinter vorgehaltener Hand. Den materiellen Schaden haben dann einzig und allein wieder die Pferdebesitzer. Oder sind mit den möglichen finanziellen Schäden aus dem Wegfall des Schenkelbrandes oder der Einführung der Pferdesteuer etwa Senkungen von Beiträgen geplant?

Wer nun trotzdem oder gerade deshalb die Petition gegen die Pferdesteuer in Brandenburg online unterzeichnen möchte, hat dafür noch bis zum 04. September 2012 die Gelegenheit. Den Link zur Petition finden Sie HIER - Bitte nicht vergessen, den Bestätigungslink im eigenen Mailaccount anzuklicken!

Da es auf der Seite des LPBB schwer zu finden ist: Informationen zur Pferdesteuer aus dem Landesverband Pferdsport Berlin-Brandenburg zum Thema gibt es HIER

Bei der FN ist es zum Thema Pferdesteuer seit einigen Wochen recht still geworden. Erfolgsmeldungen bleiben auch hier aus. Wer sich trotzdem zum Thema auf Bundesebene informieren möchte, kann dies HIER tun.

Nur kurz zum Nachdenken: In Brandenburg gibt es laut LPBB etwa 16.000 (!!!) Reiter, von denen haben sich gerade wahrscheinlich weniger als dreihundert per Unterschrift gegen die Pferdesteuer in Brandenburg ausgesprochen. Das - ist - nicht - viel, aber 750 Euro im Jahr sind viel...

Unterdessen teilte die Projektmanagerin von pro agro e. V. - Frau Sandra Hentschel - per Mail mit, dass die Gesamtzahl der gesammelten, handschriftlichen Unterschriften bei über 4.000 liege. Auch das ist noch immer kein zufriedenstellendes Ergebnis eines Votings gegen die Pferdesteuer in Brandenburg.