Neue „Empfehlungen für Planung, Bau und Instandhaltung von Reitplätzen“

Einspruchsphase für Interessierte endet am 2. Oktober 2012

Bonn (fn-press). Die Überarbeitung der „Empfehlungen für Planung, Bau und Instandhaltung für Reitplätze im Freien“ ist abgeschlossen. Diesen Entwurf der von Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. (FFL) erstmals 2007 herausgegebenen Empfehlungen können Interessierte bei der FLL anfordern und im Rahmen des offiziellen Einspruchsverfahrens vom 2. Juli bis 2. Oktober 2012 ihre Einsprüche geltend machen. In dem Regelwerksausschuss (RWA) der FLL wirken unter anderem die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) und die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit.

Auch die überarbeiteten Empfehlungen gelten weiterhin unabhängig von Reitweisen, Disziplinen und Klassen/Kategorien. Der Zweck der Empfehlungen ist, allgemein gültige Grundsätze und Anforderungen für Planung, Bau, Betrieb und Unterhaltung von Reitplätzen im Freien und in der Halle darzustellen. Neben einer allgemeinen Anpassung der Empfehlungen an den derzeitigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse hat sich der RWA Reitplätze unter der Leitung von Prof. Gert Bischoff, FH Erfurt, insbesondere mit der Praxis auseinandergesetzt. In dieser Hinsicht fand die Regelwerksarbeit keinesfalls – wie oft behauptet wird – nur „am Tisch“, sondern oftmals bewusst „auf dem Platz und in der Halle statt“.

Schwerpunktthemen der Überarbeitung sind deshalb unter anderem eine grundsätzliche Erweiterung des Anwendungsbereiches: Die Empfehlungen gelten künftig nicht mehr nur für Reitplätze im Freien, sondern können auch unter Berücksichtigung der speziellen Standortbedingungen für Reitplätze in Hallen angewendet werden. Darüber hinaus zeichnen sich die neuen Empfehlungen durch differenzierte Regelungen und Entscheidungspfade zu Reitplätzen mit überwiegend horizontaler Entwässerung (so genannter „Oberflächenentwässerung“), Reitplätzen mit überwiegend vertikaler Entwässerung und Reitplätzen mit regulierbarem Wasserstand (Anstausystem) aus.

Das Einspruchsverfahren sieht vor, dass jedermann insbesondere Firmen, Reitplatzbauer, Planer, Berater etc. zu dem vorgelegten Entwurf Stellung beziehen, abweichende Formulierungen vorschlagen und sogenannte „Einsprüche" geltend machen können. Diese sollten als solche kenntlich sein und möglichst nachvollziehbar formuliert werden. Die FLL nimmt auch gerne Stellungnahmen per E-Mail entgegen. Als Arbeitsgrundlage zur Zusammenstellung der Hinweise/Einsprüche sollte eine entsprechende „Word-Datei“ genutzt werden. Die Datei ist auf www.fll.de (‚Fachgremien‘ > ‚Aktuelles aus Gremien- und Regelwerksarbeit‘) zum Download eingestellt. Der Regelwerksausschuss wird in einer gesonderten Sitzung alle eingegangenen Stellungnahmen beraten. Während des Einspruchsverfahrens kann der Gelbdruck für 7,50 Euro bei der Geschäftsstelle der FLL angefordert werden.

Nach dem Einspruchsverfahren findet am 17.10.2012 eine Fachtagung zum Thema „Reitplätze“ im Gartenbauzentrum Münster-Wollbeck statt.

Weitere Informationen: FFL, Christian Schulze-Ardey, Colmantstr. 32, 53115 Bonn, Tel.: 0228/965010-0, Fax: 0228/965010-20, E-Mail: info@fll.de, Internet: www.fll.de.