Olympische Spiele London 2012: Am Freitag geht’s los

London/GBR (fn-press). Am Freitag geht es los. Dann schaut alle Welt schaut nach London, wo bei den 30. Olympischen Spielen der Neuzeit Sportler aus über 200 Nationen in 26 Sportarten um 302 Medaillen kämpfen. Unter ihnen auch Reiterinnen und Reiter aus 40 Ländern, die sich in den Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit messen.

Für die Vielseitigkeitsreiter beginnen die Spiele sogar schon vor der großen Eröffnungsfeier unter der Überschrift „The Isles of Wonder“ am Freitagabend, 27. Juli. Sie präsentieren zuvor ihre Pferde der Jury in der Verfassungsprüfung, wo alle hoffentlich die Startgenehmigung erhalten. Richtig los geht es dann am Samstag und Sonntag mit der Dressur als erste von drei Teilprüfungen. Der Geländeritt als Highlight jeder Vielseitigkeitsprüfung folgt am Montag, 30. Juli. Die dritte und letzte Teilprüfung findet am Dienstag, 31. Juli, statt. Zunächst fällt die Entscheidung in der Mannschaftswertung; in einem zweiten Springen – eine olympische „Spezialität“ – wird dann der Titel des Olympiasiegers in der Einzelwertung vergeben. Insgesamt entsenden 23 Nationen Vielseitigkeitsreiter zu den Spielen. Unter schwarz-rot-goldener Flagge reiten wie schon vor vier Jahren Ingrid Klimke (44, Münster) mit Abraxxas und Peter Thomsen (51, Lindewitt), der in London im Sattel von Barny sitzt. Neu dabei sind Dirk Schrade (Sprockhövel) mit King Artus, da sein ursprünglich vorgesehenes Pferd Hop and Skip kurzfristig wegen einer fiebrigen Erkältung in Deutschland bleiben musste, sowie Vizeeuropameisterin Sandra Auffarth (25, Ganderkesee) mit Opgun Louvo und der Welt- und Europameister Michael Jung (Horb) mit Sam.

Die Dressurwettbewerbe beginnen am Donnerstag, 2. August, mit dem Grand Prix, der erstmals nicht alleine, sondern zusammen mit dem Grand Prix Special für die Mannschaftswertung gewertet wird. Die Springwettbewerbe starten noch vor Abschluss der Dressurprüfungen am Samstag, 4. August, mit der ersten Qualifikation.        Hb

Olympische Spiele im Internet

London/GBR (fn-press). Am 25. Juli startet die ARD auf www.sportschau.de/olympia das umfassendste Live-Angebot, das es jemals zu Olympia gegeben hat: Neben dem Hauptprogramm können Sportbegeisterte deutschlandweit auf bis zu sechs zusätzlichen parallelen Live-Streams die Wettkämpfe in London verfolgen. Den Aufwand teilt sich die ARD mit dem ZDF, das die Streams parallel auf seinen Internetseiten anbietet. Über einen Elektronischen Programmführer (EPG) ist jederzeit auf einen Blick zu erkennen, welche Disziplinen live zu verfolgen sind – ergänzt durch aktuelle Ergebnisse und einen Live-Ticker. Der Programmführer wird allerdings erst kurz vor den Spielen veröffentlicht. Das liegt daran, dass sich immer wieder Verschiebungen im Zeitplan ergeben und die Fans Möglichst wenig enttäuscht werden sollen.               Hb

Deutsche Pferde in London: 30 Prozent aus deutscher Zucht

London/GBR (fn-press). Wie schon bei den Olympischen Spielen in Hongkong 2008 sind auch in London viele Pferde aus deutschen Zuchtgebieten am Start. Gemäß der veröffentlichten Pferdeliste der FEI sind von den 219 in London genannten Pferden – inklusive der Reservepferde – 65 Pferde aus der deutschen Pferdezucht. Somit sind fast 30 Prozent, aller in den Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit genannten Pferde deutschen Ursprungs.

In Hongkong vor vier Jahren waren insgesamt 222 Pferde genannt und davon stammten 66 Pferde aus der deutschen Zucht, somit waren auch in Hongkong schon knapp 30 Prozent deutsche Pferde am Start. In der Disziplin Springen stammen 26 von insgesamt 90 Pferden aus deutscher Zucht. Das sind  29 Prozent. Vor vier Jahren füllten deutsche Zuchtverbände mit 37 von 93 genannten Pferden mit fast 40 Prozent  noch mehr als ein Drittel der Pferdeliste im Springen. Eine deutliche Steigerung hat es vor allem in der Vielseitigkeit gegeben. 17 Pferde von 75 sind den deutschen Zuchtverbänden zuzuordnen, das sind 23 Prozent. 2008 waren es gerade mal vier Pferde von 73, die aus deutscher Zucht kamen. Das entsprach einem Anteil von  sechs Prozent. „Wir freuen uns sehr über den Zuwachs der deutschen Pferde in der Vielseitigkeit. Die größere Bedeutung der Dressur und des Springens in der modernen Vielseitigkeit kommt den deutschen Pferden zu Gute. Das ist ein deutliches Zeichen für die vielseitige Veranlagung unserer Pferde“, sagt Dr. Teresa Dohms-Warnecke, stellvertretende Geschäftsführerin des Bereiches Zucht der FN. Von 54 genannten Dressurpferden stammen in London 22 Pferde aus deutscher Zucht, das sind immer noch  41 Prozent, vor vier Jahren waren es  43 Prozent. Da trugen 24 von insgesamt 56 genannten Pferden, das Brandzeichen eines deutschen Zuchtverbandes.

Von den 65 deutschen Pferden zählen die meisten – und zwar genau 20 – zum Hannoveraner Zuchtverband. Danach folgen 17 Holsteiner, zwölf Westfalen und neun Oldenburger. Mit jeweils zwei Pferden sind die Zuchtverbände Baden-Württemberg und Bayern und mit je einem Pferd die Zuchtverbände Hessen, Rheinland und Brandenburg-Anhalt vertreten.

Weitere Informationen zu den deutschen Pferden, den Abstammungen und ihren Züchtern gibt es auf den Olympiaseiten der FN unter www.pferd-aktuell.de/london2012